Startseite/Warum der Silber-Boom mit Vorsicht zu genießen ist 

Warum der Silber-Boom mit Vorsicht zu genießen ist 

2021-10-11T09:03:54+02:0010. Oktober 2021|

Immer mehr Anleger:innen set­zen nicht nur auf Gold, son­dern auch auf Sil­ber. Grund dafür sind die star­ken Wert­stei­ge­run­gen des Metalls in den ver­gan­ge­nen Jah­ren. Aber ein Sil­ber-Invest­ment ist nichts für schwa­che Ner­ven. 

Von Celi­ne Schäfer 

Gold ist längst nicht mehr nur dafür bekannt, als Ring an der Hand oder als Ket­te um den Hals zu glit­zern. Viel­mehr gilt das Edel­me­tall als siche­rer Hafen bei der Geld­an­la­ge. Denn anders als Spar­ein­la­gen und Anlei­hen ver­liert es als Sach­wert bei stei­gen­der Infla­ti­on nicht an Wert. Sil­ber ist als Anla­ge­ob­jekt weni­ger bekannt, dabei dürf­te es für vie­le Anleger:innen mit einem Fai­ble für Edel­me­tal­le min­des­tens genau­so inter­es­sant sein. Denn eben­so wie der Gold– ist auch der Sil­ber­preis in den ver­gan­ge­nen drei Jah­ren in die Höhe geschnellt, und zwar um rund 70 Pro­zent. Beim Gold betrug der Wert­zu­wachs „nur“ rund 50 Pro­zent. 

Ein Grund für den Preis­an­stieg: Sil­ber ist für vie­le Indus­trien ein wich­ti­ger Roh­stoff. Der aktu­el­le Wirt­schafts­auf­schwung sorgt des­halb für eine ver­stärk­te Nach­fra­ge. Zum Bei­spiel in der Auto­mo­bil­bran­che: Laut Schät­zun­gen des Sil­ver Insti­tu­te wer­den in einem Fahr­zeug mit Ver­bren­nungs­mo­tor 15 bis 28 Gramm Sil­ber ver­baut, bei Elek­tro- und Hybrid­au­tos sind es noch mehr. Ins­ge­samt soll die Nach­fra­ge allein in die­ser Bran­che im lau­fen­den Jahr um rund elf Pro­zent auf 61 Mil­lio­nen Fein­un­zen stei­gen. Auch die Pho­to­vol­ta­ik­in­dus­trie ist auf Sil­ber ange­wie­sen. Weil die Welt­wirt­schaft grü­ner wer­den muss und immer mehr Solar­an­la­gen gebaut wer­den, steigt auch in die­sem Seg­ment die Nach­fra­ge nach dem Metall. 

Zeichen für weiteren Silber-Preisanstieg stehen gut

Die Zei­chen für einen wei­te­ren Preis­an­stieg ste­hen also gut. Trotz­dem ist der Sil­ber-Boom mit Vor­sicht zu genie­ßen. „Edel­me­tal­le sind eine ris­kan­te Form der Geld­an­la­ge. Sie bie­ten kei­ne Zin­sen oder Divi­den­den, Gewin­ne macht man nur, wenn der Kurs steigt“, warnt die Ver­brau­cher­zen­tra­le Nord­rhein-West­fa­len. Spe­zi­ell bei Sil­ber kommt hin­zu, dass sein Preis rela­tiv stark schwankt. Geht es mit der Wirt­schaft berg­ab, ver­liert näm­lich in der Regel auch das Edel­me­tall an Wert, weil dann die Nach­fra­ge aus der Indus­trie zurück­geht. 

Wer trotz­dem in Sil­ber inves­tie­ren will, hat meh­re­re Mög­lich­kei­ten. Man kann etwa bei einem Edel­me­tall­händ­ler Sil­ber­bar­ren erwer­ben. Die soll­ten aller­dings sicher ver­wahrt wer­den, etwa in einem eige­nen Safe oder in einem – kos­ten­pflich­ti­gen – Schließ­fach bei der Bank. Ein­fa­cher ist es, in Sil­ber-ETCs zu inves­tie­ren. Bei sol­chen soge­nann­ten Exchan­ge-Tra­ded Com­mo­di­ties, bör­sen­ge­han­del­ten Roh­stof­fen, han­delt es sich um phy­sisch besi­cher­te Zer­ti­fi­ka­te. Die Papie­re voll­zie­hen die Ent­wick­lung des Sil­ber­prei­ses nach und sind mit ech­tem Sil­ber hin­ter­legt, das man sich auf Wunsch aus­lie­fern las­sen kann. Sil­ber­fonds dür­fen in Deutsch­land nicht auf­ge­legt wer­den: Fondsmanager:innen kön­nen den Vor­schrif­ten nach höchs­tens 20 Pro­zent des Fonds­vo­lu­mens in einen ein­zi­gen Wert ste­cken. 

Unser gra­tis Newsletter

Noch mehr Infos für dich

Torschluss-Panik Immobilien: Mieten oder kaufen?

Immo­bi­li­en sind vie­ler­orts teu­er. Nicht erst seit der Schief­la­ge des chi­ne­si­schen Immo­bi­li­en-Kon­zerns Ever­gran­de ist das wie­der in unser Bewusst­sein gerückt. Vie­le erle­ben es selbst vor der eige­nen Haus­tür: Wer eine Immo­bi­lie kau­fen möch­te, muss fast dop­pelt so tief die Tasche grei­fen wie vor 15 Jah­ren: Mit his­to­risch güns­ti­gen Zin­sen explo­die­ren Nach­fra­ge und Prei­se. Infla­ti­ons­sor­gen befeu­ern das Geschäft zusätz­lich. Doch was tun? Kau­fen? Mieten?

Cathie Wood: Prophetin des Wandels

Ihre Kar­rie­re begann als “klei­ner Hund unterm Tisch, der nach Krü­meln schnappt”. So beschrieb Cathie Wood ein­mal das prä­gen­de Erleb­nis ihrer frü­hen Kar­rie­re. Es war Mit­te der 80er, Wood hat­te sich nach ihrem Wirt­schafts­stu­di­um ers­te Spo­ren als Öko­no­min ver­dient, nun arbei­te­te sie als Akti­en­ana­lys­tin beim US-Ver­mö­gens­ver­wal­ter Jen­ni­son Asso­cia­tes. Die Toch­ter iri­scher Ein­wan­de­rer woll­te vor­an­kom­men in der Branche. 

Hinterlasse einen Kommentar

Nach oben