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Sabine Jürgens — Haben wir noch alle Tassen im Schrank?

2020-11-24T11:40:39+01:0024. November 2020|

Ein Plä­doy­er für eine gesunde Psy­che: Sabine Jür­gens ermuntert ihre Leserin­nen sich ganz unbe­fan­gen mit der eige­nen Psy­che zu beschäfti­gen. Mit viel Wortwitz, ein­er schrit­tweisen Her­an­führung und pointierten Zusam­men­fas­sun­gen erk­lärt Jür­gens wie eine See­len­in­ven­tur auch für Selb­stop­ti­mierungsmuf­fel funk­tion­ieren kann.

Von Rebec­ka Hoch

Das Image der Psy­che ist schlecht — Sabine Jür­gens macht sich daran, sie „aus der Kam­mer des Schreck­ens“ zu befreien. Mit solchen Wort­spie­len, in denen die Psy­che auch mal als Dark­room und der Hor­mon­haushalt als Dro­gen­liefer­ant beze­ich­net wird, nimmt die aus­ge­bildete Heil­prak­tik­erin für Psy­chother­a­pie ihre Leserin­nen mit auf eine Erkun­dungs­tour in ihr Inneres.

Dabei wirft sie auch einen Blick auf die Betra­ch­tung der Psy­che in der Ver­gan­gen­heit und den Grün­den für ihren zweifel­haften Ruf. Es bekom­men sowohl die großen Philosophen wie Pla­ton, Sokrates und Aris­tote­les als auch — der Päd­a­gogikun­ter­richt lässt grüßen — Sig­mund Freud ihr Fett in sehr unter­halt­samer Weise weg.

Wo war dieses Buch nur zu Schulzeit­en? Anhand von fik­tiv­en Per­so­n­en und Sit­u­a­tio­nen zeigt Jür­gens leben­snah und ver­ständlich auf, wie unter­schiedlich Charak­tere sein kön­nen und wie sie von ihrer Psy­che bee­in­flusst wer­den.

Die Kapi­tel bauen aufeinan­der auf und begin­nen jew­eils mit ein­er kurzen Zusam­men­fas­sung der vorheri­gen Inhalte — so bleiben die Schritte zur Psy­chohy­giene nachvol­lziehbar und auf sich selb­st über­trag­bar.

Das Buch ist für alle geeignet, die sich manch­mal fra­gen, ob ihre Mack­en im All­t­ag wohl eigentlich ther­a­piebedürftig sind. Die beruhi­gende Antwort der Autorin: In der Regel ist unsere Psy­che kernge­sund.

Damit das so bleibt, lohnt sich die regelmäßige Auseinan­der­set­zung mit den eige­nen Bedürfnis­sen, Werten und Vorstel­lun­gen. Denn ähn­lich zu unserem Kör­p­er braucht auch unsere Psy­che Zuwen­dung.

Dafür ist es wichtig, die eigene Per­sön­lichkeit­stö­nung zu ken­nen, Facetten zeigen zu kön­nen und sich der eige­nen Angstschw­er­punk­te bewusst zu sein. Dies alles befähigt uns, unbeschw­ert­er durchs Leben zu gehen und alte Glaubenssätze über Bord zu wer­fen.

Jür­gens ver­fügt über die Fähigkeit kom­plexe Sachver­halte in leichter Sprache darzustellen. Ihre humorige Schreibe hat sie bere­its unter anderem als Co-Autorin für Ilka Bessin — vie­len noch immer als Cindy aus Marzahn bekan­nt — unter Beweis gestellt.

Ihr wun­der­bares Mundw­erk ver­rät ihre Herkun­ft aus dem Ruhrge­bi­et und passt her­vor­ra­gend zu ihrem heuti­gen Wohnort Berlin. Da möchte man gle­ich eine Sitzung bei ihr als Coach buchen. Ein Prob­lem wird sich schon find­en lassen!

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Ein Ehrenamt eröffnet neue Perspektiven

Elis­a­beth Fre­un­del (37) arbeit­ete über 20 Jahre lang als Kat­a­log-Fotografin. 2019 zog sie einen Schlussstrich unter ihr altes Leben. Heute ist Elis­a­beth Fre­un­del in einem ganz anderen Bere­ich tätig – und auch pri­vat hat sich viel verän­dert. Eine entschei­dende Rolle spielt dabei ihr ehre­namtlich­es Engage­ment. Sie unter­stützt nicht nur den ADFC bei der Durch­führung von Ver­anstal­tun­gen und küm­mert sich um den Insta­gram-Auftritt, son­dern engagiert sich zusät­zlich auch bei Green City.

Vom Ehrenamt in die Festanstellung

Ria Kor­tum ist studierte Heilpäd­a­gogin und seit 2017 bei der Deutschen Kinderkreb­ss­tiftung für „Pro­jek­t­man­age­ment und psy­chosoziale The­men“ zuständig. Zuvor engagierte sich die Mut­ter von Zwill­in­gen, die selb­st sehr jung an Krebs erkrank­te, ehre­namtlich für die Stiftung. “Ein Ehre­namt kann dabei helfen, auszu­loten, wo die eigene beru­fliche Reise hinge­hen soll”, ermutigt Rita Kor­tum. Ein bewe­gen­des Plä­doy­er für Mut und Behar­rlichkeit. 

Rosa lebt!

Die deutsche Hebamme Tan­ja Hock kam vor 15 Jahren als Ehre­namtliche nach Mada­gaskar. Die große Not – vor allem von Frauen und Kindern – erschüt­terte sie tief. Sie blieb, grün­dete die Mobile Hil­fe Mada­gaskar und baute ein drin­gend benötigtes Kranken­haus. Courage-Chefredak­teurin Daniela Mey­er begleit­ete sie per Buschflieger zu ein­er drama­tis­chen Not-OP, die ihr bis heute in Erin­nerung blieb. “OP ist über­all da, wo es einen Not­fall gibt und schnell operiert wer­den muss.”

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