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„Fehler bei der Geldanlage haben mir geholfen“

2020-06-05T09:40:22+02:003. Juni 2020|

Viele tun sich beim ersten Schritt an der Börse sehr schw­er − meist aus Angst, Fehler zu machen. Doch oft lassen sie dadurch wertvolle Zeit ver­stre­ichen. Dass Fehler beim Investieren dazu gehören, weiß Anke Pauli, die mit­tler­weile eine Finanz-Com­mu­ni­ty für Frauen gegrün­det hat, aus eigen­er Erfahrung. Nach­dem sie aus Invest­ment­fehlern im Bere­ich ETFs viel gel­ernt hat, wagte sie sich mit dem Kauf von Einze­lak­tien erneut auf unbekan­ntes Ter­rain – und war wieder nicht gefeit vor Fehlern.

Von Anke Pauli

Nach­dem ich mich in Sachen ETFs gut aufgestellt fühlte, reizte es mich auch, in Einze­lak­tien, von denen ich überzeugt war, zu investieren. Doch auch hier zahlte ich Lehrgeld:

Meine erste Einzelaktie

Noch Mitte 2017 kaufte ich meine erste Einze­lak­tie − gle­ich 57 Stück, da ich von dem Unternehmen überzeugt war. Das war schon ein aufre­gen­des Gefühl, als die Aktien­an­teile dann in meinem Depot aufge­führt und ich somit Aktionärin und Miteigen­tümerin dieses Unternehmens war!

Ich beobachtete die Kursen­twick­lung dann auch täglich und freute mich, dass der Kurs stetig anstieg. So vergin­gen nur knapp fünf Monate, als es mich in den Fin­gern juck­te und ich auf den „Verkaufen“-Knopf drück­te. Ich verkaufte direkt alle 57 Aktien­an­teile und freute mich riesig. Die erste Aktie und gle­ich ein Gewinn von etwas über 1000 Euro! Wie klasse!

Und dann? Ger­ade mal eine Woche später kaufte ich erneut 39 Stück dieser Aktie − zu einem leicht höheren Kurs als zu dem, zu dem ich sie zulet­zt verkauft hat­te. Der Kurs stieg dann auch noch leicht an. Kurze Zeit später präsen­tierte das Unternehmen ein neues Pro­dukt, das jedoch nicht ganz die Erwartun­gen traf. Im Gegen­teil, es gab sog­ar recht viele kri­tis­che Stim­men.

Ner­vosität machte sich bei mir bre­it. Ich blick­te ständig in mein Depot und glaubte, der Kurs würde jeden Moment abstürzen. Let­z­tendlich war ich dann so weit und wollte nicht länger warten − ich verkaufte kurz­er­hand alle 39 Aktien­an­teile. Mit einem Gewinn von immer­hin rund 270 Euro.

Langfristige Strategie

Und heute? Der Kurs dieser Aktie liegt trotz Coro­na-Krise aktuell bei um die 277 Euro pro Aktie − ich hat­te sie damals erst­ma­lig für 130 Euro pro Aktie gekauft. Hätte ich damals nicht nur den kurzfristi­gen Gewinn vor Augen gehabt und mich vor allem nicht von Emo­tio­nen leit­en lassen, wäre diese Aktie heute wohl ein Über­flieger in meinem Depot! Ja, wäre…

Den Spaß an Einze­lak­tien habe ich dadurch jedoch keineswegs ver­loren − im Gegen­teil. Ich habe mehrere Aktien aus­ge­suchter Unternehmen in meinem Depot, set­ze seit­dem allerd­ings − genau wie bei den ETFs auch − auf eine langfristige Strate­gie.

Rück­blick­end habe ich aus meinen Fehlern viel gel­ernt und bereue es keineswegs, dass ich damals den Mut hat­te und ein­fach los­gelegt habe − auch wenn es aus heutiger Sicht alles andere als die ide­ale Vorge­hensweise war.

Ich tre­ffe immer wieder auf Frauen, die sich für das Investieren an der Börse inter­essieren, dann jedoch lange zögern und Zeit ver­stre­ichen lassen, bis sie in die Umset­zung kom­men. Oft aus Angst, etwas falsch zu machen und beispiel­sweise hin­sichtlich der ETF-Indizes nicht die richtige Auswahl zu tre­f­fen.

Es ist wichtig, sich gut zu informieren, aber man sollte dann auch ins Han­deln kom­men. Denn es muss nicht gle­ich alles per­fekt sein, auch nicht bei der Gel­dan­lage. Ich selb­st wäre rück­blick­end froh gewe­sen, wenn ich schon viel früher mit dem Investieren ange­fan­gen hätte und nicht erst mit 40 − aber lieber spät als gar nicht!

Anke Pauli hat 2019 das Onlinepor­tal Geld­fre­undin­nen gegrün­det mit dem Ziel, Frauen nicht nur zu ermuti­gen, ihre Finanzen selb­st in die Hand zu nehmen, son­dern dass sie dies auch mit Spaß und Begeis­terung tun. Unter­stützt wird sie bei ihrer Mis­sion von Fach­frauen, die unter anderem Webina­re, Onlinekurse und Work­shops zu The­men rund um Geld­man­age­ment, Finanz­pla­nung, Gel­dan­lage, Gehaltsver­hand­lung und mehr anbi­eten.

Erfahrun­gen in Sachen ETFs von Anke Pauli sind nachzule­sen hier.

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