Serie: Weg vom Big Business2020-03-12T12:55:21+01:00
Karriere

Die Aus­bil­dung ist been­det oder das Studi­um absolviert und dann ist er da: Der erste Job. Für viele Absol­ven­ten ist es erst­mal wichtig, einen Fuß in die Tür zu bekom­men und keine Lücke im Lebenslauf zu haben. Viele der Bewer­ber sind sog­ar hoff­nungs­los überqual­i­fiziert für ihren Ein­stiegsjob, bei Frauen immer­hin 50 Prozent. Das Ziel der meis­ten Absol­ven­ten: erst­mal arbeit­en und sich aus dem fes­ten Sat­tel der Fes­tanstel­lung den Job zu wech­seln. Allerd­ings ist es schw­er, das aufzu­holen, was man in den ersten Jahren ver­passt hat. Kar­ri­erechan­cen und Auf­stiegschan­cen sind geringer als wenn man direkt in einem den Qual­i­fika­tio­nen entsprechen­den Job ges­tartet hätte. Eine solide Kar­ri­ere­pla­nung ist darum sehr wichtig. Wichtig ist es zudem, von Anfang an sein Gehalt möglichst hoch zu ver­han­deln und das Gehalt auch regelmäßig neu zu ver­han­deln.

Teilzeit

Längst sind es nicht mehr nur die Män­ner die Kar­riere machen. Viele Frauen streben eben­falls hohe beru­fliche Ziele an. Frauen sind häu­fig bess­er aus­ge­bildet, machen Abitur, studieren und pro­movieren immer häu­figer. Den­noch bleiben sie oft auf der Strecke, sobald sie eine Fam­i­lie grün­den. Nicht nur, dass Frauen länger in Elternzeit bleiben, sie arbeit­en nach der Rück­kehr oft in Teilzeit, weil sie sich um ihre Kinder küm­mern. Kinder­be­treu­ung ist auch heute noch häu­fig Auf­gabe der Mütter.Die Teilzeit­falle schnappt dann mit aller Härte zu. Denn eine Rück­kehr in einen Vol­lzeit-Job ist für viele dann schwierig.

Elternzeit und Auszeiten gut planen

Im Laufe ihres Lebens ver­di­enen Frauen im Schnitt weniger als Män­ner – das Gen­der-Pay-Gap lässt grüßen. Die Folge sind weniger Rente­nansprüche, weil über die Jahre weniger Renten­punk­te ange­sam­melt wur­den. Die Renten­lücke auszu­gle­ichen, ist angesichts des ohne­hin meist niedri­gen Einkom­mens, gar nicht so ein­fach. Sich rechtzeit­ig um seine Kar­riere zu küm­mern, Elternzeit und Auszeit­en gut zu pla­nen, ist darum essen­ziell.

Zudem sollte jede Frau ihr Humankap­i­tal im Blick haben, sich also fort­laufend darum küm­mern, Fach­wis­sen auszubauen und die eige­nen Qual­i­fika­tio­nen zu verbessern. Fort- und Weit­er­bil­dun­gen in Anspruch zu nehmen, kann einen im Job weit­er­brin­gen. Eine beson­ders Kar­riere fördernde Maß­nahme kann ein berufs­be­glei­t­en­des Studi­um sein. Par­al­lel dazu sollte jede Angestellte mutig genug sein, Gehaltsver­hand­lun­gen zu führen und ein höheres Gehalt zu ver­han­deln, auch wenn das schw­er fällt. Es gibt einige Tipps- und Tricks, die bei Gehaltsver­hand­lun­gen nüt­zlich sein kön­nen – das wichtig­ste aber ist, über­haupt nach mehr Geld zu fra­gen. Eben­so von Bedeu­tung ist ein gutes Net­zw­erk. Kon­tak­te in andere Unternehmen und Branchen, zu Experten und Mei­n­ungs­führern kann Gold wert sein. Heutzu­tage find­et dieses Net­work­ing längst nicht mehr nur auf Messen oder Geschäft­ster­mi­nen statt. Auch in den sozialen wird genet­zw­erkt was das Zeug hält – wie man ein Pro­fil auf Plat­tfor­men wie Linkedin oder Xing anlegt und pflegt, sollte sich jed­er aneignen.

Selbstständigkeit

Auch selb­st ein Unternehmen zu grün­den ist eine Option. Das Risiko, sich selb­st­ständig zu machen, ist zwar nicht uner­he­blich, es birgt aber auch enorme Chan­cen. Eine ganze Rei­he junger inspiri­eren­der Grün­derin­nen mis­cht die Start-Up-Szene in Deutsch­land auf. Sie ziehen in Auf­sicht­sräte großer Unternehmen ein und beweisen: Vere­in­barkeit von Beruf und Fam­i­lie ist mach­bar – selb­st mit solch ver­ant­wor­tungsvollen Posten. Wer eine Grün­dungsidee hat, sollte nicht zögern, son­dern die Angst vor dem Scheit­ern über­winden. Einen Busi­ness-Plan zu erstellen, Geldge­ber zu find­en und ein Unternehmen juris­tisch auf sta­bile Füße zu stellen, ist mit den richti­gen Experten kein Prob­lem. Zudem ist es rat­sam, sich während des Grün­dung­sprozess­es pro­fes­sionel begleit­en zu lassen. Coach­es helfen einem, die wichti­gen Dinge im Blick zu behal­ten. Men­toren oder Men­tor­ing-Pro­gramm sind geeignet, um von den Erfahrun­gen ander­er Men­schen zu prof­i­tieren. In jedem Fall fördern sie die per­sön­liche Weit­er­en­twick­lung – und auf die kommt es im Arbeit­sleben eben­falls an.

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