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Aktienfonds und Aktien-ETFs für Sparpläne: Hohe Rendite für Langfristanlegerinnen mit Nerven

2021-07-21T13:10:01+02:0021. Juli 2021|

Glo­bal inves­tie­ren­de Akti­en­fonds sind für Spar­plä­ne her­vor­ra­gend geeig­net. „ETFs sind dabei die bes­te Wahl“, sagt Mer­ten Larisch, Finanz­ex­per­te der Ver­brau­cher­zen­tra­le Bay­ern. Die bes­ten Tipps.

Von Andre­as Höss

Unter Anleger:innen hat sich das längst her­um­ge­spro­chen: Bei den gro­ßen Online­bro­kern sind ETFs von Anbie­ter wie iSha­res, Amun­di oder Lyxor auf den glo­ba­len Akti­en­in­dex MSCI World die belieb­tes­ten Spar­plan­pro­duk­te. Wer einen die­ser ETFs bespart, macht viel rich­tig: Die Manage­ment­ge­büh­ren sind güns­tig, und Aus­ga­be­auf­schlä­ge entfallen.

Zudem bün­delt ein ETF-Anteil rund 1600 Akti­en aus 23 Indus­trie­län­dern, dar­un­ter etwa die Papie­re von Apple, Tes­la, Nest­lé, Sie­mens, Total oder der Alli­anz. Sie streu­en also Risi­ken über vie­le Kon­zer­ne, Bran­chen und Län­der. Einen ech­ten Quer­schnitt der Welt­wirt­schaft erhal­ten Anleger:innen aber erst mit ETFs auf die noch brei­te­ren Indi­zes MSCI All Coun­try World oder FTSE All World, denn hier sind zusätz­lich Akti­en aus Schwel­len­län­dern wie Chi­na, Indi­en oder Bra­si­li­en ver­tre­ten. Der Anteil von US-Akti­en sinkt gleich­zei­tig von zwei Drit­teln auf unter 60 Prozent.

Erstaun­li­cher­wei­se sind die­se Indi­zes bis­her in ETF-Spar­plä­nen gegen­über dem klas­si­schen MSCI World aber unter­re­prä­sen­tiert. Obwohl ETFs nur stur in alle im Index notier­ten Akti­en inves­tie­ren, anstatt beson­ders aus­sichts­rei­che Titel her­aus­zu­fil­tern, ist ihre Ren­di­te bes­tens: Auf Dau­er schla­gen sie die meis­ten aktiv gema­nag­ten Fonds klar.

In zwei Fäl­len kann man den­noch über Spar­plä­ne für aktiv gema­nag­te Fonds nach­den­ken. Ers­tens: Wenn die Fonds lang­fris­tig doch deut­lich bes­ser sind als die pas­si­ven Ver­gleichs­pro­duk­te. In den ver­gan­ge­nen zehn Jah­ren schaff­ten das zum Bei­spiel der Alli­anz Inter­glo­bal und der Mor­gan Stan­ley Glo­bal Oppor­tu­ni­ty, die 240 bezie­hungs­wei­se über 450 Pro­zent Gewinn brachten.

Zum Ver­gleich: Beim MSCI World waren es „nur“ knapp über 200 Pro­zent. In den letz­ten fünf Jah­ren schlug sich außer­dem der erst 2013 auf­ge­leg­te Main­First Glo­bal Equi­ties sehr gut, der mit deut­lich weni­ger US-Akti­en und deut­lich mehr euro­päi­schen und asia­ti­schen Titeln im Port­fo­lio einen eigen­stän­di­gen Ansatz ver­folgt. Aber: Nicht jeder Fonds wird bei jedem Bro­ker als Spar­plan ange­bo­ten. Außer­dem wer­den bei belieb­ten Pro­duk­ten oft Aus­ga­be­auf­schlä­ge von zwei bis fünf Pro­zent fällig.

Zwei­tens sind aktiv gema­nag­te Fonds im soge­nann­ten ESG-Bereich, wo man auf Kri­te­ri­en wie Umwelt­schutz und gute Unter­neh­mens­füh­rung ach­tet, oft die glaub­wür­di­ge­ren und kon­sis­ten­te­ren Pro­duk­te. Denn pas­si­ve ETFs auf nach­hal­ti­ge Indi­zes wie den MSCI World SRI ver­zich­ten zwar auf Akti­en aus umstrit­te­nen Bran­chen wie Koh­le oder Waf­fen­bau und bie­ten so ein Min­dest­maß an Nach­hal­tig­keit. Sie unter­zie­hen aber nicht jeden ihrer vie­len Titel einer indi­vi­du­el­len Gewis­sens­ent­schei­dung. Akti­ve Fonds wie der Öko­world Öko­vi­si­on oder der Nor­dea Cli­ma­te & Envi­ron­ment tun das und inves­tie­ren zusätz­lich vor allem gezielt in Fir­men, die Umwelt­pro­ble­me lösen wol­len. Im Öko­world-Fonds sind das etwa der Ent­sor­ger Was­te Manage­ment oder der Umwelt- und Ana­ly­se­tech­ni­ker Euro­fins, im Nor­dea-Fonds fin­det sich unter ande­rem die Aktie des Müll­ent­sor­gers Repu­blic Ser­vices. Für Über­zeu­gungs­tä­ter sind die­se Fonds trotz hoher Gebüh­ren des­halb die bes­se­re Wahl.

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