Beziehung und Liebe2020-02-10T13:53:52+01:00

„Finger weg von meinem Geld, Schatz“

Der berühmte Psy­chologe und Paar­ber­ater Michael Mary schrieb mehrere Büch­er zum The­ma Geld und Liebe. Wie geht man konkret vor, wenn es inner­halb ein­er Beziehung ein Geldthe­ma zu klären gibt? Hier gibt Michael Mary vier konkrete Tipps, wie du mit deinem Part­ner am besten über Geld redest.

Geld und Liebe|

Ein Börsenklub für Schüler

In Deutsch­land wis­sen laut Stu­di­en vor allem Kinder und Jugendliche kaum etwas über Gel­dan­lage, Aktien und Börse. Finanz­bil­dung man­gel­haft! Trotz­dem wird an deutschen Schulen das Fach Finanzen noch immer nicht unter­richtet. Eine Aus­nahme ist ein Gym­na­si­um in Wein­heim.

Finanz­bil­dung|

Nur das Beste zum Feste

Der Hochzeit­stag ist ange­blich der schön­ste Tag im Leben. Die große Liebe muss ordentlich gefeiert wer­den. Das kann teuer wer­den. Einige Paare ver­schulden sich gar, um ihre Hochzeit zu finanzieren. Die Heiratsin­dus­trie freut sich und ver­di­ent kräftig mit am Liebesglück.

Hochzeit|
Beziehung

In ein­er Beziehung mit dem Part­ner über Geld reden? Gar nicht so ein­fach. Auch in Fre­und­schaften wird wenig über Geld gere­det – vor allem Frauen the­ma­tisieren Geld kaum. Und zwar nicht, weil es lang­weilig ist, son­dern vor allem, weil es mit Scham behaftet ist, als unro­man­tisch gilt und als nicht salon­fähig. Dabei wäre wichtig, Geld zu the­ma­tisieren.

Geld­bil­dung ist schon im Kinde­salter wichtig. Ler­nen Kinder nicht, vernün­ftig mit Geld umzuge­hen, wer­den sie auch im Erwach­se­nenal­ter Prob­leme damit haben. Denn Ver­hal­tens­muster vererben sich, denn Eltern sind Vor­bilder. Einen guten Umgang mit Geld beizubrin­gen, heißt vor allem, die richtige Bal­ance zwis­chen kon­sum­ieren und sparen zu lehren. Eltern soll­ten dabei vor Begrif­f­en wie Div­i­den­den und Zin­sen nicht zurückschreck­en. Kinder ver­ste­hen Geld oft bess­er, als viele denken — wenn man es nur gut erk­lärt.

Beziehung und Geld

Auch in Part­ner­schaften ist es wichtig, Geld- und Finanzthe­men nicht zu tabuisieren. Geld ist ein­er der häu­fig­sten Kon­flik­taus­lös­er in ein­er Beziehung. Prallt das Kon­sum- und Sparver­hal­ten aufeinan­der, ist es in erster Lin­ie wichtig, darüber zu reden. Dabei geht es nicht um Fra­gen wie „Wer bezahlt die Rech­nung im Restau­rant“, son­dern eher „Welche Ziele habe ich? Welche Ziele haben wir?“. Dabei geht es eben nicht nur um das Hier und Jet­zt, son­dern auch um die gemein­same finanzielle Zukun­ft­s­pla­nung in ein­er Beziehung. Risikolebensver­sicherung, Baus­parver­trag und Ehev­er­trag sind Stich­worte, die in diesem Zusam­men­hang disku­tiert wer­den kön­nten.

Beziehung und Kinder

Hat man gemein­same Kinder ist ein Geld-Gespräch zwis­chen den Part­nern noch wichtiger, vor allem dann wenn eine Partei – in der Regel die Frau – für län­gere Zeit zu Hause bleibt, um sich um die Kinder zu küm­mern. Durch die Elternzeit gehen Renten­punk­te ver­loren, so dass man zum Beispiel eine Aus­gle­ich­szahlung des arbei­t­en­den Part­ners in Erwä­gung ziehen sollte. Denn nicht umson­st ist Alter­sar­mut weib­lich: Nicht nur die in der Elternzeit ver­passten Renten­punk­te, son­dern vor allem die sich oft anschließende Teilzeit-Arbeit nach der Elternzeit fällt vie­len Frauen auf die Füße. Dazu kom­men ohne­hin niedrigere Gehäl­ter, da Frauen eher in Jobs mit gerin­gerem Lohn­niveau arbeit­en, zum Beispiel im Einzel­han­del oder im Sozial­we­sen.

Gender-Pay-Gap

Um dieses Gen­der-Pay-Gap zu schließen, hil­ft es auch, mit seinen Fre­un­den und Fre­undin­nen über Geld und das eigene Gehalt zu reden. Es hil­ft, den eige­nen Mark­twert einzuschätzen und sich zu trauen, höhere Gehalts­forderun­gen zu stellen. The­men wie Ver­mö­genswirk­same Leis­tun­gen oder Beruf­sun­fähigkeitsver­sicherung eignen sich, das Gespräch zu starten und dann tiefer in die Materie einzusteigen.

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