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  • Dr.-medic stom. (RO) Diana Svoboda MSc, MSc, Gründerin der diPura Zahnklinik, ©Deniz Soruklu/diPura Zahnklinik

Zahnmedizin: Selbständigkeit in der eigenen Zahnklinik

2022-09-29T12:41:26+02:0029. September 2022|

Vor rund zwan­zig Jah­ren grün­de­te Dr. Dia­na Svo­bo­da ihre eige­ne Zahn­kli­nik in Essen. Heu­te betreibt sie einen zwei­ten Stand­ort in Düs­sel­dorf und ver­treibt ihre eige­ne Gesichts­pfle­ge­li­nie. Wir haben mit ihr dar­über gespro­chen, wie sie zur Zahn­me­di­zin kam und wes­halb sie sich für eine pri­vat­ärzt­li­che Behand­lung ent­schie­den hat. 

Von Isa­bell Angele

courage-online.de: Frau Dr. Svoboda, wie kamen Sie zur Zahnmedizin?  

Dia­na Svo­bo­da: Das war eigent­lich Zufall. Mein Haupt­fach in der Schu­le war Che­mie und ich hat­te vor, auch in die­sem Bereich zu arbei­ten. Aber ich fand die Idee der Selb­stän­dig­keit schon immer sehr reiz­voll. In Rumä­ni­en, wo ich her­kom­me, arbei­te­ten aller­dings oft nur Ärz­te selb­stän­dig. Die klas­si­sche Medi­zi­ner­lauf­bahn war mir mit der Fach­arzt­aus­bil­dung jedoch zu lang­wie­rig. So kam ich auf die Zahn­me­di­zin, wo ich direkt an der Uni arbei­ten konn­te. 

Wie ging es dann weiter? 

Durch die Lie­be kam ich 1995 nach Deutsch­land, wo mein dama­li­ger Mann eine Zahn­arzt­pra­xis in Duis­burg hat­te. Dort habe ich knapp sie­ben Jah­re mit ihm zusam­men­ge­ar­bei­tet.  

Wie kam es dann zur Gründung Ihrer Zahnklinik? 

Mir war klar, dass ich nicht im kas­sen­ärzt­li­chen Sys­tem arbei­ten woll­te. Hier hat man als Zahn­arzt vie­le Ein­schrän­kun­gen und kann nicht so frei arbei­ten wie im pri­vat­ärzt­li­chen Betrieb. Ich habe also ein Kon­zept für mei­ne Zahn­kli­nik erstellt und mich um die Finan­zie­rung geküm­mert. Die Neu­grün­dung einer pri­va­ten Kli­nik ist nicht ganz ein­fach. Dafür braucht es beson­de­re Zulas­sun­gen. Außer­dem unter­schei­den sich eine Kli­nik und eine Pra­xis in ihrer Orga­ni­sa­ti­on. Ins­ge­samt dau­er­te der gan­ze Pro­zess etwa zwei Jah­re. Die diPura Fach­kli­nik für Zah­n­äs­the­tik und Implan­to­lo­gie in Essen habe ich dann 2002 gegrün­det. Da eini­ge mei­ner Pati­en­ten aus Düs­sel­dorf kom­men und sehr wei­te Wege auf sich neh­men muss­ten, wer­den eini­ge Behand­lun­gen seit etwa einem Jahr auch dort in neu­en Räum­lich­kei­ten ange­bo­ten.  

Wie managen Sie beiden Praxen gleichzeitig? 

Ich kann mich natür­lich nicht zwei­tei­len und bin daher meis­tens in der Zahn­kli­nik in Essen. In Düs­sel­dorf bin ich in etwa alle zwei Mona­te bei­spiels­wei­se für Bera­tungs­ter­mi­ne. Ver­schie­de­ne Behand­lun­gen wie die Zahn­rei­ni­gung oder das Bleaching set­zen auch mei­ne Mit­ar­bei­te­rin­nen um.  

Zusätzlich zu ihrer Zahnklinik betreiben Sie die diPura Beauty Linie. Was kann man sich darunter vorstellen? 

Nach mei­nem Ver­ständ­nis ist Zahn­me­di­zin immer ein Zusam­men­spiel aus Lip­pen, Lächeln und den Zäh­nen. Im Vor­der­grund steht natür­lich immer die Funk­ti­on, aber es soll­te auch das Gesamt­bild stim­men. Ergän­zend zu Anti-Aging-The­ra­pien an der Mund­par­tie habe ich des­halb eine eige­ne Gesichts­pfle­ge­li­nie umge­setzt. 

Wie setzt sich ihr Team zusammen? 

Ins­ge­samt habe ich sechs Mit­ar­bei­te­rin­nen, die in der Zahn­kli­nik in Essen mit ange­schlos­se­nem Dent­al­la­bor arbei­ten und mich in Düs­sel­dorf unter­stüt­zen. Zwei sind im Dent­al­la­bor beschäf­tigt, außer­dem gibt es zwei Zahn­arzt­hel­fe­rin­nen, eine Haus­da­me und seit kur­zem auch eine Aus­zu­bil­den­de. 

Sie betreiben die Zahnklinik privatärztlich. Wie hoch ist der Anteil an Kassenpatienten, die zu Ihnen kommen? 

Etwa die Hälf­te mei­ner Pati­en­ten sind eigent­lich in kas­sen­ärzt­li­cher Behand­lung. Für Pri­vat­leis­tun­gen wie Implan­ta­te oder Bleaching, die sie sowie­so sel­ber bezah­len müs­sen, kom­men sie zu mir. 

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