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Weihnachten ohne Geschenke

2019-12-23T09:42:56+01:0022. Dezember 2019|

Wei­h­nacht­en ist das Fest der Liebe, das Fest der Fam­i­lie und das Fest des Schenkens. Umfra­gen zufolge plant jed­er Deutsche, 2019 rund 475 Euro für Wei­h­nachts­geschenke auszugeben. Ganz oben auf der Liste der beliebtesten Geschenke ste­hen Gutscheine, Büch­er und – wenig ver­wun­der­lich – Kinder­spielzeug. Let­zteres wird auch bei mir unterm Wei­h­nachts­baum liegen – das war es dann aber auch schon. Wir haben Geschenke zu Wei­h­nacht­en vor eini­gen Jahren in unser­er Fam­i­lie weitest­ge­hend abgeschafft. Nur noch die Kinder wer­den beschenkt, anson­sten find­et bei uns Wei­h­nacht­en ohne Geschenke statt – und das ist vor allem eins: her­rlich entspan­nend.

Von Astrid Zehbe

Es mag Men­schen geben, die darin aufge­hen, ab Sep­tem­ber ellen­lange Lis­ten mit Geschenkideen zu erstellen, stun­den­lang im Inter­net auf Shop­ping­tour gehen und auch nicht davor zurückschreck­en, sich ins Getüm­mel über­füll­ter Geschäfte zu stürzen. Sie kaufen, pack­en ein, deko­ri­eren liebevoll und stellen sich dann noch frei­willig in vor­wei­h­nachtliche Post-Schlangen an. Meine Fam­i­lie und ich gehören eher nicht dazu.

Weihnachten ohne Geschenke ist vor allem eins: sehr entspannend

Geschenke sind toll, gar keine Frage, aber zu Wei­h­nacht­en ner­ven sie. Wenn ich von unser­er liebge­wonnenen Fam­i­lien­tra­di­tion „Wei­h­nacht­en ohne Geschenke“ erzäh­le, sind die Reak­tio­nen unter­schiedlich und meis­tens irgend­wie betrof­fen. Recht häu­fig wird die Frage gestellt, ob Wei­h­nacht­en ohne Geschenke nicht furcht­bar trau­rig und lang­weilig sei.

Nein, ist es nicht. Im Gegen­teil, es ist sehr erheit­ernd, weil es – uns zumin­d­est – Raum für das Wesentliche gibt: zusam­men zu sein, Spaß zu haben und nach guter preußis­ch­er Manier Kartof­fel­salat mit Würstchen in sich hineinzuschaufeln. Ganz zu schweigen davon, dass man sich ja auch im Vor­feld viel Stress und Zeit erspart hat.

Seit ver­gan­genem Jahr haben wir unser Konzept, Wei­h­nacht­en ohne Geschenke zu feiern, allerd­ings ein wenig aufgewe­icht: Eine Fre­undin berichtete mir begeis­tert vom Räu­ber­wichteln. Dabei besorgt jedes Fam­i­lien­mit­glied ein Geschenk im Wert von beispiel­sweise zehn Euro. Es sollte sich um etwas han­deln, über das sich min­destens 50 Prozent der Wichtel­teil­nehmer freuen wür­den. Um diese Geschenke wird dann mit ver­schärften Regeln gewichtelt.

Räuberwichteln: Unsere Regeln

Neben einem Sachgeschenk im Wert von fünf bis zehn Euro besorgt bei uns jed­er noch etwas – im Ide­al­fall selb­st­gemacht­es – Kuli­nar­isches. Die Wichtelgeschenke wer­den ver­packt und anonym in die Mitte des Tis­ches gelegt. Dann wird rei­hum gewür­felt. Der erste, der eine Sechs wür­felt, darf sich ein Geschenk aus­suchen und vor sich hin­le­gen. Der näch­ste, der eine Sechs wür­felt darf sich eben­falls ein Geschenk nehmen oder aber er stib­itzt das Geschenk des ersten Sech-Wür­flers. Wird eine Eins gewür­felt, muss das Geschenk – sofern bere­its eines erwichtelt wurde – aus­gepackt wer­den. Bei ein­er Zwei darf man sein Geschenk beliebig mit ein­er anderen Per­son tauschen. Bei ein­er Drei wer­den die Geschenke im Uhrzeiger weit­ergegeben, bei ein­er Vier in die ent­ge­genge­set­zte Rich­tung. Wird eine Fünf gewür­felt, tauschen die Sitz­nach­barn links und rechts ihre Geschenke.

Wenn alle Geschenke im Umlauf sind, wird ein Timer für zehn (oder auch mehr) Minuten gestellt. Ist die Zeit vorüber, darf jed­er das Geschenk behal­ten, das er zu diesem Zeit­punkt hat. Für jede Sechs, die gewür­felt wird, wenn bere­its der Timer läuft, kön­nte man noch die Zusatzregel ein­führen, dass ein Schluck von Tante Ernas Eier­likör genom­men wer­den muss. Bei uns in der Fam­i­lie bedarf es solch­er Stim­mungsaufheller allerd­ings nicht. Denn allein die Jagd nach dem ver­meintlich besten Geschenk ist ein Hei­denspaß.

Last-Minute-Geschenktipp: Der ultimative Quarkstollen

Mein Sachgeschenk für dieses Jahr kann ich lei­der noch nicht ver­rat­en, mein kuli­nar­isches schon: Es ist ein Quark­stollen, nach dem meine Fam­i­lie ver­rückt ist. Das Rezept habe ich vor eini­gen Jahren von ein­er Fre­undin erhal­ten – es ist super ein­fach und super leck­er, und jed­er will es haben: Man ver­mis­che 700g Mehl, 300g gemah­lene Hasel­nüsse, 2 Päckchen Back­pul­ver, 300g Zuck­er, 2 Päckchen Vanillezuck­er, 2 Flaschen Rumaro­ma, 2 Flaschen Zitro­ne­naro­ma, 4 Eier, 400g Mar­garine /Butter (am besten 250g But­ter, Rest Mar­garine), 500g Quark, 500g Rosi­nen, 100g Zitronat, 100g Orangeat, 300g Man­deln (Stifte oder Blättchen) und backe den Teig bei 150 Grad Cel­sius für ca. 80 Minuten. Zack, fer­tig!

Passend hierzu soll auch ein­er mein­er Lieblingswitze nicht uner­wäh­nt bleiben: Tre­f­fen sich zwei Rosi­nen. Fragt die eine: „Wieso hast du ’ne Stirn­lampe auf?“ Darauf die andere: „Ich muss jet­zt in den Stollen.“

In diesem Sinne wün­sche ich Euch allen ein entspan­ntes und heit­eres Wei­h­nachts­fest im Kreise Eur­er Lieb­sten. Genießt die Feiertage und habt einen guten Rutsch in ein gesun­des, schönes und kreatives Jahr 2020! Und pro­biert das ruhig mal aus mit diesem Wei­h­nacht­en ohne Geschenke!

Astrid Zehbe
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