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Lassen Sie sich nicht vom Inflations-Virus anstecken

2021-08-19T11:02:18+02:0019. August 2021|

Kein ande­res Ereig­nis sorgt der­zeit in der Finanz­welt für so viel Gesprächs­stoff wie die Infla­ti­on. Die Furcht, unser Spar­ver­mö­gen ver­liert an Wert und wir lei­den im Alter finan­zi­el­le Not, ist tief ver­wur­zelt. Im Kopf­ki­no ent­ste­hen Bil­der aus dem letz­ten Jahr­hun­dert: „Baby­lon Ber­lin lässt grü­ßen“. Was sind die Grün­de und wie kön­nen Sie sich schüt­zen? Die Geschäfts­füh­re­rin von Svea Kuschel + Kol­le­gin­nen, Mün­chen und Frank­furt, erläutert.

Von Con­stan­ze Hintze

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Es ist ja nicht zu leug­nen: Die Prei­se haben in den letz­ten Mona­ten deut­lich ange­zo­gen. Die aktu­el­le Infla­ti­on in Deutsch­land erreicht der­zeit 3,8% — so hoch, wie seit fast 20 Jah­ren nicht. Nach­dem infol­ge der Coro­na-Pan­de­mie die Prei­se erst deut­lich san­ken und die Infla­ti­ons­ra­te zeit­wei­se sogar im Minus lag (Defla­ti­on), wächst sie nun in allen Industrieländern.

Was sind die Ursa­chen für die­sen Anstieg? Es sind vor allem tem­po­rär ein­ma­lig wir­ken­de Fak­to­ren, wie Lie­fer­eng­päs­se, die seit Jah­res­be­ginn gel­ten­de CO2-Abga­be aus dem Kli­ma­pa­ket und die Rück­kehr zur 19%igen Mehr­wert­steu­er. Coro­na-beding­te Nach­hol­ef­fek­te („end­lich wie­der rei­sen“) sor­gen zudem dafür, dass Güter und Dienst­leis­tun­gen teu­rer wer­den. Wäh­rend in nor­ma­len Zei­ten die Men­schen rund 10% des ver­füg­ba­ren Ein­kom­mens spa­ren, sprang die­se Quo­te im zwei­ten Lock­down auf mehr als 17%. Und weil fast alles auf zins­lo­sen Kon­ten park­te, konn­te die auf­ge­stau­te Kon­sum­nach­fra­ge die preis­trei­ben­de Wir­kung beschleunigen.

Geld im Überfluss und trotz Inflation: keine Zinsen

Geld ist rund um den Glo­bus kei­ne Man­gel­wa­re, was gleich­falls ein Indiz für Infla­ti­ons­ten­den­zen ist. Grund hier­für sind die mil­li­ar­den­schwe­ren Coro­na-Ret­tungs­pro­gram­me der gro­ßen Indus­trie­na­tio­nen, allen vor­an die USA, die zu einer hohen Liqui­di­tät im Finanz­sys­tem füh­ren. Der Preis des Gel­des (= Zins) liegt des­halb nahe Null.

Um Liqui­di­tät aus dem Markt zu neh­men, könn­te die Euro­päi­sche Zen­tral­bank ihre Wert­pa­pier­kauf­pro­gram­me zurück­fah­ren – oder die Leit­zin­sen anhe­ben. Doch damit ist kurz­fris­tig nicht zu rech­nen, denn bei­des könn­te zu Ver­wer­fun­gen an den Finanz­märk­ten füh­ren oder die wirt­schaft­li­che Erho­lung gefähr­den. Erst kürz­lich hat die euro­päi­sche Zen­tral­bank ihr offi­zi­el­les Infla­ti­ons­ziel von „clo­se but below 2%“ auf „2%“ geän­dert und die ame­ri­ka­ni­sche Fed lässt inof­fi­zi­ell ver­lau­ten, dass sie sich fort­an sehr viel mehr Zeit für ihre geld­po­li­ti­schen Maß­nah­men nimmt.  Das ermög­licht den bei­den gro­ßen Zen­tral­ban­ken, auf stei­gen­de Infla­ti­ons­zah­len nicht sofort reagie­ren zu müs­sen … und das Infla­ti­ons­ge­sche­hen lau­fen zu lassen.

Es soll­te also mit­tel­fris­tig nie­mand auf nen­nens­wer­te Zins­stei­ge­run­gen hof­fen. Anders als in frü­he­ren Pha­sen stei­gen­der Infla­ti­on ist die Glei­chung „Hohe Infla­ti­on = hohe Zin­sen“ außer Kraft gesetzt. Und wenig deu­tet dar­auf hin, dass sich dar­an etwas ändert, denn bis auf den Spa­rer hat nie­mand ein ernst­haf­tes Inter­es­se an hohen Zin­sen. Schon gar nicht jene Län­der mit einer hohen Staatsverschuldung.

Inflationsschutz kann so einfach sein

Der bes­te Infla­ti­ons­schutz ist daher, dass das eige­ne Ver­mö­gen schnel­ler als die Infla­ti­on wächst. Mit ande­ren Wor­ten: es geht um die Suche nach der bes­ten Ren­di­te. Was uns zur Aktie führt. Denn wer sein Ver­mö­gen an welt­weit erfolg­rei­che und dyna­mi­sche Unter­neh­men bin­det, pro­fi­tiert von deren Erfolg. Die zuletzt bes­se­ren Kon­junk­tur­si­gna­le und eine in Sum­me posi­ti­ve Bilanz­sai­son zum 2. Halb­jahr stim­men mich opti­mis­tisch. Des­halb: Schüt­zen Sie sich gegen das Infla­ti­ons­vi­rus mit Anla­ge­stra­te­gien, die welt­weit in erfolg­rei­che Unter­neh­men inves­tie­ren. In unse­ren Stra­te­gie­de­pots set­zen wir vor allem auf Tech­no­lo­gie- und Gesund­heits­un­ter­neh­men. Infla­ti­on kann näm­lich auch ein Zei­chen von soli­dem Wachs­tum sein.

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