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    Drei Schritte zur optimalen Finanzorganisation, ©fizkes/iStock

Drei Schritte zur optimalen Finanzorganisation

2022-06-01T13:17:07+02:001. Juni 2022|

Hast du manch­mal das Gefühl, du weißt gar nicht, wofür du eigent­lich dein Geld aus­gibst? Bei all den Rech­nun­gen, Fix­kos­ten, Klein­be­trä­gen ver­liert man schnell die Über­sicht. Hier ist, wie du Klar­heit über dei­nen Finan­zen gewinnst.  

Von Ant­je Erhard

Schritt 1: Überblick über die Finanzen

Damit du weißt, was du ein­nimmst und aus­gibst, brauchst du einen Über­blick. Geht ein­fach mit einem Haus­halts­buch. Das kannst du ein­fach per App füh­ren. Geht auch per Excel- oder Num­bers-Tabel­le am Com­pu­ter. Was dir lie­ber ist. Ein­nah­men auf die eine Sei­te, Aus­ga­ben auf die ande­re – von Fix­kos­ten bis Spaß­kos­ten. Hilft unge­mein, finan­zi­ell up to date zu blei­ben. Musst du aber nicht bis in alle Ewig­keit: Mal sechs Mona­te die vol­le Kos­ten­kon­trol­le und du erkennst, wo du Ein­spar­mög­lich­kei­ten hast. Die gehst du dann kon­se­quent an. Das ist schon der nächs­te Schritt: 

Schritt 2: Kostenfresser ausmisten

Aus­mis­ten gilt nicht nur gele­gent­lich für den Klei­der­schrank, son­dern auch für die Brief­ta­sche, Dau­er­auf­trä­ge etc. Ein­mal im Quar­tal ist das schnell erle­digt, sind heim­li­che Kos­ten­fres­ser schnell iden­ti­fi­ziert und eben aus­ge­mis­tet. Und du kannst, wenn sich dei­ne Lebens­si­tua­ti­on ändert, dich finan­zi­ell schnell anpas­sen. 

Schritt 3: Budget aufteilen

Wenn du dein Bud­get kennst, teilst du es auf. Wie viel brauchst du für die monat­li­chen Not­wen­dig­kei­ten? Wie viel legst du an/sparst du für Alters­vor­sor­ge etc? Wie viel gibst du für Spaß und Urlaub aus? Wie viel Liqui­di­tät hältst du vor? Dazu eig­net sich ein 3‑Kon­ten-Modell. Klingt nach viel – ist aber ein­fach, weil vie­les über Dau­er­auf­trä­ge abge­deckt wer­den kann. 

Fixe Kosten: Was sein muss, muss sein

Das ers­te Kon­to ist das All­tags­kon­to. Es ist ein klas­si­sches Giro­kon­to für alle Fix­kos­ten von Lebens­mit­teln über Wohn­kos­ten und Neben­kos­ten bis Han­dy-Ver­trag. Es ist wich­tig für alles, was wir regel­mä­ßig zah­len müs­sen. Da reicht ein ein­fa­ches Basis­kon­to, das nicht durch zu hor­ren­de Gebüh­ren pro Monat auf­fällt. 

Vor allem beim Spaßkonto braucht es Konsequenz

Das zwei­te Kon­to ist das Spaß- und Frei­zeit­kon­to. Hier­von gehen die monat­li­chen Kos­ten für Urlaub, Rei­sen und Frei­zeit ab. Prak­ti­ka­bel ist, wenn du gleich zu Monats­be­ginn einen Betrag auf die­ses Kon­to über­weist. Auto­ma­tisch. Bei Neo­ban­ken kannst du ein­fach Spaces ein­rich­ten. Beim Spaß­kon­to ist vor allem ein guter Über­blick wich­tig: Schnell sind Frei­zeit­kos­ten aus dem Ruder gelau­fen. Ein monat­li­cher fes­ter Betrag ver­hin­dert, dass hier zu viel weg­geht. 

Vorsorge: Pay yourself first

Das drit­te Kon­to ist für die Vor­sor­ge. Hier inves­tierst du in dei­ne Zukunft. In dei­ne Alters­vor­sor­ge. Das geht etwa über ein Tages­geld­kon­to. Auch hier lan­det gleich zu Monats­be­ginn ein fes­ter Betrag. „Pay yourself first“, lau­tet die Devi­se. In Zei­ten nied­ri­ger Zin­sen lohnt es sich aller­dings nicht, hier zu viel Geld zu par­ken. Du kannst auto­ma­tisch ein­mal im Quar­tal das Gespar­te in dein Depot über­wei­se. Oder du zahlst gleich vom Giro­kon­to monat­lich was in dein Depot. Man­che machen ein 4‑Kon­ten-Modell, um einen Not­gro­schen extra zu par­ken. Ist auch eine Über­le­gung wert. Das muss jede:r für sich ent­schei­den. 

Die Auf­tei­lung ist varia­bel: Für die einen passt 70 – 10 – 20: 70 Pro­zent der Ein­künf­te sind für fixe Kos­ten, zehn Pro­zent für Spaß­aus­ga­ben und 20 Pro­zent für die Vor­sor­ge. Ande­re schaf­fen 50–25-25. Oder 50–20-30. Aber auch das muss jede:r für sich her­aus­fin­den. Das Wich­tigs­te ist nicht die Auf­tei­lung an sich, son­dern die kon­se­quen­te Umset­zung: Schon am Monats­an­fang soll­te das Geld auto­ma­tisch ver­teilt wer­den.  

Cou­ra­ge-Tipp: Wir zah­len immer mehr mit Online-Pay. Aber wenn doch Klein­geld im Porte­mon­naie ist, steck es doch jede Woche in eine klei­ne Spar­do­se. Da kommt über die Zeit eini­ges zusam­men. Und dann kannst du über­le­gen, ob du das Geld aufs Spaß- oder Spar­kon­to zahlst. 

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