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Vorläufiges Endergebnis: SPD mit 25,7 Prozent Nummer Eins vor Union

2021-09-27T10:22:50+02:0027. September 2021|

Die SPD ist dem vor­läu­fi­gen amt­li­chen End­ergeb­nis zufol­ge als stärks­te Kraft aus der Bun­des­tags­wahl her­vor­ge­gan­gen. Sie kommt auf 25,7 (2017: 20,5) Pro­zent, wie der Bun­des­wahl­lei­ter am Mon­tag mit­teil­te. CDU/CSU errei­chen 24,1 (2017: 32,9) Pro­zent. Die Grü­nen stei­gen mit 14,8 Pro­zent zur Num­mer drei auf, gefolgt von der FDP mit 11,5 Pro­zent. Die AfD ver­liert und erringt 10,3 Pro­zent (2017: 12,7). Die Links­par­tei erhält zwar nur 4,9 Pro­zent, zieht aber durch den Gewinn von drei Direkt­man­da­ten in den 20. Deut­schen Bun­des­tag ein.

Nach der Bun­des­tags­wahl kommt auf Grü­ne und FDP eine zen­tra­le Rol­le bei der Bil­dung der neu­en Bun­des­re­gie­rung zu. Zwar bean­spruch­ten sowohl die SPD als auch CDU/CSU am Mon­tag das Anrecht auf den Ein­zug ins Kanz­ler­amt. Sozi­al­de­mo­kra­ten und Uni­on sind aber auf eine Drei­er-Koali­ti­on ange­wie­sen, um die Regie­rungs­mehr­heit zu errei­chen. Wäh­rend die Grü­nen ihre Prä­fe­renz für eine Ampel­ko­ali­ti­on mit der SPD und der FDP unter einen Kanz­ler Olaf Scholz (SPD) bekräf­tig­ten, favo­ri­sier­te die FDP die Zusam­men­ar­beit in einer Jamai­ka-Koali­ti­on mit Uni­on und Grü­nen unter einem Kanz­ler Armin Laschet (CDU). Grü­ne und FDP erklär­ten, zu zweit ein Zusam­men­ge­hen in einer Koali­ti­on zu son­die­ren und nicht nur getrennt mit SPD bezie­hungs­wei­se Uni­on zu sprechen.

Neuauflage der großen Koalition wollen SPD und Union vermeiden

Eine Neu­auf­la­ge der gro­ßen Koali­ti­on wol­len SPD und Uni­on ver­mei­den, ein rot-grün-rotes Bünd­nis hät­te kei­ne Mehr­heit und die AfD wird von allen übri­gen Par­tei­en als Koali­ti­ons­part­ner aus­ge­schlos­sen. Nach dem vor­läu­fi­gen amt­li­chen End­ergeb­nis ging die SPD mit 25,7 Pro­zent als stärks­te Kraft aus der Abstim­mung her­vor. CDU/CSU erreich­ten 24,1 Pro­zent. Die Grü­nen kamen auf 14,8 Pro­zent, die FDP auf 11,5 Pro­zent. Für die AfD stimm­ten 10,3 Pro­zent. Die Links­par­tei erhielt zwar nur 4,9 Pro­zent, zieht aber durch den Gewinn von drei Direkt­man­da­ten auch mit Lis­ten­kan­di­da­ten in den Bun­des­tag ein.

Bei der Sitz­ver­tei­lung kommt die SPD dem­nach auf 206 Sit­ze, die Uni­on auf 196 Sit­ze, die Grü­nen 118 Sit­ze und die FDP auf 92 Sit­ze. Die AfD belegt 83 Man­da­te, die Lin­ke 39. Der Süd­schles­wig­sche Wäh­ler­ver­band (SSW) erhält nach einer Son­der­re­gel einen Sitz. Damit hät­te eine Ampel­ko­ali­ti­on zehn Stim­men mehr als eine Jamaika-Koaliton.

Grüne und FDP wollen Gemeinsamkeiten ausloten

Der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de der Grü­nen im Bun­des­tag, Anton Hof­rei­ter, kün­dig­te am Mon­tag an, es wer­de in einem “sehr klei­nen Kreis” mit der FDP über die Bil­dung einer gemein­sa­men Regie­rung gespro­chen. “Da wird man sehen, was gibt es an Gemein­sam­kei­ten? Was ver­spricht die ande­re Sei­te, damit das klap­pen kann”, sag­te er in der ARD. Auch der FDP-Vize Wolf­gang Kubicki spracht sich dafür aus, dass Libe­ra­le und Grü­ne gemein­sa­me Lini­en fest­le­gen soll­ten. “Es wäre ins­ge­samt am sinn­volls­ten, wenn sich Freie Demo­kra­ten und Grü­ne vor­her ver­stän­di­gen wür­den, was gemein­sam durch­setz­bar ist und was nicht”, sag­te er der Fun­ke Mediengruppe.

Neben inhalt­li­chen Dif­fe­ren­zen wie in der Kli­ma- und Steu­er­po­li­tik wird es bei den grün-gel­ben Gesprä­chen vor­aus­sicht­lich auch um Minis­ter­pos­ten gehen. Bei­de Par­tei­en wol­len den künf­ti­gen Finanz­mi­nis­ter stel­len. SPD, Uni­on, Grü­ne und Grü­ne ver­mie­den zunächst, rote Lini­en für Regie­rungs­bünd­nis­se zu betonen.

SPD Anspruch auf den Posten des Bundeskanzlers?

SPD-Gene­ral­se­kre­tär Lars Kling­beil bekräf­tig­te den Anspruch sei­ner Par­tei auf den Pos­ten des Bun­des­kanz­lers. “Die SPD liegt auf Platz eins. Wir haben die Wahl gewon­nen”, sag­te er in der ARD. Man wer­de dar­um kämp­fen, dass Scholz Kanz­ler wer­de. SPD-Co-Chef Nor­bert Wal­ter-Bor­jans sprach CDU-Chef Laschet im Deutsch­land­funk die Legi­ti­ma­ti­on für die Bil­dung einer Regie­rung ab. “Wenn man mit Abstand Zwei­ter wird (…), dann hat man zwar die Mög­lich­keit, aber das mora­li­sche Recht hat man nicht.”

CDU-Gene­ral­se­kre­tär Paul Zie­mi­ak zeig­te sich über­zeugt, dass es eine Chan­ce gebe, eine Koali­ti­on mit Grü­nen und FDP zu bil­den. Es gehe jetzt um die Fra­ge, ob man “ein ech­tes Zukunfts­pro­jekt” schaf­fe, sag­te er in der ARD. Laschet wis­se, wie man eine Koali­ti­on zusammenhalte.

Kling­beil und Zie­mi­ak kün­dig­ten an, die Par­tei­gre­mi­en wür­den am (heu­ti­gen) Mon­tag die wei­te­ren Schrit­te bera­ten. Auch die ande­ren Par­tei­en wol­len in ihren Spit­zen­gre­mi­en ihr Vor­ge­hen fest­le­gen. Trotz der schwie­ri­gen Aus­gangs­la­ge, die erst­mals seit Jahr­zehn­ten ein Drei­er-Bünd­nis im Bund not­wen­dig macht, signa­li­sier­ten SPD, Uni­on, Grü­ne und FDP, mona­te­lan­ge Son­die­run­gen wie 2017 zu ver­mei­den. Die Bil­dung einer neu­en Regie­rung sol­le viel schnel­ler gehen.

Auf­ge­ru­fen zur Abstim­mung waren 60,4 Mil­lio­nen Deut­sche. Die Wahl­be­tei­li­gung lag dem Bun­des­wahl­lei­ter bei 76,6 Pro­zent und damit etwas höher als 2017 mit 76,2 Prozent.

rtr

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