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Finanzbildung für Kinder und Eltern

2020-02-10T13:51:12+01:0023. November 2019|

Die häu­fig­sten Fehler beim Umgang mit Geld sind schlicht Unken­nt­nis und fehlen­des Finanzwis­sen. Dabei ist Wis­sen Geld. Eine solide Finanz­bil­dung hil­ft Kindern nicht nur, ein gesun­des Ver­hält­nis zu Geld zu haben, son­dern auch ihren finanziellen IQ zu verbessern. Was Aktien sind, wie Zin­sen funk­tion­ieren und welche Idee hin­ter Sparplä­nen und pas­sivem Einkom­men steckt, ist auch für Kinder inter­es­sant und wichtig.

Von Karoli­na Deck­er

Nur vier von zehn Eltern in Deutsch­land sor­gen für ihr Kind finanziell vor. Zu diesem Schluss kommt das britis­che Mei­n­ungs­forschungsin­sti­tut YouGov. Dabei gibt es viele Möglichkeit­en, für sein Kind Geld zurück­zule­gen und ide­al­er­weise zu investieren. Wie wäre es zum Beispiel, das Kindergeld teil­weise zu sparen und für die Anlage zu nutzen? Je früher im Leben man anfängt zu sparen, desto bess­er. Wer heute 100 Euro anlegt und dafür fünf Prozent Ren­dite pro Jahr erhält, hat nach einem Jahr 105 Euro. Wenn man diese dazuge­wonnenen fünf Euro nicht aus­gibt, son­dern wieder mit anlegt, tra­gen diese zu ein­er erhöht­en Ren­dite im Fol­ge­jahr bei. Dies nen­nt man Zins­eszin­sef­fekt. So beschrieb Albert Ein­stein den Zins­eszin­sef­fekt als das „achte Weltwun­der“.

Welchen Effekt der Zins­eszin­sef­fekt hat, kann man an einem Beispiel gut erken­nen: Ein Paar legt das gesamte Kindergeld von derzeit 204 Euro pro Monat von der Geburt des Kindes zurück. Die Invest­mentstrate­gie sieht einen Aktien­an­teil von 70 Prozent vor. Die derzeit­ig erwartete Ren­dite liegt bei 6,14 Prozent pro Jahr. Zu seinem 18. Geburt­stag kann sich der Nach­wuchs dann über die stat­tliche Summe von fast 80.000 Euro freuen (eventuell fall­en noch Steuern an).

Finanzbildung für Kinder umfasst auch Wertpapiere

Spar­buch war gestern. Die langfristig bessere Alter­na­tive ist die Anlage in Wert­pa­piere – auch das sollte die Finanz­bil­dung für Kinder umfassen. Auf lange Sicht haben Anleger mit Wert­pa­pieren gute Chan­cen, attrak­tive Ren­diten zu erzie­len. Das sollte Eltern ermuti­gen, sich von klas­sis­chen Spar­ern zu Aktien­in­ve­storen zu wan­deln. Eltern, die für ihre Kinder in Wert­pa­piere investieren möcht­en, kön­nen entwed­er schon heute ein Depot für das Kind anle­gen. Alter­na­tiv kön­nen sie das Geld aber zunächst natür­lich auch auf eige­nen Namen anle­gen und das Depot zu einem späteren Zeit­punkt auf das Kind über­tra­gen.

Wichtig bei der Finanz­bil­dung für Kinder ist es zudem, sie mit ins Boot zu holen. Sie sollen den Umgang mit Geld ler­nen – beispiel­sweise durch Taschen­geld – und die ver­schiede­nen Wert­pa­pier­arten ver­ste­hen. So haben sie später keine Berührungsäng­ste damit.

Elternstrategieplan für die Finanzbildung der Kinder

Das Fin­tech-Start-up Fin­Marie hat einen Eltern­strate­gieplan entwick­elt, um Kindern den Umgang mit Geld näherzubrin­gen. Er funk­tion­iert gut mit Kindern ab zwölf Jahren.

Stufe 1 — finanzielle Ziele

Set­zt euch gemein­sam mit eurem Kind finanzielle Ziele und helft ihm, einen Finanz­plan aufzustellen, um diese Ziele zu erre­ichen.

Stufe 2 — Haushalts­buch

Führt ein Haushalts­buch über eure Aus­gaben. Lasst euch von eurem Kind dabei helfen, Rech­nun­gen abzuheften, nach­dem sie bezahlt wur­den. Gute Buch­führung ist eine erlernte Gewohn­heit.

Stufe 3 — Praxis­er­fahrun­gen

Lasst euer Kind eine Einkauf­s­liste erstellen und es allein einkaufen gehen. Danach soll das Kind auf­schreiben, was für jede Mahlzeit aus­gegeben wurde. Und wichtig: Lasst euer Kind Erfahrun­gen mit Bargeld sam­meln. Das hil­ft dabei, ein Gefühl für Größenord­nun­gen von Geld zu entwick­eln.

Über die Autorin:

Die Diplom-Volk­swirt Karoli­na Deck­er blickt zurück auf zehn Jahre Banken­er­fahrung im Kap­i­tal­mark­t­geschäft. Vor der Grün­dung von Fin­Marie und Mind the Gap e.V. war sie für den Ver­trieb von Immo­bilien­fi­nanzierun­gen ver­ant­wortlich, hat­te Per­son­alver­ant­wor­tung für 20 Mitar­beit­er und ver­ant­wortete ein Finanzierungsvol­u­men von 250 Mil­lio­nen Euro pro Jahr. Anschließend war sie bei der Deutschen Bank in Berlin im Bere­ich Com­pli­ance tätig. Karoli­na besitzt die Geschäft­ser­laub­nis nach §34f GewO. Ihr Ziel mit Fin­Marie: die Welt des Anle­gens endlich ver­ständlich­er, gün­stiger und ren­ditestärk­er zu machen.

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