Karriere2021-05-10T12:04:35+02:00

Diese Viertelstunde hat jede:r

Die Hän­de abweh­rend heben oder auf den Part­ner ver­wei­sen. Das sind häu­fi­ge Reak­tio­nen, wenn Finanz­the­men zur Spra­che kom­men. Die gute Nach­richt: Man muss kein Mathe-Crack wie Dr. Ella Rabener sein, um sei­ne Finan­zen gut auf­zu­stel­len. Die Part­ne­rin und Mana­ging Direc­tor von BCG Digi­tal Ven­tures erklärt, war­um eine Vier­tel­stun­de genügt, wie man Teen­ager zum Inves­tie­ren bringt und was in ande­ren Län­dern bes­ser läuft.

Its.me.ooia: „Wir wollen einen gesellschaftlichen Wandel herbeiführen“

Mit ihrem Start-up ooia haben sie 2018 den Markt für Mens­trua­ti­ons­pro­duk­te auf­ge­rüt­telt. Kati Ernst und Kris­ti­ne Zel­ler haben eine Mis­si­on: sie wol­len Frau­en stär­ken und ihren All­tag ange­neh­mer machen, mit Tabus bre­chen und Impul­se für einen gesell­schaft­li­chen Wan­del set­zen. Ihre Peri­oden­un­ter­wä­sche und Still-BHs gehö­ren genau­so zu ihren Pro­duk­ten wie ihr Insta­gram-Kanal “its.me.ooia”. Von ihrer Visi­on, wor­auf es beim gemein­sa­men Grün­den ankommt und wie man so erfolg­reich wird und trotz­dem sei­ne eige­nen Gren­zen setzt erzäh­len die bei­den im Interview.

Kar­rie­re|

Jessica Schwarzer: „Aus der Zockerin wurde eine langfristig denkende und breit streuende Investorin“

Als renom­mier­te Finanz­jour­na­lis­tin, Mode­ra­to­rin und Buch­au­torin ist Jes­si­ca Schwar­zer schon seit vie­len Jah­ren an den welt­wei­ten Finanz­märk­ten aktiv. Wir haben die Bör­sen­ex­per­tin gefragt, wie sie schon als Kind den Umgang mit Geld gelernt hat, wel­che Bör­sen­le­gen­de sie inspi­riert und wes­halb sie den Schritt in die beruf­li­che Selb­stän­dig­keit gewagt hat.

Kar­rie­re|

Die Frau, die Drachen zähmt

Irena Stein­mei­er blickt auf eine stei­le Kar­rie­re als Mana­ge­rin bei Peek & Clop­pen­burg zurück. Doch der stres­si­ge Job absor­bier­te sie völ­lig. Nach 23 Jah­ren sat­tel­te sie um. Heu­te macht sie, wovon vie­le träu­men: Füh­rungs­kräf­te coa­chen. Von Michae­la Stemper 

Karriere

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Die Aus­bil­dung ist been­det oder das Stu­di­um absol­viert und dann ist er da: Der ers­te Job. Für vie­le Absol­ven­ten ist es erst­mal wich­tig, einen Fuß in die Tür zu bekom­men und kei­ne Lücke im Lebens­lauf zu haben. Vie­le der Bewer­ber sind sogar hoff­nungs­los über­qua­li­fi­ziert für ihren Ein­stiegs­job, bei Frau­en immer­hin 50 Pro­zent. Das Ziel der meis­ten Absol­ven­ten: erst­mal arbei­ten und sich aus dem fes­ten Sat­tel der Fest­an­stel­lung den Job zu wech­seln. Aller­dings ist es schwer, das auf­zu­ho­len, was man in den ers­ten Jah­ren ver­passt hat. Kar­rie­re­chan­cen und Auf­stiegs­chan­cen sind gerin­ger als wenn man direkt in einem den Qua­li­fi­ka­tio­nen ent­spre­chen­den Job gestar­tet hät­te. Eine soli­de Kar­rie­re­pla­nung ist dar­um sehr wich­tig. Wich­tig ist es zudem, von Anfang an sein Gehalt mög­lichst hoch zu ver­han­deln und das Gehalt auch regel­mä­ßig neu zu verhandeln.

Teilzeit

Längst sind es nicht mehr nur die Män­ner die Kar­rie­re machen. Vie­le Frau­en stre­ben eben­falls hohe beruf­li­che Zie­le an. Frau­en sind häu­fig bes­ser aus­ge­bil­det, machen Abitur, stu­die­ren und pro­mo­vie­ren immer häu­fi­ger. Den­noch blei­ben sie oft auf der Stre­cke, sobald sie eine Fami­lie grün­den. Nicht nur, dass Frau­en län­ger in Eltern­zeit blei­ben, sie arbei­ten nach der Rück­kehr oft in Teil­zeit, weil sie sich um ihre Kin­der küm­mern. Kin­der­be­treu­ung ist auch heu­te noch häu­fig Auf­ga­be der Mütter.Die Teil­zeit­fal­le schnappt dann mit aller Här­te zu. Denn eine Rück­kehr in einen Voll­zeit-Job ist für vie­le dann schwierig.

Elternzeit und Auszeiten gut planen

Im Lau­fe ihres Lebens ver­die­nen Frau­en im Schnitt weni­ger als Män­ner – das Gen­der-Pay-Gap lässt grü­ßen. Die Fol­ge sind weni­ger Ren­ten­an­sprü­che, weil über die Jah­re weni­ger Ren­ten­punk­te ange­sam­melt wur­den. Die Ren­ten­lü­cke aus­zu­glei­chen, ist ange­sichts des ohne­hin meist nied­ri­gen Ein­kom­mens, gar nicht so ein­fach. Sich recht­zei­tig um sei­ne Kar­rie­re zu küm­mern, Eltern­zeit und Aus­zei­ten gut zu pla­nen, ist dar­um essenziell.

Zudem soll­te jede Frau ihr Human­ka­pi­tal im Blick haben, sich also fort­lau­fend dar­um küm­mern, Fach­wis­sen aus­zu­bau­en und die eige­nen Qua­li­fi­ka­tio­nen zu ver­bes­sern. Fort- und Wei­ter­bil­dun­gen in Anspruch zu neh­men, kann einen im Job wei­ter­brin­gen. Eine beson­ders Kar­rie­re för­dern­de Maß­nah­me kann ein berufs­be­glei­ten­des Stu­di­um sein. Par­al­lel dazu soll­te jede Ange­stell­te mutig genug sein, Gehalts­ver­hand­lun­gen zu füh­ren und ein höhe­res Gehalt zu ver­han­deln, auch wenn das schwer fällt. Es gibt eini­ge Tipps- und Tricks, die bei Gehalts­ver­hand­lun­gen nütz­lich sein kön­nen – das wich­tigs­te aber ist, über­haupt nach mehr Geld zu fra­gen. Eben­so von Bedeu­tung ist ein gutes Netz­werk. Kon­tak­te in ande­re Unter­neh­men und Bran­chen, zu Exper­ten und Mei­nungs­füh­rern kann Gold wert sein. Heut­zu­ta­ge fin­det die­ses Net­wor­king längst nicht mehr nur auf Mes­sen oder Geschäfts­ter­mi­nen statt. Auch in den sozia­len wird genetz­werkt was das Zeug hält – wie man ein Pro­fil auf Platt­for­men wie Lin­kedin oder Xing anlegt und pflegt, soll­te sich jeder aneignen.

Selbstständigkeit

Auch selbst ein Unter­neh­men zu grün­den ist eine Opti­on. Das Risi­ko, sich selbst­stän­dig zu machen, ist zwar nicht uner­heb­lich, es birgt aber auch enor­me Chan­cen. Eine gan­ze Rei­he jun­ger inspi­rie­ren­der Grün­de­rin­nen mischt die Start-Up-Sze­ne in Deutsch­land auf. Sie zie­hen in Auf­sichts­rä­te gro­ßer Unter­neh­men ein und bewei­sen: Ver­ein­bar­keit von Beruf und Fami­lie ist mach­bar – selbst mit solch ver­ant­wor­tungs­vol­len Pos­ten. Wer eine Grün­dungs­idee hat, soll­te nicht zögern, son­dern die Angst vor dem Schei­tern über­win­den. Einen Busi­ness-Plan zu erstel­len, Geld­ge­ber zu fin­den und ein Unter­neh­men juris­tisch auf sta­bi­le Füße zu stel­len, ist mit den rich­ti­gen Exper­ten kein Pro­blem. Zudem ist es rat­sam, sich wäh­rend des Grün­dungs­pro­zes­ses pro­fes­sio­nel beglei­ten zu las­sen. Coa­ches hel­fen einem, die wich­ti­gen Din­ge im Blick zu behal­ten. Men­to­ren oder Men­to­ring-Pro­gramm sind geeig­net, um von den Erfah­run­gen ande­rer Men­schen zu pro­fi­tie­ren. In jedem Fall för­dern sie die per­sön­li­che Wei­ter­ent­wick­lung – und auf die kommt es im Arbeits­le­ben eben­falls an.

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