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Personal Training: Überbewertet oder gute Investition in sich selbst?

2022-07-22T12:15:17+02:0022. Juli 2022|

Es gilt als effi­zi­en­ter und ist schon lan­ge nicht mehr Luxusgut der Star-Rie­ge Hol­ly­woods. Das Per­so­nal Trai­ning. Teu­er und über­be­wer­tet oder eine loh­nende Inves­ti­ti­on in sich selbst?  

Von Ines Baur

Beim The­ma Inves­tie­ren den­ken vie­le an Akti­en, Alters­vor­sor­ge und Spar­plä­ne. Doch nicht nur hier­hin soll­te Geld flie­ßen, son­dern auch in die eige­ne Gesund­heit. Well­ness, Mas­sa­gen, Ernäh­rung und Acht­sam­keit sind nach wie vor im Trend. Und dann gibt es da noch ein wei­te­res The­ma: Sport. Der ist zwar anstren­gen­der als ein Sau­na-Gang, gilt aber als Gesund­heits­pro­phy­la­xe schlecht­hin.  

Mehr als neun Mil­lio­nen Men­schen trai­nie­ren und schwit­zen hier­zu­lan­de in Fit­ness Stu­di­os. Oder haben zumin­dest einen Ver­trag in einer der knapp 10.000 Mucki-Buden. Wie effek­tiv ein Trai­ning ist, hängt nicht zuletzt von der Eigen­in­itia­ti­ve ab. Fehlt das Enga­ge­ment, macht selbst das schicks­te Stu­dio Rücken nicht gera­de, Bizeps grö­ßer oder die Kon­di­ti­on bes­ser. Wer ger­ne möch­te, aber den inne­ren Schwei­ne­hund nicht besiegt, könn­te es mal mit Per­so­nal Trai­ning pro­bie­ren.   

Personal Training: Coach statt Couch

Beim Per­so­nal Trai­ning han­delt es sich um ein eins-zu-eins Trai­ning. Der per­sön­li­che Coach erstellt einen indi­vi­du­el­len Trai­nings­plan, kon­trol­liert, trai­niert und moti­viert. Für Berufs­tä­ti­ge hat das Per­so­nal Trai­ning den gro­ßen Vor­teil, dass es zeit­lich und ört­lich fle­xi­bel ist. Es kann zuhau­se, im Büro, im Frei­en, online oder in einem Fit­ness­stu­dio statt­fin­den. Trai­ne­rin­nen und Trai­ner rich­ten sich nach dem Ter­min­plan der Kund­schaft. Geht es sich nicht anders aus, ist eine Trai­nings­ein­heit auch mal früh mor­gens oder spät abends.  

Kein Grund für Berührungsängste

Soll ich oder soll ich nicht? Vor dem ers­ten Kon­takt mit einem pro­fes­sio­nel­len Trai­ner sind vie­le Frau­en ver­un­si­chert. Nicht weni­ge fürch­ten, dass die Zusam­men­ar­beit mit dem Pro­fi für sie pein­lich wer­den könn­te. Dass sie nicht sport­lich genug sind. Die­se Sor­ge ist unbe­grün­det. Denn ers­tens sind zer­ti­fi­zier­te Fit­nesspro­fis dar­auf geschult, mit Kun­den jedes Fit­ness­ni­veaus zu arbei­ten. Zwei­tens ver­die­nen sie ihr Geld mit dem Trai­ning. Und drit­tens freut man sich gemein­sam über erziel­te Erfol­ge. 

Für wen eignet sich Personal Training?

Die sport­li­chen eins-zu-eins Ses­si­ons eig­nen sich für sport­li­che Men­schen eben­so wie für unsport­li­che. Für Per­so­nen mit kör­per­li­chem Han­di­cap oder medi­zi­ni­scher Vor­ge­schich­te. Für Män­ner und Frau­en jeder Alters­grup­pe, Unter­neh­me­rin­nen mit engem Ter­min­ka­len­der und natür­lich Leu­ten mit Moti­va­ti­ons­pro­ble­men. Adi­po­si­tas-Pati­en­tin­nen, die ungern in einer Grup­pe trai­nie­ren, sind beim Per­so­nal Trai­ning gut auf­ge­ho­ben. 

Mehr als Bauch-Beine-Po

Hin­ter Per­so­nal Trai­ning steckt mehr als Ide­al­ma­ße. Gutes Trai­ning rich­tet sich nach indi­vi­du­el­len Zie­len und gesund­heit­li­chen Aspek­ten. Je nach Coach ist alles gebo­ten: vom schweiß­trei­ben­den Boot-Camp, über Tram­po­lin­sprin­gen, Boxen, Gewich­te stem­men, Indoor- und Out­door Trai­ning bis zur per­sön­li­chen Yoga-Ses­si­on. Wel­ches Trai­ning es sein und wel­che Zie­le erreicht wer­den sol­len, ste­cken Coach und Trai­nie­ren­de mit­ein­an­der ab.  

Was kostet ein Personal Training?

Ja, regel­mä­ßi­ges Per­so­nal Trai­ning ist defi­ni­tiv teu­rer, als der Monats­bei­trag im Fit­ness­stu­dio. Coa­ches ver­lan­gen im Schnitt 50 bis 150 Euro pro Trai­nings­ein­heit, meist 60 Minu­ten. Nach oben gibt es kei­ne Gren­ze.  

Im Preis dabei sind in der Regel ein aus­führ­li­ches Erst­ge­spräch mit Ana­mne­se. Wei­ter Anfahrt, Vor- und Nach­be­rei­tung des Trai­nings­plans, Gerät­schaf­ten, sowie eine Ernäh­rungs­be­ra­tung. Eini­ge Trai­ner bie­ten 5er, 10er oder 25er Blö­cke an, das kann die Stun­den güns­ti­ger machen. Vor dem end­gül­ti­gen Start ins Ein­zel­trai­ning soll­te ein kos­ten­lo­ses Pro­be­trai­ning ste­hen. Immer­hin muss bei einer so engen „Zusam­men­ar­beit“ die Che­mie stim­men. 

Den richtigen Coaches finden

Wer den Begriff per­so­nal trai­ning goo­gelt kommt auf unge­fähr 698.000.000 Ergeb­nis­se (in 0,48 Sekun­den). Ach­tung: Die Berufs­be­zeich­nung Per­so­nal Trai­ner oder Coach ist nicht geschützt. Prin­zi­pi­ell kann sich jede und jeder so nen­nen. Um einen Pro­fi zu fin­den, fragt man wel­che Aus­bil­dun­gen Trai­ne­rin oder Trai­ner absol­viert haben. Soli­de Aus­bil­dun­gen sind etwa ein Stu­di­um der Sport­wis­sen­schaf­ten und qua­li­fi­zier­te Fort­bil­dun­gen zum Fit­ness­trai­ner in Kom­bi­na­ti­on mit eige­nen Erfah­run­gen. 

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2 Kommentare

  1. Laura 22. Juli 2022 um 15:09 Uhr

    Super! Ich fin­de Per­so­nal Trai­ning soll­te immer Hil­fe zur Selbst­hil­fe sein. Es soll­te ver­mit­telt wer­den, wie man auch rich­tig allein trai­nie­ren kann, sodass Gewohn­hei­ten auf­ge­baut wer­den kön­nen. Außer­dem ist jeder indi­vi­du­ell und das soll­te sich im Trai­ning widerspiegeln 😉

    • Isabell Angele 25. Juli 2022 um 14:23 Uhr

      Lie­be Lau­ra, vie­len Dank für dei­ne Ein­schät­zung! So sehen wir das auch! Lie­be Grü­ße aus der courage-online.de-Redaktion

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