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    Mutter-Kind-Kur, @fizkes/iStock

„Ich bin sowas von durch“

2021-11-29T16:01:21+01:0028. November 2021|

Erschöpft, über­las­tet und trotz­dem immer wei­ter funk­tio­nie­renVie­le Müt­ter ken­nen esWer an sei­ne Belas­tungs­gren­zen stößt, kann eine Mut­ter-Kind-Kur bean­tra­gen.

Von Ines Baur

Schlaf­lo­se Näch­te, stres­si­ge All­tags­the­men, Haus­halt und Job brin­gen Eltern an ihre Gren­zen. Wenn die all­täg­li­chen Belas­tun­gen mehr und mehr wer­den, machen sie sich gesund­heit­lich bemerk­bar. Pro­ble­me wie Ein- und Durch­schlaf­stö­run­gen, Kopf­schmer­zen oder Erschöp­fungs­zu­stän­de sind ernst­zu­neh­men­de Sym­pto­me. Doch nicht vie­le Müt­ter (und Väter), erken­nen die­se auch als sol­che.  

Um die eige­ne „Kur­rei­fe“ zu prü­fen, bie­tet das Müt­ter­ge­ne­sungs­werk einen Test 

Was ist eine Mutter-Kind-Kur? 

Eine Mut­ter-Kind-Kur ist der sta­tio­nä­re Auf­ent­halt über drei Wochen in einer spe­zi­el­len Kur­kli­nik. Im Gegen­satz zu einer Mut­ter-Kur ist bei der Mut­ter-Kind-Kur die Mut­ter oder der Vater gemein­sam mit den Kin­dern in der Kur­kli­nik.  

Der Kur­auf­ent­halt in spe­zi­el­len Kli­ni­ken ist auf die Bedürf­nis­se von Müt­tern und Vätern aus­ge­legt. Eine Mut­ter-Kind-Kur ist weder ein Bade­ur­laub noch Well­ness-Aus­zeit, son­dern gilt viel­mehr als prä­ven­ti­ve Maß­nah­me. Vor Ort bekom­men die Patient:innen einen eigens für sie zusam­men­ge­stell­ten The­ra­pie­plan, der von Sport­ak­ti­vi­tä­ten über The­ra­pie­ge­sprä­che bis zu Erzie­hungs- und Ernäh­rungs­be­ra­tung rei­chen kann.  

Kin­der bis zum zwölf­ten Lebens­jahr dür­fen Mama oder Papa in der Regel zum Kur­auf­ent­halt beglei­ten. In den Kur­kli­ni­ken gibt es eine Kin­der­be­treu­ung und für grö­ße­re Kin­der – soll­ten sie nicht wäh­rend der Schul­fe­ri­en dort sein – Schul­stun­den. Die Betreu­ung geht meis­tens von acht bis 16.00 Uhr. Danach haben Mutter/Vater und Kind Zeit für sich. 

Mutter-Kind-Kur beantragen 

Um die Mut­ter-Kind-Kur zu bean­tra­gen, wen­det man sich am bes­ten zuerst an eine der zahl­rei­chen Bera­tungs­stel­len. Eine Ein­rich­tung in der Nähe kön­nen Inter­es­sier­te über die inter­ak­ti­ve Suche beim Müt­ter­ge­ne­sungs­werk fin­den. Die Berater:innen hel­fen bei der Antrag­stel­lung, bespre­chen, wel­che Art von Kli­nik für sie in Fra­ge kommt und kön­nen umfas­send die Fra­gen beant­wor­ten, die Eltern zum The­ma durch den Kopf gehen.  

Nächs­ter Schritt ist der Besuch beim Haus- oder Frau­en­arzt. Er soll­te anhand des Gesund­heits­zu­stan­des von Mutter/Vater und/oder Kind die ent­spre­chen­den Attes­te aus­stel­len. Indi­ka­to­ren kön­nen psy­cho­so­ma­ti­sche Beschwer­den wie Angst­stö­run­gen, Schlaf­stö­run­gen oder depres­si­ve Stim­mun­gen sein. Zu den häu­figs­ten phy­si­schen Beschwer­den zäh­len etwa Kopf- und Rücken­schmer­zen, Pro­ble­me mit dem Magen oder eine per­ma­nen­te Erschöp­fung.  

Patient:innen, die an der Belas­tungs­gren­ze – oder drü­ber – sind, tref­fen meis­te zwei bis drei Indi­ka­to­ren zu. Attes­te und Kur­an­trag gehen zusam­men an die gesetz­li­che Kran­ken­kas­se, die den Auf­ent­halt geneh­mi­gen muss.  

Es kann durch­aus vor­kom­men, dass die Kran­ken­kas­se den Kur­an­trag im ers­ten Durch­gang ablehnt. In dem Fall kann es sich loh­nen, mit Hil­fe einer Bera­tungs­stel­le Wider­spruch ein­zu­le­gen. Rund zwei Drit­tel der abge­lehn­ten Kuren wer­den nach dem Wider­spruch im zwei­ten Durch­gang bewil­ligt. 

Wer übernimmt die Kosten der Mutter-Kind-Kur? 

Für die Kos­ten der Mut­ter-Kind-Kuren sind die Kran­ken­kas­sen zustän­dig. Patient:innen müs­sen ledig­lich pro Kli­nik­tag einen Eigen­an­teil von zehn Euro für Essen und Unter­kunft zu zah­len. Das macht bei einem drei­wö­chi­gen Auf­ent­halt rund 200 Euro. Pri­vat­ver­si­cher­te soll­ten im Vor­feld mit ihrer pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rung in Kon­takt tre­ten und abklä­ren, ob die Kas­se Kos­ten über­nimmt oder bezuschusst.

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