• Constanze Hintze, Geschäftsführerin von Svea Kuschel + Kolleginnen
    Constanze Hintze, Geschäftsführerin von Svea Kuschel + Kolleginnen, ©Svea Kuschel + Kolleginnen

Statt trügerische Sicherheit lieber vielversprechendes Risiko

2021-12-16T12:37:33+01:0016. November 2021|

Schon wie­der ein Rekord am Finanz­markt. Seit mehr als fünf Jah­ren bewe­gen sich die Ren­di­ten deut­scher Bun­des­an­lei­hen mit 5 Jah­ren Lauf­zeit unter der Null-Linie. Was für den Finanz­mi­nis­ter nach einem Eldo­ra­do klingt, ist für den Anle­ger die pure Katastrophe.

Von Con­stan­ze Hintze

Spon­so­red Post

War­um, um Him­mels wil­len, kau­fen Anle­ger trotz­dem die­se Wert­pa­pie­re? Ein Grund ist die Sicher­heit die­ser Anla­gen. In Kri­sen­pha­sen gel­ten Bun­des­an­lei­hen als siche­rer Hafen. Der deut­sche Staat ist einer der soli­des­ten Schuld­ner der Welt, ein Zah­lungs­aus­fall gilt als nahe­zu aus­ge­schlos­sen. Deut­sche Staats­an­lei­hen sind des­halb mit dem höchs­ten Boni­täts­sie­gel — einem AAA-Rating – gekürt.

Fakt ist aber auch: Anle­ger machen bei die­ser Art der Geld­an­la­ge einen dop­pel­ten Ver­lust. Neben dem rei­nen Kurs­ver­lust aus dem Wert­pa­pier wird nach Abzug der Infla­ti­on die Minus­ren­di­te noch grö­ßer. Bei einer aktu­ell gemes­se­nen Infla­ti­on von 5,2% beträgt die Real­ver­zin­sung von 5‑jährigen Staats­an­lei­hen ‑5,8%. Wer so spart, spart sich arm.

Es ist zu befürch­ten, dass die Infla­ti­on kein vor­über­ge­hen­des Phä­no­men ist und sich län­ger­fris­tig auf „um-die-2-bis‑3%“ ein­pen­deln wird. Des­halb soll­te jeder sei­ne eige­ne Anla­ge­stra­te­gie einem Check unter­zie­hen. Dabei liegt die Lösung auf der Hand und ich kann gar nicht oft genug dafür wer­ben: Akti­en, Akti­en, Akti­en. Inter­na­tio­nal diver­si­fi­zier­te Akti­en­stra­te­gien sind ein wich­ti­ger Bestand­teil der Ver­mö­gens­an­la­ge und des erfolg­rei­chen Ver­mö­gens­auf­baus. Wer in Akti­en inves­tiert, inves­tiert in Unter­neh­mens­er­folg. Nur so kann in Null­zins­zei­ten ein rea­ler Kauf­kraf­ter­halt plus (!) Ver­mö­gens­meh­rung erzielt werden.

Welcher Anlegertyp bist Du?

Bei der Geld­an­la­ge gibt es vor allem drei Fra­gen, die jede Anle­ge­rin für sich beant­wor­ten muss. Ers­tens: Wie­viel Risi­ko ver­tra­ge ich? Je höher die Ertrags­er­war­tung, des­to höher muss die per­sön­li­che Risi­ko­be­reit­schaft und des­to grö­ßer darf der Anteil an Akti­en sein. Zwei­tens: Wie inten­siv und mit wie­viel Zeit möch­te ich mich dar­um küm­mern? Wer ande­re Schwer­punk­te und Lei­den­schaf­ten hat, soll­te das Manage­ment dele­gie­ren und Invest­ment­fonds oder Stra­te­gie­de­pots wäh­len. Drit­tens: Wie wich­tig ist mir eine nach­hal­ti­ge Anla­ge­rich­tung? Die aller­meis­ten Anle­ge­rin­nen möch­ten mit Blick auf den Kli­ma­wan­del und die zahl­rei­chen öko­lo­gi­schen und gesell­schaft­li­chen Her­aus­for­de­run­gen „rich­tig“ inves­tie­ren. In unse­rer Bera­tung legen wir des­halb Wert auf aktiv gema­nag­te Port­fo­li­os, die – anders als die belieb­ten ETFs – nicht ein­fach nur einen Akti­en-Index abbil­den, son­dern sinn­vol­le Akzen­te set­zen und die Akti­en­quo­te – also Risi­ken und Chan­cen – vari­ie­ren. Unse­re Schwer­punk­te bil­den der­zeit die USA und welt­wei­te Unter­neh­men aus dem Bereich Datensicherheit/Cyberabwehr sowie der Gesund­heits­markt. Auch die Bran­che der Solar­ener­gie­un­ter­neh­men sehe ich posi­tiv. Die­se haben in den ver­gan­ge­nen Jah­ren eher under­per­for­med und dürf­ten sich jetzt ange­sichts der neu­en Ber­li­ner Poli­tik gut entwickeln.

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