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  • Gender Pay Gap gibt es auch in Finanzberufen, ©mixetto/iStock

Gender Pay Gap bei Finanzfachleuten: Das sind die Ergebnisse

2022-08-19T13:04:16+02:0019. August 2022|

Der Soft­ware­an­bie­ter Spen­desk hat unter fast 1.000 Mit­glie­dern der CFO Con­nect Com­mu­ni­ty eine Umfra­ge zum Gehalts­ver­gleich unter Finanz­fach­leu­ten geführt. Mit ein­deu­ti­gen Ergebnissen.

Wie viel ver­die­nen Finanz­fach­leu­te aktu­ell? Wie steht es um Gen­der Pay Gap und Remo­te Work? Sol­chen Fra­gen stell­ten sich die Finanz­chefs und Finanz­fach­leu­te aus der CFO Con­nect Com­mu­ni­ty. Die Teil­neh­mer kamen vor allem aus Deutsch­land, Groß­bri­tan­ni­en, Frank­reich und den USA.

Die Pro­ble­ma­tik des Gen­der Pay Gaps ist bekannt. Finanz­be­ru­fe bil­den da kei­ne Aus­nah­me. Wie die Umfra­ge im Gesam­ten zeig­te, ver­die­nen Män­ner in Finanz­teams durch­schnitt­lich 116.500 Euro im Jahr. Frau­en lie­gen im Schnitt bei 103.000 Euro also 13 Pro­zent nied­ri­ger. In eini­gen Län­dern ist die­ser Unter­schied noch deut­li­cher: In Groß­bri­tan­ni­en ver­die­nen Frau­en etwa 30 Pro­zent weni­ger, in Deutsch­land liegt der Unter­schied bei 29 Prozent.

Gender Pay Gap schon am Anfang der Karriere

Der Gen­der Pay Gap beginnt bereits am Anfang der Kar­rie­re, Frau­en zwi­schen 25 und 30 Jah­ren ver­die­nen im Schnitt 24 Pro­zent weni­ger als ihre männ­li­chen Kol­le­gen. Zwi­schen 30 und 40 Jah­ren ver­rin­gert sich die Kluft auf zehn Pro­zent, bevor sie dann zwi­schen 40 und 50 Jah­ren wie­der auf 20,5 Pro­zent zulegt. Der Fami­li­en­sta­tus hat dabei offen­bar jedoch kei­nen Ein­fluss auf das Lohngefälle.

Ins­ge­samt fühlt sich die Mehr­heit der Finanz­fach­leu­te (65,4 Pro­zent) gerecht ent­lohnt. Inter­es­sant: 67 Pro­zent der Frau­en fin­den ihre Bezah­lung ange­mes­sen, wäh­rend es bei den Män­nern nur 55 Pro­zent sind – obwohl Frau­en weni­ger ver­die­nen. In Deutsch­land ist der Unter­schied nicht so deut­lich. Hier zeig­ten sich 71,5 Pro­zent der Frau­en und 68,5 Pro­zent der Män­ner zufrie­den mit ihrem Gehalt.

Remote Work im Vormarsch

Neben Gehäl­tern und Gen­der Pay Gap war auch Remo­te Work ein The­ma der Umfra­ge. Die­se zeig­te, dass nur zwei Pro­zent der Befrag­ten jeden Tag im Büro arbei­ten. 17,5 Pro­zent arbei­ten gele­gent­lich remo­te. Der überwiegende Teil (61,5 Pro­zent) arbei­tet in einem hybri­den Modell, 19 Pro­zent arbei­ten kom­plett remo­te. Unter­schie­de gibt es vor allem beim Alter: Wäh­rend nur sehr weni­ge der unter 30-Jäh­ri­gen voll­stän­dig remo­te arbei­ten, ist es bei älte­ren Finanz­fach­leu­ten ein grö­ße­rer Anteil. Inter­es­san­ter­wei­se arbei­ten Frau­en häufiger vollständig remo­te als Männer (Frau­en: 26 Pro­zent, Männer 16,5 Pro­zent). Unter den Eltern ist es umge­kehrt: Hier arbei­ten 60 Pro­zent der Männer vollständig remo­te und 50 Pro­zent der Frauen.

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