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    Sparen - aber richtig, ©Violeta Stoimenova/iStock

Sparen – aber richtig – Dann klappt’s auch mit dem Investieren

2022-01-10T09:03:01+01:007. Januar 2022|

Feh­ler im Umgang mit Geld kann man ver­mei­den. Wenn man sie kennt. Und gera­de zum neu­en Jahr nimmt sich die eine oder ande­re womög­lich vor, sparsam(er) zu sein. Und das Gespar­te dann zu inves­tie­ren.  

Von Ant­je Erhard

Angeb­lich gibt jede:r von uns im Jahr 8.857 Euro für ent­behr­li­che Din­ge aus, ermit­tel­te die Online-Platt­form Welt­spa­ren. Dazu gehö­ren unge­nutz­te Fit­ness-Ver­trä­ge, zu hohe Strom­kos­ten, teu­re Ver­si­che­run­gen und unge­nutz­te Abos. Aber was bringt alles Spa­ren, wenn das Geld dann auf dem Kon­to von den Straf­zin­sen auf­ge­fres­sen wird?! Inves­tie­ren ist bes­ser als Spa­ren. Dazu kom­men wir gleich. Erst ein­mal müs­sen wir ja das Geld haben, um es über­haupt inves­tie­ren zu kön­nen. 

 Zwei Punk­te müs­sen wir immer im Auge behal­ten: Kre­di­te und Rück­la­gen. Hier lau­ern teu­re Feh­ler. Kre­di­te – müs­sen die wirk­lich sein für Auto, Rei­sen und Schnick­schnack? Es ist kein Fre­vel, die­se Fra­ge mit einem „Ja“ zu beant­wor­ten. Aber ein Kre­dit nimmt jeg­li­che Moti­va­ti­on zum Spa­ren: Wer sich Din­ge auf Kre­dit kauft, weil er bzw. sie die­se sofort haben möch­te, ver­liert jeden Anreiz, spar­sam zu sein. Und sich auf etwas zu freu­en. Eigent­lich reicht ein klei­ne­res Auto, eine weni­ger fer­ne Rei­se…   

Um es unmiss­ver­ständ­lich zu sagen bzw. zu schrei­ben: Kre­di­te kön­nen auch lang­fris­tig Nut­zen brin­gen: Etwa wenn wir in eine eige­ne Immo­bi­lie oder in eine Immo­bi­lie zum Ver­mie­ten inves­tie­ren. So genann­te Inves­ti­ti­ons­schul­den sind das. Schul­den, mit denen wir Ver­mö­gen auf­bau­en. Oder Schul­den auf dem Weg zum eige­nen Ein­kom­men, etwa durch Bil­dungs­kre­di­te, die wir nach Aus­bil­dung und Stu­di­um zügig til­gen. Wir müs­sen unter­schei­den – zwi­schen guten und schlech­ten Schul­den. Dazu pla­nen wir einen eige­nen Bei­trag hier bei Cou­ra­ge online: Schaut gern vor­bei, ab 10. Janu­ar könnt ihr hier­zu mehr lesen.  

Umschuldung – Hier schlummert meist Einsparpotential

Wer einen Kre­dit lau­fen hat und fest­stellt, dass die Zin­sen dafür viel zu hoch sind, kann umschul­den. Hier kann man viel Geld spa­ren — oft bis zu einem Drit­tel. Nied­rig­zin­sen haben also auch mal Vor­tei­le. Check24 und ande­re Ver­gleichs­por­ta­le stel­len die Kon­di­tio­nen gegen­über. Wich­tig ist beim Umschul­den: Son­der­til­gun­gen soll­ten mög­lich und kos­ten­los sein. 

Umschul­dun­gen sind vor allem dann sinn­voll, wenn man bis dato einen Dis­po stra­pa­ziert hat. Auch wenn die Zin­sen gesun­ken sind, man aber einen Alt­ver­trag mit hohen Zin­sen hat, lohnt meis­tens die Umschul­dung. Auch dann, wenn sich die Boni­tät ver­bes­sert hat. 

Vor einer Umschul­dung ist die Ana­ly­se des Alt­ver­tra­ges wich­tig: Hin­sicht­lich rest­li­cher Lauf­zeit und Rest­schuld sowie auf Fris­ten zur Ablö­sung des Dar­le­hens. Ori­en­tie­rung bei der Kün­di­gung bie­ten die gesetz­li­chen Fris­ten von drei Mona­ten für Ver­trä­ge, die vor dem 11. Juni 2010 abge­schlos­sen wor­den sind, frist­lo­se Kün­di­gung gilt für Ver­trä­ge ab danach. 

Grund­sätz­lich wich­tig ist eine Über­sicht über die Ver­bind­lich­kei­ten, über alle Ein­nah­men und Aus­ga­ben und ein Plan, wie den Schul­den bei­zu­kom­men ist. Hier ist wich­tig, rea­lis­ti­sche Zie­le zu set­zen. Und mög­lichst viel zu spa­ren. Dazu gleich mehr. 

50–50: Regel Schulden ab- und Kapital aufbauen

Cou­ra­ge-Extra-Tipp: Wer noch Schul­den abzu­bau­en hat, muss nicht ver­za­gen. Es ist ver­nünf­tig, par­al­lel schon mit dem Spa­ren bzw. Inves­tie­ren anzu­fan­gen. Auch mit klei­nen Sum­men. Expert:innen spre­chen dabei von der 50–50-Regel: Die Hälf­te des frei­ver­füg­ba­ren Kapi­tals für die Til­gung der Schul­den, die ande­re Hälf­te zum Kapi­tal­auf­bau ver­wen­den.   

Punkt Zwei sind Rück­la­gen. Die sind am wich­tigs­ten, bevor es mit dem Spa­ren bzw. Inves­tie­ren los­geht. Ich weiß nicht, ob jede:r sechs Monats­ge­häl­ter an Rück­la­gen braucht, um auf der siche­ren Sei­te zu sein – wann ist man das schon? Aber zwei oder drei soll­ten es sein. Für alle Fäl­le. Auf ein Extra-Kon­to.  

Ratgeber: Die Ratschläge sind richtig – aber wir gehen jetzt einen Schritt weiter

Jetzt aber zum Spa­ren: Liest man die Rat­ge­ber-Lite­ra­tur quer, dann heißt es immer wie­der: Spa­re Strom, indem du das Licht aus­schal­test, wenn du den Raum ver­lässt oder zie­he den Ste­cker von Gerä­ten, die du nicht per­ma­nent nutzt. Ver­wen­de Zeit­schal­ter, ver­wen­de LEDs, lass Gerä­te nicht auf Stand by. Auch Tipps zum Was­ser­spa­ren – vor allem war­men Was­sers – haben immer wie­der Kon­junk­tur: Lass es nicht unnö­tig lau­fen, wasch die Wäsche eher mit nied­ri­ge­ren Tem­pe­ra­tu­ren, etc. Nicht zuletzt: Kün­di­ge unge­nutz­te Abos. Wechs­le den Strom-Anbie­ter. Hei­ze Zim­mer nicht, die du nicht benutzt. Koch selbst, statt (zu) oft essen zu gehen. Schau beim Ein­kauf auf Ange­bo­te und kauf nur, was auf dei­ner Lis­te steht. Lass den Cof­fee to go weg. 

Das ist alles rich­tig. Und auch umwelt­freund­lich. Von daher eine gute Idee. In der Sum­me kommt da auch etwas Geld zusam­men. Doch mer­ken wir das im All­tag wirk­lich? Gehen die­se Erspar­nis­se eher unter in der Haus­halts­kas­se? Strom und Hei­zung zu spa­ren, auf die Umwelt zu ach­ten, fin­de ich, ver­ste­hen sich doch aber von selbst. Lasst uns da einen Schritt wei­ter­ge­hen:  

Sparen kann – zusätzlich zu Wasser, Strom, Heizkosten, Abos etc.- auch so gehen:  

1) Was vom Ein­kom­men auf die Sei­te legen 

Wir neh­men zehn Pro­zent unse­res Ein­kom­mens und legen es auf ein Extra-Kon­to. Wirk­lich extra. Schon klar, die Zin­sen sind lächer­lich bzw. nahe­zu abwe­send. Aber wir las­sen das Geld ja nicht dau­er­haft dort: Ist ein bestimm­te Sum­me (Ziel!) zusam­men­ge­kom­men, inves­tie­ren wir es an den Kapi­tal­märk­ten. Jedes Jahr. Wer 10  Pro­zent nicht schafft, legt so viel auf die Sei­te wie mög­lich. 

2) Noch bes­se­re Alter­na­ti­ve: Spar­plan 

Alter­na­ti­ve: Wir legen die 10 Pro­zent gleich in Spar­plä­nen an. Dann müs­sen wir nicht erst eine Sum­me anspa­ren, damit sich das Invest­ment lohnt (schließ­lich kos­tet jeder Akti­en­kauf ja auch Gebüh­ren). Und das Gan­ze läuft auto­ma­tisch, wird regel­mä­ßig vom Giro­kon­to abge­bucht, ohne dass wir uns drum küm­mern müs­sen. Spar­plä­ne las­sen sich auf ver­schie­dens­te Asset­klas­sen von ein­zel­nen Akti­en über ETFs ein­rich­ten. Ab 25 Euro. Es gibt auch wel­che ab einem Euro. Macht aber in punc­to Kos­ten und dem, was da über die Jah­re zusam­men­kommt, kei­nen Sinn.  

Spar­plä­ne wer­den zu einem fest­ge­leg­ten Ter­min, ab Monats­be­ginn, in der Mit­te oder am Ende abge­bucht. Wir spa­ren also nicht, was am Ende des Monats noch übrig ist (das pas­siert dann näm­lich meis­tens doch nicht) – son­dern wir legen uns gleich zu Monats­be­ginn fest. 

Spar­plä­ne sind aber fle­xi­bel und immer wie­der neu anpass­bar: Wenn du mehr inves­tie­ren kannst, setz die Sum­me hoch, ist es eng, fahr sie run­ter. 

Also, Dau­er­auf­trag ein­rich­ten und los geht’s. 

3) 50–30-20 für die Finanz­pla­nung 

Vie­le Berater:innen emp­feh­len die 50–30-20-Regel. Ähn­li­ches Prin­zip: Wir nut­zen 50 Pro­zent unse­rer Ein­künf­te für Fix­kos­ten, 30 Pro­zent für Wün­sche wie Rei­sen etc und 20 Pro­zent zum Spa­ren bzw. Inves­tie­ren. Ich hal­te 20 Pro­zent aber nach vie­len Gesprä­chen mit Leu­ten für recht ambi­tio­niert. Und ist die Hür­de zu hoch, fan­gen vie­le gar nicht erst an. Also, war­um nicht erst ein­mal 10 Pro­zent?! Erhö­hen kön­nen wir immer noch! Ver­ges­sen wir die­ses „Alles oder nichts-Den­ken“. Es geht nicht dar­um, die Spar­zie­le immer zu errei­chen oder gar zu über­tref­fen. Es geht dar­um, anzu­fan­gen. 

4) Gehalts­er­hö­hung – 50 Pro­zent vom Net­to auf die Sei­te 

Gehalts­er­hö­hung bekom­men? Herz­li­chen Glück­wunsch. Da darf man bzw. frau sich erst ein­mal beloh­nen. Sich einen Wunsch erfül­len. 50 Pro­zent von der Net­to-Erhö­hung (na gut, 30 Pro­zent als Kom­pro­miss) kom­men auf das Extra-Kon­to oder in das Depot.   

5) Drei-Kon­ten-Modell 

Das ist ein Ein­nah­men-Aus­ga­ben-Modell, das dar­auf basiert, dass wir uns zuerst bezah­len. Das funk­tio­niert so: Über ein Giro­kon­to lau­fen unse­re finan­zi­el­len Ver­pflich­tun­gen wie Lebens­hal­tung etc. Auf das Spar-Kon­to kommt das Geld, das wir inves­tie­ren bzw. spa­ren wol­len. Wir rich­ten uns einen Dau­er­auf­trag ein, damit vom Ein­kom­men gleich ein gewis­ser Teil abgeht in den Spar­plan. Das drit­te Kon­to, das Spaß­kon­to ist für Urlaub, Frei­zeit etc. gedacht.  

Auch zu zweit funk­tio­niert ein Drei-Kon­ten-Modell. Paa­re mit gemein­sa­mem Giro­kon­to bekom­men ihre Ein­künf­te (Gehalt) auf ein Gemein­schafts­kon­to und bestrei­ten davon die Lebens­hal­tungs­kos­ten. Unab­hän­gig davon hat aber jeder sei­ne eige­nen Kon­ten 2 und 3.  

Wer selb­stän­dig ist, hat ein Geschäfts­kon­to und ein Pri­vat­kon­to. Vom Geschäfts­kon­to gehen Rück­la­gen für Steu­ern und Inves­ti­tio­nen auf ein sepa­ra­tes Kon­to und Gehalt oder Ent­nah­men auf das pri­va­te Kon­to, wovon dann die Spar- und Spaß-Kon­ten gefüt­tert wer­den. 

6) Spar­mo­del­le 

Ich bin kein Ver­fech­ter davon, doch man­chen hilft ein Spar­mo­dell wie die­ses: In Woche 1 und 2 wer­den je 50 Euro ange­legt, in Woche 3 und 4 dann 100 Euro. Woche 5 schlägt mit 50 Euro wie­der zu Buche, Woche 6  wie­der 100 und 7 und 8 dann 150. In Woche 9 wer­den 100 Euro fäl­lig, in der 10. dann 150 Euro. Das wie­der­holt man wie­der und wie­der. 

Spar­mo­dell

WocheSpar­ra­te in Euro 
150
250
3100
4100
550
6100
7150
8150
9100
10150

Ob das funk­tio­niert und wie, kann ich nicht beur­tei­len. Ich müss­te mir eine Erin­ne­rung auf dem Han­dy ein­rich­ten. Ob ich mich dann an die Erin­ne­rung hal­ten wür­de? Schwer zu sagen.  

Eini­ge Ban­ken bie­ten Kon­ten­mo­del­le an, bei denen die Kund:innen bei jeder Kar­ten­zah­lung den Betrag auf­run­den auf vol­le Euros und die­ses Geld auf ein Extra-Kon­to spa­ren kön­nen.  

Alternative: Online-Portale nach dem gleichen Prinzip

Außer­dem gibt es eine Men­ge Spar-Apps, die hel­fen, zum Bei­spiel 52 Wochen lang regel­mä­ßig einen bestimm­ten Betrag mit einem fes­ten Ziel zu spa­ren. Oder bei jeder Han­dy-Nut­zung einen bestimm­ten Betrag auf ein Kon­to ein­zu­zah­len. Oder, oder, oder. Apps gibt es auch für eine Art Haus­halts­buch, um alle Ein­nah­men und Aus­ga­ben zu regis­trie­ren und die Kos­ten kon­trol­lie­ren zu kön­nen. Man­che Apps hin­ter­fra­gen regel­mä­ßig unse­re wie­der­keh­ren­den Aus­ga­ben, ob sie noch Sinn machen. Da gibt es inzwi­schen vie­le durch­dach­te Lösun­gen. 

Eigenes Experiment: Hat geklappt

Eine Sache habe ich in die­sem Jahr umge­setzt, um mei­nem Sohn das Spa­ren bei­zu­brin­gen: Ich habe eine Dose auf­ge­stellt und regel­mä­ßig mit ihm die Mün­zen aus mei­nem Porte­mon­naie in die­se Spar­do­se geleert. Man­che legen jede 1‑Eu­ro-Mün­ze oder jeden 5‑Eu­ro-Schein zurück. Kann man fle­xi­bel hal­ten. Jeden­falls woll­ten wir schau­en, wo wir am Jah­res­en­de ste­hen. Jetzt gera­de war die Dose fast voll. Und mein Klei­ner hat ange­fan­gen zu zäh­len: 200 Euro waren zusam­men­ge­kom­men. Das war mehr, als wir erwar­tet hat­ten. Die­ses Geld bekommt mein Sohn in die­sem Jahr als Anreiz in sein Depot gezahlt und wir über­le­gen gemein­sam, wel­chen sei­ner Spar­plä­ne wir damit füt­tern. Im neu­en Jahr ist er dran: Was vom Taschen­geld übrig­bleibt (oder aber das Geld für Pfand­fla­schen, sofern er uns Eltern beim Weg­brin­gen hilft), kommt in die­se Dose. Mal schau­en… Par­al­lel füt­tern wir Eltern sein Depot mit sei­nem Kin­der­geld wei­ter. Das wird die Basis für sei­ne Aus­bil­dung oder sein Stu­di­um.  

Wir überschätzen ein Jahr – wir unterschätzen den Faktor Zeit

Noch ein Tipp: Beim Spa­ren wie beim Inves­tie­ren gilt im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes: Zeit ist Geld. Viel Zeit ist mehr Geld. Lang­fris­tig klappt Bör­se: Alle 15 Jah­ren waren Akti­en-Invest­ments bis­her posi­tiv – egal wie tief sie zwi­schen­durch gefal­len waren. Das gilt nicht für alle Asset­klas­sen, etwa Roh­stof­fe, Devi­sen etc; auch nicht für neue­re Assets wie Kryp­to-Wäh­run­gen, aber für Akti­en schon. Wir über­schät­zen fast alle gern, was sich in einem Jahr tun kann. Aber wir unter­schät­zen den Fak­tor Zeit bei der Geld­an­la­ge. Ein Bei­spiel – wir haben es oft schon gebracht, aber ich kann es nicht oft genug sagen bzw. schrei­ben:  

Was aus 50 Euro werden kann? >7000, >20.000 oder >40.000 Euro

Wir neh­men jeden Monat 50 Euro, legen sie regel­mä­ßig in einen Spar­plan an und set­zen eine Ren­di­te von fünf Pro­zent nach Infla­ti­on vor­aus. Das ist mit vie­len Akti­en­in­di­zes ohne rie­si­ges Bör­sen­wis­sen mach­bar. Wir spa­ren 10, 20 bzw. 30 Jah­re. Wohl­ge­merkt ohne Start­ka­pi­tal: 

Über 10 Jah­re zah­len wir 6.000 Euro ein, erhal­ten 1.796 Euro an Zin­sen und haben ins­ge­samt 7.798 Euro vor Steu­ern am Ende der Lauf­zeit (Quel­le: Finanz­fluss).  

Über 20 Jah­re zah­len wir 12.000 Euro ein, erhal­ten 8.637 Euro an Zin­sen und haben ins­ge­samt 20.637 Euro vor Steu­ern am Ende der Lauf­zeit. 

Über 30 Jah­re zah­len wir 18.000 Euro ein, erhal­ten 23.786 Euro an Zin­sen und haben ins­ge­samt 41.786 Euro vor Steu­ern am Ende der Lauf­zeit. Über die­sen Zeit­raum haben wir das Kapi­tal, das wir ein­ge­setzt haben, mehr als ver­dop­pelt. 

Was aus 100 Euro werden kann? Langfristig mehr als das Doppelte

Ein zwei­tes Bei­spiel: Wir neh­men jeden Monat 100 Euro, legen sie regel­mä­ßig in einen Spar­plan an und set­zen wie­der eine Ren­di­te von fünf Pro­zent nach Infla­ti­on vor­aus. Wir spa­ren 10, 20 bzw. 30 Jah­re. Wie­der ohne zusätz­li­ches Start­ka­pi­tal: 

Über 10 Jah­re zah­len wir 12.000 Euro ein, erhal­ten 3.593 Euro an Zin­sen und haben ins­ge­samt 15.593 Euro vor Steu­ern am Ende der Lauf­zeit (Quel­le: Finanz­fluss). 

Über 20 Jah­re zah­len wir 24.000 Euro ein, erhal­ten 17.275 Euro an Zin­sen und haben ins­ge­samt 41.275 Euro vor Steu­ern am Ende der Lauf­zeit. 

Über 30 Jah­re zah­len wir 36.000 Euro ein, erhal­ten 47.573 Euro an Zin­sen und haben ins­ge­samt 83.573 Euro vor Steu­ern am Ende der Lauf­zeit. Lang­fris­tig haben wir hier das Kapi­tal ver­dop­pelt.  

Ziele machen das Sparen und Investieren leichter

Noch ein Tipp: Wer ein Ziel hat, spart leich­ter. Beim Spa­ren, wie beim Inves­tie­ren. Wer mal hier in einen Fonds ein­zahlt und da mal eine Aktie kauft, hat kei­ne Stra­te­gie und damit lang­fris­tig ver­mut­lich auch kei­nen Erfolg. Mer­ke: Beim Inves­tie­ren geht nichts ohne Stra­te­gie und Risi­ko-Streu­ung. Finanz­test bringt es auf den Punkt: „Die Geld­an­la­gen müs­sen zu Ihren indi­vi­du­el­len Zie­len pas­sen. Über­le­gen Sie daher auch, wo Ihre Prio­ri­tä­ten lie­gen: ist es die hohe Ren­di­te, ist es die jeder­zei­ti­ge Ver­füg­bar­keit oder die abso­lu­te Sicher­heit? Die­se drei Zie­le kann kei­ne Geld­an­la­ge gleich­zei­tig errei­chen. Hohe Ren­di­ten kön­nen Sie nur erwar­ten, indem Sie auf Ver­füg­bar­keit oder auf Sicher­heit ver­zich­ten.“ 

Auch wenn wir auf etwas spa­ren, hilft ein kon­kre­tes Ziel enorm: Wel­ches Auto wol­len wir? Wel­ches Urlaubs­ziel soll das nächs­te sein? Kon­kre­te Zie­le moti­vie­ren. Und es fühlt sich gut an, wenn wir es geschafft haben, oder?  

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