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    Bauzinsen, © Foxstudio/stock.adobe.com

So sichern Sie sich die niedrigen Bauzinsen

2021-12-06T09:15:21+01:004. Dezember 2021|

Bau­geld wird vor­aus­sicht­lich dau­er­haft teu­rer, sagen Expert:innenHauskäufer:innen haben meh­re­re Mög­lich­kei­ten, sich jetzt noch eine güns­ti­ge Finan­zie­rung zu sichern.   

Von Julia Groth

Wer ein Haus kau­fen will oder einen Immo­bi­li­en­kre­dit abbe­zahlt und bald eine Anschluss­fi­nan­zie­rung benö­tigt, dürf­te es bereits bemerkt haben: Die Bau­zin­sen stei­gen wie­der. Seit Anfang Sep­tem­ber sind sie von rund 0,75 Pro­zent auf knapp unter ein Pro­zent geklet­tert. Vie­le Marktbeobachter:innen rech­nen damit, dass sich die­ser Trend fort­setzt und die Zeit der ultra-nied­ri­gen Zin­sen zu Ende geht. 

Ob Bau­fi­nan­zie­run­gen dau­er­haft teu­rer wer­den, hängt von vie­len Fak­to­ren ab. Die Höhe der Bau­zin­sen ori­en­tiert sich an der Ren­di­te deut­scher Staats­an­lei­hen. Die­se hängt unter ande­rem mit dem Leit­zins zusam­men, den die Euro­päi­sche Zen­tral­bank (EZB) an Fak­to­ren wie der Infla­ti­ons­ra­te und der Kon­junk­tur­ent­wick­lung aus­rich­tet. Pro­gno­sen sind also schwie­rig. Zugleich kann schon ein mode­ra­ter Zins­an­stieg die Kre­dit­kos­ten spür­bar in die Höhe trei­ben. Wer auf Num­mer sicher gehen will, hat meh­re­re Mög­lich­kei­ten, sich die immer noch güns­ti­gen Zin­sen für die Zukunft zu sichern. 

  • Lan­ge Zins­bin­dung. Wer einen Immo­bi­li­en­kre­dit auf­nimmt, kann wäh­len, wie lan­ge die­ser lau­fen soll. Für die Dau­er der Lauf­zeit sind die Zin­sen übli­cher­wei­se fest­ge­schrie­ben. Gehen Hauskäufer:innen davon aus, dass die Zin­sen auf lan­ge Sicht deut­lich stei­gen, kön­nen sie statt der gän­gi­gen 10 oder 15 Jah­re eine Zins­bin­dungs­frist von 20 oder 25 Jah­ren wäh­len. Kre­di­te mit so lan­gen Lauf­zei­ten sind aller­dings gene­rell etwas teu­rer. Die Bank kom­pen­siert damit ihr eige­nes Zins­än­de­rungs­ri­si­ko. 
  • For­ward-Dar­le­hen. „Wenn wie jetzt eher stei­gen­de Zin­sen erwar­tet wer­den und Zins- und Pla­nungs­si­cher­heit für die Zukunft gewünscht wird, ist das eine gute Opti­on“, sagt Mir­jam Mohr, Vor­stän­din des Finan­zie­rungs­ver­mitt­lers Inter­hyp. Bankkund:innen mit lau­fen­dem Kre­dit sichern sich mit For­ward-Dar­le­hen das aktu­el­le Zins­ni­veau für ihre Anschluss­fi­nan­zie­rung. Dafür zah­len sie einen soge­nann­ten For­ward-Auf­schlag. Des­sen Höhe rich­tet sich danach, wie weit vor dem Ende der lau­fen­den Finan­zie­rung das For­ward-Dar­le­hen abge­schlos­sen wird. „Bei vier bis fünf Jah­ren im Vor­aus sind die Auf­schlä­ge rela­tiv hoch“, warnt Mohr. 
  • Bau­spar-Kom­bi­dar­le­hen. Bei die­sen Pro­duk­ten aus dem Sor­ti­ment der Bau­spar­kas­sen han­delt es sich um eine Kom­bi­na­ti­on aus einem Sofort­dar­le­hen, einem Bau­spar­ver­trag und einem Bau­spar­dar­le­hen. Nach Aus­zah­lung des Sofort­dar­le­hens spart man zunächst in einen Bau­spar­ver­trag, mit dem man spä­ter einen Teil des ers­ten Dar­le­hens tilgt. Der Rest wird in ein Bau­spar­dar­le­hen umge­schul­det, des­sen Zin­sen bereits zu Ver­trags­ab­schluss fest­ge­schrie­ben wer­den. In bestimm­ten Fäl­len kön­ne die­se Lösung sinn­voll sein, sagt Mohr. Es bedarf aller­dings einer genau­en Prü­fung, denn Kom­bi­dar­le­hen sind sehr kom­pli­ziert und mit vie­len Unsi­cher­hei­ten behaf­tet. 
  • Voll­til­ger­dar­le­hen. Der Vor­teil die­ser Dar­le­hen: Am Ende der Lauf­zeit sind sie abbe­zahlt. Es bleibt kei­ne Rest­schuld übrig, für die man eine Anschluss­fi­nan­zie­rung zum dann herr­schen­den Zins­ni­veau bräuch­te. Aber Ach­tung: Kön­nen Darlehensnehmer:innen ihre Raten zwi­schen­zeit­lich nicht mehr bedie­nen, for­dert die Bank oft nicht nur die aus­ste­hen­den Zah­lun­gen, son­dern auch eine Entschädigung.
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