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Patrick Dewayne: „Get started“

2020-09-13T09:36:12+02:007. September 2020|

Get start­ed – oder wie meine Tochter sagt: „Egal was Du machst, mach was.“

„Aller Anfang ist schw­er“, so besagt es eine Redewen­dung. Und wer jet­zt denkt, dass das vor allem beim The­ma Geld im Beson­deren gilt, der find­et sich in ein­er bun­ten Runde von Men­schen wieder, für die das abso­lut unter­schreibenswert ist. Man gehört also zu ein­er Mehrheit, dann muss das also stim­men und richtig sein.

Von Patrick Dewayne

Ist es deswegen aber auch gut?

Meine klare Antwort lautet: Nein. Denn wer beim The­ma Geld nicht gegen den Strom schwimmt und bess­er gestern als heute anfängt, sich mit den gar nicht so kom­plex­en Fak­ten zu beschäfti­gen, wird sich im Rentenal­ter dem Fakt gegenüberse­hen, dass wenn sie oder er nichts erben, nicht viel vom Lohn im Hier und Heute mehr bleibt.

Selb­st wer 2500 Euro als Sin­gle net­to ver­di­ent, zum oberen Vier­tel der Gesellschaft in Sachen Einkom­men gehört, wird aber nicht mehr als die Grun­drente bekom­men, sobald die Rente kommt.

Rund 1100 Euro Grun­drente wer­den wohl laut aktuellen Berech­nun­gen ab dem Jahr 2038 aus­bezahlt. Klingt nach „Kohleausstieg“ der beson­deren Art, vor allem für Frauen hierzu­lande. Statt pos­i­tiv­er CO2-Bilanz, „indi­vidu­ell neg­a­tive finanzielle Frei­heits-Bilanz“, und das bei gle­ichzeit­ig steigen­den Mieten und Lebens­mit­tel­preisen. Wer mich fragt – kein Spaß.

Auch kein Witz, weshalb der Ein­stieg ins Investieren das Nahe­liegend­ste ist, was jede tun sollte, um nicht über­mor­gen wegen indi­vidu­ellen finanziellen Ein­bruchs dumm aus der Wäsche zu schauen.

Das will auch meine Tochter nicht. Sie ist acht Jahre alt und außer­dem beim The­ma Geld und Sparen „the next gen­er­a­tion“ – eine Vor­re­i­t­erin.

Sie sagte neulich: „Wenn ich Dich richtig ver­ste­he Papa, dann lege ich von meinem Taschen­geld jeden Monat rund zehn Prozent zur Seite und kann dann, wenn ich mal alt und faltig bin, gut leben, oder?“

„Unge­fähr so“, sagte ich, mit einem Grin­sen im Gesicht, so alt und faltig finde ich mich näm­lich gar nicht.

„Du sparst ja momen­tan auch schon vieles von dem, was Du so zum Geburt­stag und Wei­h­nacht­en bekommst, beziehungsweise als Taschen­geld bei Dir lan­det. Du bist also daran gewöh­nt, nicht alles auszugeben. Und genau­so machst Du das ein­fach immer weit­er, auch dann, wenn Du mal einen Job hast.

Du gib­st ein­fach nicht alles aus, son­dern investierst. Statt es wie heute in Dein Porzel­lansparschwein zu leg­en, kommt es dann auf ein beson­deres Kon­to, Depot genan­nt. Da ver­mehrt es sich bei gerin­gen Kosten fast von sel­ber, ohne, dass Du Dich die ganze Zeit damit inten­siv beschäfti­gen musst.“

Ich erk­lärte mein­er Tochter dann noch, was ein ETF beste­hend aus den größten Unternehmen der Welt ist. Ich fügte noch hinzu, dass sie, wenn sie ab dem 20. Leben­s­jahr jeden Tag einen Euro dort investiert, bis sie mit voraus­sichtlich 70 in Rente geht, sie dann aus ihren 18.000 Euro über 127.000 Euro erzie­len kön­nte.

Wenn sie das Geld dann liegen lässt, kann sie ihre Rente um gut 690 Euro pro Monat auf­s­tock­en. Und damit wird aus 30 Euro Sparen pro Monat eine „Extrar­ente“.

Wer von Euch, liebe Leserin­nen, mehr sparen kann und Son­derzahlun­gen leis­tet, weil zum Beispiel ein Bonus fäl­lig wird oder das Urlaub­s­geld nur zur Hälfte gebraucht wird für die lang ersehnte Reise, der gibt der zukün­fti­gen Rente nochmals einen Boost.

Wer beispiel­sweise im Schnitt 50 Euro pro Monat spart, lan­det zum Rentenein­trittsalter sog­ar bei rund 213.000 Euro Kap­i­tal. Und wer sog­ar 200 Euro im Schnitt monatlich zurück­legt, kann bis zu 852.000 Euro in dieser Zeit ers­paren, und erhält dann eine Monat­srente von sage und schreibe 4615 Euro, ohne das Kap­i­tal anz­u­fassen.

ETFs, also pas­sive börsen­ge­han­delte Fonds sind momen­tan das „Non­plusul­tra“ beim langfristi­gen Ver­mö­gen­sauf­bau, denn sie haben nur geringe Kosten und schla­gen in 85 bis 90 Prozent der Fälle die aktiv gem­anagten Fonds­brüder in Sachen Per­for­mance.

Ihre Kosten betra­gen oft­mals unter einem Prozent, im Gegen­satz zu den aktiv­en Fonds, wo sich Aus­gabeauf­schläge, Man­age­ment­ge­bühren und pos­i­tive Entwick­lungskosten (Per­for­mance Fee) zu einem wahren Brem­sklotz für die ganz per­sön­liche Gewin­nen­twick­lung Eur­er Anlage entwick­eln kön­nen. Die Durch­schnittskosten liegen dort bei 3,6 Prozent pro Jahr.

Ein Gedanke noch mal ganz all­ge­mein­er Natur. Es gibt aktuell viele umfan­gre­iche Ange­bote und Tipps rund um das The­ma Finanzen, von Frauen für Frauen, oder mit dem Fokus auf weib­liche Fragestel­lun­gen, und ich stelle immer wieder fest, dass Geld kein Geschlecht ken­nt.

Egal ob meine Tochter oder meine Söhne, das Aller­wichtig­ste ist, das Ihr rechtzeit­ig begin­nt, Euch mit dem The­ma Geld kon­struk­tiv und ehrlich auseinan­derzuset­zen. Ich wün­schte, meine Mut­ter hätte das getan, sie würde wesentlich bess­er daste­hen und ich liebe meine Mut­ter über alles.

Hand aufs Herz und zurück zu Euch. Was sind Eure Anlageziele? Wie viel Geld kön­nt Ihr wirk­lich Monat für Monat „parken“, um es als Rent­ner­in in ungeah­n­ter Vervielfachung abzu­rufen?

Was hat Euch bish­er gehemmt, sich dem The­ma Gel­dan­lage & Investieren engagiert­er zu wid­men, und welch­er „Geld­typ“ seid Ihr mit welchem Mind­set?

Bringt Euch Eure Hal­tung ins Bewusst­sein und begin­nt gle­ich mor­gen mit der Umset­zung.

Die größte Chal­lenge ist das Anfan­gen, aber wenn das voll­bracht ist, läuft es wie am Schnürchen – ver­sprochen.

Euer Finanz­coach, Patrick Dewayne

Patrick Dewayne ist gel­ern­ter Bankkauf­mann und startete seine Kar­riere als Aktien­händler vor 20 Jahren. Er arbeit­ete u.a. für die Deutsche Bank in New York und Frank­furt, berichtet regelmäßig als Börsen-Kor­re­spon­dent für den Fernsehsender WELT vom Par­kett und war fach­lich­er Berater und Schaus­piel­er der ZDF-Erfol­gsserie „Bad Banks“. Da ihm das The­ma Bil­dung sehr am Herzen liegt, engagiert er sich bei der Stiftung Rech­nen und der Stiftung Lesen als Botschafter. Kür­zlich erschien sein Finanzrat­ge­ber „Geld kann jed­er & du jet­zt auch“, mit dem er das indi­vidu­ell passende Handw­erk­szeug für den eige­nen Weg am Finanz­markt bietet. Anhand beispiel­hafter Finanz­typen zeigt der Experte, wie man aus jed­er Aus­gangspo­si­tion her­aus Geld bess­er ver­ste­ht, effek­tiv nutzt, klug investiert und gewinnbrin­gend anlegt. Hier geht es zum Inter­view zum Buch.

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