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  • Die Familie Taihuttu hat ihr gesamtes Vermögen in Bitcoins gesteckt, ©The Bitcoin Family/Taihuttu

Das gesamte Vermögen in Bitcoin: Eine Familie reist um die Welt

2022-10-05T13:56:18+02:005. Oktober 2022|

Seit sechs Jah­ren reist die Fami­lie Tai­huttu um die Welt. Mittel­wei­se gibt es eini­ge, die es ihnen gleich­tun. Also: Was macht sie so beson­ders? Ihr gesam­tes Ver­mö­gen steckt in Bit­coin. Aber ist das eine siche­re Bank?

Von Mat­thi­as Lauerer

Im Novem­ber 2021 stieg der Kurs einer digi­ta­len Mün­zen auf sagen­haf­te 69.000 US-Dol­lar. Seit­dem ging es steil berg­ab. Doch was heißt das alles für eine fünf­köp­fi­ge Fami­lie mit drei Kin­dern, die sich mit Wohl und Wehe die­ser Idee ver­schrie­ben hat und die all ihre Rech­nun­gen damit begleicht? Ist das nur eine Schnaps­idee, ein­fach geni­al oder liegt die Ant­wort irgend­wo dazwi­schen? Ihr gesam­tes Hab und Gut haben Vater Didi Tai­huttu, Mama Romai­ne Tai­huttu und die Kin­der Joli, Jun­na und Jes­sa vor Jah­ren ver­kauft und das Geld voll­stän­dig in Bit­coin gesteckt.

Profifußballer und Firmengründer

Der Nie­der­län­der Didi schil­dert: „Ich wur­de ‘78 gebo­ren und bin im Sys­tem auf­ge­wach­sen wie jeder ande­re auch. Ich habe in der Jugend Pro­fi­fuß­ball gespielt, bis ich 20 war, und nach dem Schul­ab­schluss habe ich schnell gemerkt, dass ich nicht als Ange­stell­ter gebo­ren bin.“ Er grün­det sein ers­tes Unterneh­men und in den „fol­gen­den Jah­ren baut er drei erfolg­rei­che Fir­men auf.“ Es läuft sehr gut für die Tai­hut­tus.

Früher Tod der Eltern  

Dann stirbt plötz­lich sei­ne Mut­ter mit nur 48 Jah­ren und der Vater mit 61. „Wäh­rend die­ser schwe­ren Zei­ten begann ich mehr und mehr nach­zu­den­ken und ent­deck­te, dass das Leben, das ich führ­te, nicht jenes war, das ich füh­ren woll­te. Ich erfuhr, dass das Leben sehr schnell ver­ge­hen kann und dass ich mich ändern muss­te. Ich ver­kauf­te mei­ne Unter­neh­men und begann, mit mei­ner Fami­lie zu rei­sen, um alle mei­ne Lei­den­schaf­ten zu verbinden.“ 

Familienglück  

„Mei­ne Frau stimm­te zu, dass wir als rei­sen­de Fami­lie sehr glück­lich waren und dass wir den Kin­dern bei­brin­gen muss­ten, dass sie auch ohne den gan­zen Luxus, den wir frü­her hat­ten, glück­lich sein kön­nen. Also beschlos­sen wir, unser Haus und all unse­re ande­ren Besitz­tü­mer zu ver­kau­fen, um die (R-)Evolution zu unter­stüt­zen, und stie­gen voll auf Bit­coin um“, so Tai­hut­to weiter.

Wie war das noch gleich mit Bitcoin?

Die neue Freiheit passt in zwei Ruck­sä­cke und beinhal­tet kei­ne Luxus­gü­ter. „Wäh­rend der Rei­sen erin­ner­te mich ein Freund dar­an, die ‘Bit­coin-Mün­zen’ zu über­prü­fen, die ich 2013 geschürft hat­te.“ Didi erkennt, „dass immer mehr Men­schen ‘Bit­coin’ kau­fen. Also ver­stand ich, dass die mone­tä­re Revo­lu­ti­on begann.

Unterwegs in 43 Staaten

Sie rei­sen in 43 Staa­ten, wie die „Frank­fur­ter All­ge­mei­ne Sonn­tags­zei­tung“ im Som­mer berich­tet. Und „wo immer es mög­lich ist, bezah­len sie mit der neu­en Wäh­rung.“ Nun lebt die Fami­lie seit Juni 2022 in Por­tu­gal und will dort eine Strand­bar im Ört­chen Lagos eröff­nen. In der neu­en Strand­bu­de „BamBam­Be­ach“ ähneln nicht nur die „Bs“ sehr dem Logo der rela­tiv neu­en digi­ta­len Wäh­rung. Nein, dort lässt es sich auch damit bezahlen.

Kaufen statt verkaufen  

Dem US-Nach­rich­ten­sen­der erzählt das Fami­li­en­ober­haupt: „Ich kau­fe täg­lich Bit­coin. Und die Lek­ti­on, die ich in den letz­ten bei­den Zyklen gelernt habe, lau­tet für mich: ‘Wenn die gan­ze Welt aus­flippt und alle den­ken, dass die Wäh­rung abstürzt, dann kau­fe ich mehr davon.’“ Und wes­halb gera­de Por­tu­gal? Dort exis­tiert noch keine Steu­er auf das Zahlungsmittel.

Was ist schon normal?  

Wie man es auch dreht und wen­det: Da ist einer aus dem 08/15-Leben aus­ge­schert und macht es anders. Ist das mit einem Risi­ko ver­bun­den? Sicher und wenn es schief­geht aka die Wäh­rung für immer abrauscht? „Dann ver­kau­fe ich Kokos­nüs­se“, sagt Didi. Man weiß nicht, ob man ihm das glau­ben soll, oder er doch nur mit einem Leben als Aus­stei­ger koket­tiert. 

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