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    Unterhalt E-Auto, ©Nicholas77/iStoc

E‑Auto: So wird der Unterhalt günstiger

2021-11-16T12:46:58+01:0016. November 2021|

Auto­fah­ren und dabei Steu­er und Ver­si­che­rung spa­ren sowie Vor­rech­te im Ver­kehr und För­de­run­gen beim Tan­ken genie­ßen. Wie geht das denn? Durch den Umstieg auf einen Pkw mit Elektrobatterie. 

Von Gise­la Haberer

Son­ne tan­ken: Das gelingt mit E‑Autos. Zum Bei­spiel mit einer Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge auf dem Dach und über einen Bat­te­rie­spei­cher im Kel­ler. Dann lässt sich der Stro­mer in der Gara­ge bequem über Nacht auf­la­den. Vor­teil für die Umwelt: Grü­ner Strom schont das Kli­ma. Vor­teil für den Geld­beu­tel: Der Bund för­dert die Anschaf­fun­gen über die KfW.

Prämie: auch für die private Ladestation

Der Bund för­dert die Anschaf­fung und Instal­la­ti­on pri­va­ter Lade­sta­tio­nen. Für eine Wall­box mit einer Leis­tung bis zu elf Kilo­watt­stun­den gibt es einen Zuschuss von 900 Euro. Eigentümer:innen und Mieter:innen bean­tra­gen die För­de­rung direkt bei der staat­li­chen För­der­bank KfW. Die För­de­rung gibt es nur, solan­ge Mit­tel vor­han­den sind. Wegen gro­ßer Nach­fra­ge hat der Bund dafür im Som­mer 2021 wei­te­re 300 Mil­lio­nen Euro freigegeben.

Zuschüsse: Auch von Kommunen und Stadtwerken

Neben dem Bund gewäh­ren auch eini­ge Bun­des­län­der und Städ­te Zuschüs­se zur Anschaf­fung einer Wall­box – teils unter Auf­la­gen. So gewährt zum Bei­spiel Düs­sel­dorf bis zu 2.000 Euro, aber nur für Haus­hal­te, die ihr Auto mit zer­ti­fi­zier­tem Öko­strom oder Solar­strom laden. Eini­ge Stadt­wer­ke för­dern den Kauf von E‑Autos, zum Bei­spiel in Aachen, Mar­burg und Wup­per­tal. Nach­fra­gen vor Ort kön­nen lohnen.

Steuervorteile für Stromer

Bei der Kfz-Steu­er sind Halter:innen von E‑Autos fein raus, bis 2030 sind die­se steu­er­frei! Auch die pri­va­te Nut­zung eines E‑Dienstwagens kommt steu­er­lich güns­ti­ger. Rei­ne Elek­tro­au­tos, die weni­ger als 60.000 Euro gekos­tet haben, sind nur mit 0,25 Pro­zent des Brut­to­lis­ten­prei­ses als geld­wer­ter Vor­teil zu ver­steu­ern. Also nur mit einem Vier­tel des sonst übli­chen Sat­zes. Auch fürs Strom­tan­ken gibt es Steu­er­vor­tei­le: Wird im Betrieb kos­ten­los oder ver­bil­ligt auf­ge­la­den, geschieht das steuerfrei.

Das gilt neben Fir­men­wa­gen auch für Pri­vat­fahr­zeu­ge und Elek­tro­rä­der, die schnel­ler als 25 Stun­den­ki­lo­me­ter fah­ren kön­nen. Wird im Pri­vat­haus­halt auf­ge­la­den, sind Pau­scha­len steu­er­frei: gestaf­felt von 15 bis 70 Euro im Monat. Die genaue Höhe hängt vom Auto­typ (Elek­tro oder Hybrid) und even­tu­ell zusätz­li­cher Lade­mög­lich­keit im Betrieb ab. Fal­len die tat­säch­li­chen Kos­ten nach­weis­lich höher aus als die Pau­scha­le, dür­fen auch die­se als steu­er­frei­er Aus­la­gen­er­satz erstat­tet werden.

Kostenvorteile bei der Versicherung

Eini­ge Ver­si­che­rer bie­ten für rei­ne Elek­tro-Pkw güns­ti­ge­re Prä­mi­en als für typ­klas­sen­glei­che Fahr­zeu­ge mit Ver­bren­nungs­mo­tor. Vor Abschluss des Ver­tra­ges lohnt aller­dings auch ein Ver­gleich des Klein­ge­druck­ten: Sind Akku-Schä­den mit­ver­si­chert? Wer­den Über­span­nungs­schä­den infol­ge eines Blitz­schlags über­nom­men? Leis­tet die Ver­si­che­rung, falls Lade­ka­bel und Adap­ter beim Auf­la­den des Autos gestoh­len wer­den? Wie lan­ge wird das Fahr­zeug zum Neu- bezie­hungs­wei­se zum Kauf­preis ersetzt, etwa nach Dieb­stahl oder Total­scha­den? Auf dem Markt sind Tari­fe mit bis zu 24 Mona­te Neu­preis- und Kauf­preis­ent­schä­di­gung plus allen wei­te­ren abge­frag­ten Leistungen.

Vorteile im Verkehr

Seit 2015 dür­fen Kom­mu­nen Stro­mer auf ihren Stra­ßen Pri­vi­le­gi­en ein­räu­men. Nach dem jüngs­ten Bericht zum Elek­tro­mo­bi­li­täts­ge­setz tun dies weit über hun­dert Kom­mu­nen. Die meis­ten davon erlau­ben kos­ten­frei­es Par­ken auf öffent­li­chen Stra­ßen. Unter Schil­dern zum Park­ver­bot heißt es dann „aus­ge­nom­men Elek­tro­fahr­zeu­ge“. In gut fünf­zig Kom­mu­nen zah­len E‑Auto-Fahrer:innen gerin­ge­re Park­ge­büh­ren und in eini­gen Orten dür­fen sie reser­vier­te Bus­spu­ren mit­be­nut­zen. Die­se Son­der­rech­te genie­ßen alle Batterie‑, Hybrid- und Brenn­stoff­zel­len­fahr­zeu­ge, die ein E‑Kennzeichen tra­gen: Nach den Zif­fern ihres Kfz-Kenn­zei­chen steht ein gro­ßes „E“.


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