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  • Dr. Shirley Ann Jackson, ©Rensselaer Polytechnic Institute

Erfinderinnen: Shirley Jackson, die Visionärin der Telekommunikation

2022-11-17T15:32:34+01:0020. November 2022|

In der Geschich­te gibt es vie­le Erfin­de­rin­nen, die man kaum kennt und deren Namen nicht geläufg sind. Eine davon: Dr. Shir­ley Ann Jack­son. Doch was erfand sie?  

Von Mat­thi­as Lauerer

Schau­en wir auf das Leben von Dr. Shir­ley Ann Jack­son. Die inter­es­siert sich schon in ihrer Kind­heit für Natur­wis­sen­schaf­ten und Mathe­ma­tik und führt klei­ne Expe­ri­men­te durch. Was sie damals inter­es­siert? Was fres­sen eigent­lich Honig­bie­nen? Im Herbst 1964 nimmt sie am Mas­sa­chu­setts Insti­tu­te of Tech­no­lo­gy (MIT) ihr Phy­sik-Stu­di­um auf. Sie ist die ers­te Per­son of Colour, die am legen­dä­ren MIT einen Dok­tor­ti­tel erwirbt.  

Allerlei Hilfe für die Technologie von heute  

1976 tritt Dr. Jack­son in die For­schungs­ab­tei­lung für theo­re­ti­sche Phy­sik der AT&T Bell Labo­ra­to­ries ein. Dort will man die Zukunft in die Gegen­wart holen. Jon Gernt­ner hat ein Buch über die­se Ein­rich­tung geschrie­ben und fand dazu her­aus: „Vor 100 Jah­ren ist die Ame­ri­can Tele­pho­ne and Tele­graph das größ­te Unter­neh­men der Welt, wenn man Anzahl von Mit­ar­bei­ten­den und den Umsatz betrach­tet.“  

Wo alles beginnt 

Hin­ter­grund: Mit­te der 1920er Jah­re beschließt die­se rie­si­ge Tele­fon­ge­sell­schaft ein eigen­stän­di­ges For­schungs- und Ent­wick­lungs­la­bor zu grün­den. Dazu ver­legt sie alle ihre Inge­nieu­re und Wis­sen­schaft­ler ins Labor, das sie Bell Tele­pho­ne Labo­ra­to­ries oder Bell Labs tau­fen. An was Jack­son dort forscht? Es ist die theo­re­ti­sche Phy­sik und dort gelingt ihr bahn­bre­chen­de Arbeit für die Tel­ko-Bran­che. Ihr sind in der Grund­la­gen­for­schung Din­ge zu ver­dan­ken wie: das trag­ba­re Fax­ge­rät, Solar­zel­len und Glas­fa­ser­ka­bel. Selbst die Anru­fer-Erken­nung macht sie mög­lich. In die­sem Think­tank erfan­den Wis­sen­schaft­ler den CCD-Chip, der heu­te nicht nur in Digi­tal­ka­me­ras und Web­cams ver­baut ist, den Gas­la­ser, das Elek­tret­mi­kro­fon oder Sili­zi­um­so­lar­zel­len mit einem für die dama­li­ge Zeit sehr hohen Wir­kungs­rad von bis zu sechs Pro­zent, wie es bei „Wiki­pe­dia“ dazu heißt. Neun Nobel­prei­se gewinnt die For­scher­trup­pe mit ihrer Arbeit.  

Vielseitigkeit gewinnt 

1995 ernennt der ehe­ma­li­ge US-Prä­si­dent Bill Clin­ton Shir­ley Ann zur Vor­sit­zen­den der US-Nukle­ar­auf­sichts­be­hör­de kurz NRC. Jene küm­mert sich um den Schutz der öffent­li­chen Gesund­heit und Sicher­heit, der Umwelt und der gemein­sa­men Ver­tei­di­gung und Sicher­heit, indem sie die Ver­wen­dung von Reak­tor­ne­ben­pro­duk­ten in den USA geneh­migt, regelt und sichert.  

Und noch ein Novum 

Wäh­rend ihrer Zeit als Vor­sit­zen­de der NRC gelingt ihr auch die Grün­dung der Inter­na­tio­nal Nuclear Regu­la­tors Asso­cia­ti­on kurz INRA 1997. Sie wird die ers­te Vor­sit­zen­de der Grup­pe. In der fin­den sich die Ver­ant­wort­li­chen der Nukle­ar­auf­sichts­be­hör­den Deutsch­lands, Kana­das, Frank­reichs, Spa­ni­ens, Schwe­den, des Ver­ei­nig­ten König­reichs und der Ver­ei­nig­ten Staa­ten.  

Was für ein Leben  

Und vor 22 Jah­ren nimmt man sie in die Hall of Fame der Women in Tech­no­lo­gy Inter­na­tio­nal Foun­da­ti­on auf. Laut der Web­sei­te Afri­can Giant besitzt sie 55 Ehren­dok­tor­wür­den. Was für ein Leben. 

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