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Dianas Froschkönig

2021-07-21T09:24:55+02:0017. Juli 2021|

Beim Auk­ti­ons­haus Ree­man Dan­sie kommt in Kür­ze ein roya­les Pracht­stück unter den Ham­mer. Der 40 Jah­re alte sil­ber­ne Ford Escort Ghia gehör­te einst der berühm­tes­ten Frau der Welt.

Von Iris Krug

Mal wie­der steht ein Fahr­zeug aus dem ehe­ma­li­gen Bestand des bri­ti­schen Königs­hau­ses zum Ver­kauf. Wenn­gleich der Klein­wa­gen zunächst ein­mal so gar nicht roy­al-like daher­kommt, so war doch sei­ne ehe­ma­li­ge Fah­re­rin kei­ne gerin­ge­re als die unver­ges­se­ne Dia­na, Princess of Wales. Ihr Ver­lob­ter, der bri­ti­sche Thron­fol­ger Prinz Charles, schenk­te ihn der blut­jun­gen Lady Dia­na Spen­cer im Mai 1981. Zu die­ser Zeit war das könig­li­che Mär­chen­paar das meist foto­gra­fier­te Pro­mi­mo­tiv welt­weit — und nicht sel­ten mit im Bild der klei­ne Ford Escort Ghia der immer belieb­ter wer­den­den zukünf­ti­gen Prinzessin.

Der klei­ne Flit­zer war ihr treu­er Beglei­ter zu den Polo­spie­len ihres Ange­be­te­ten sowie zu diver­sen ande­ren Tref­fen und Aus­flü­gen. Dies änder­te sich auch nach der könig­li­chen Traum­hoch­zeit zwei Mona­te spä­ter nicht. Denn Dia­na, die nun den Titel Princess auf Wales trug, bestand wei­ter­hin häu­fig dar­auf, selbst das Steu­er zu über­neh­men, wenn sie zu pri­va­ten oder öffent­li­chen Ter­mi­nen fuhr.

Dann wur­de im Juni 1982 Prinz Wil­liam gebo­ren. Der 1,6‑Liter-Ghia war als Fami­li­en­au­to zu klein und muss­te wei­chen. Zunächst kauf­te ihn ein bri­ti­scher Anti­qui­tä­ten­händ­ler, bevor er um das Jahr 2000 ein schö­nes Gara­gen­plätz­chen bei einer Lady fand, die als Roy­al-Fan begeis­tert von sei­ner blau­blü­ti­gen Her­kunft war. Das Geheim­nis um die berühm­te Fah­re­rin frü­he­rer Jah­re hüte­te sie streng und beweg­te ihren wert­vol­len Besitz nur sehr sel­ten. Ihrer lie­be­vol­len Für­sor­ge ist der Umstand geschul­det, dass sich der klei­ne Prin­zes­sin­nen­flit­zer in einem her­vor­ra­gen­den ori­gi­na­len Zustand befin­det. Den­noch haben sich über die Jah­re 83 000 Mei­len auf dem Tacho angesammelt.

Wie der Frosch zum Auto kam

Was Roy­al-Fans beson­ders freu­en dürf­te, ist die Tat­sa­che, dass der sil­ber­ne Ford noch immer das könig­li­che Kenn­zei­chen WEV 297W trägt. Auch die Sit­ze und der Lack haben die letz­ten fast 40 Jah­re gut über­dau­ert. Das lässt die ver­ant­wort­li­chen Auktionator:innen von Ree­man Dan­sie in Col­ches­ter auf Gebo­te im Bereich von bis zu 40 000 Euro hof­fen. Schließ­lich fährt mit dem Wagen auch ein moder­nes Mär­chen in die Gara­ge des neu­en Besit­zers. Dafür steht die ori­gi­nal erhal­te­ne Frosch­fi­gur auf der Motor­hau­be des Escort. Sie ist ein Geschenk von Dia­nas Schwes­ter, um an das wahr gewor­de­ne Mär­chen zu erin­nern, in dem die Prin­zes­sin den Frosch küsst und aus ihm ein Prinz wird.

Kürz­lich wäre die Prin­zes­sin der Her­zen 60 gewor­den. Zusam­men mit dem media­len Inter­es­se an allen Genera­tio­nen sind daher könig­li­che Memo­ra­bi­li­en heiß begehrt und las­sen Sammler:innen- und Royalist:innenkreise neben indi­vi­du­el­len Wer­ten auch wei­ter auf eine gute Ent­wick­lung der mone­tä­ren Wer­te beson­de­rer Samm­ler­stü­cke hoffen.

Prinzessin Diana Ford

©Tim Gra­ham Pho­to Library/Getty Images

Prominente Fahrerin

Prin­zes­sin Dia­na war die berühm­te Vor­be­sit­ze­rin des klei­nen sil­ber­nen Escor­ts. Kurz nach dem Ver­stei­ge­rungs­ter­min ihres eins­ti­gen Pri­vat­au­tos wür­de die Princess of Wales 60 Jah­re alt. Lei­der ver­starb die Exfrau des bri­ti­schen Thron­fol­gers Charles im Jahr 1997 in Paris an den Fol­gen eines Autounfalls.

Tipps für Sammlerinnen

Wenn der klei­ne, sil­ber­ne Ghia noch nicht ganz den Geschmack der einen oder ande­ren Auto­lieb­ha­be­rin trifft, dann heißt es wei­ter­hin die Augen auf­hal­ten. Ange­kün­digt sind nach einem Audi Cabrio im letz­ten Jahr und der aktu­el­len Ver­stei­ge­rung des Ford Escort noch wei­te­re Pracht­stü­cke aus dem Ver­mächt­nis des pri­va­ten Fuhr­parks der Prinzessin.

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