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Die wichtigsten Versicherungen

2021-05-13T12:47:50+02:0013. Mai 2021|

Die Deut­schen ver­si­chern sich gegen kleins­te Risi­ken. Über­flüs­si­ge Poli­cen kos­ten Geld und brin­gen wenig. Es gibt jedoch Ver­si­che­run­gen, die jeder und jede abschlie­ßen soll­te. Sie ver­hin­dern im Ernst­fall den finan­zi­el­len Ruin. Ein Überblick.

Von Ste­phan Haberer

Das Ver­hält­nis vie­ler Deut­schen zu Ver­si­che­run­gen ist, gelin­de gesagt, selt­sam. Im Jahr 2019 hat­ten die Deut­schen 446,2 Mil­lio­nen Ver­si­che­rungs­ver­trä­ge abge­schlos­sen, für die sie im Jahr ins­ge­samt 217,39 Mil­li­ar­den Euro Prä­mie zahl­ten. Macht pro Kopf – vom Baby bis zum Greis – im Schnitt rund 5,4 Poli­cen und 2620 Euro pro Jahr. 

Die Deut­schen nei­gen gene­rell eher zu einer Voll­kas­ko-Men­ta­li­tät: Selbst das kleins­te Risi­ko wird abge­si­chert. Der Absatz von Bril­len- und Han­dy­po­li­cen boomt jeden­falls. Doch nur etwa jeder und jede Vier­te hat eine Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung – eine der wich­tigs­ten Poli­cen über­haupt. Über­spitzt for­mu­liert: Die Men­schen hier­zu­lan­de sind top ver­si­chert, aber schlecht geschützt.

Aber war­um ver­zich­ten so vie­le oft­mals aus­ge­rech­net auf die Poli­cen, die wirk­lich wich­tig sind, weil sie vor dem finan­zi­el­len Ruin schüt­zen? Dabei spielt wohl die „Geiz-ist-geil-Men­ta­li­tät“ eine Rol­le: Eine Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung, die zahlt, wenn die ver­si­cher­te Per­son ihren Beruf nicht mehr aus­üben kann, ist ver­gleichs­wei­se teu­er. Bevor man Jahr für Jahr Hun­der­te von Euro dafür aus­gibt, beru­higt man sich lie­ber damit, dass schon nichts pas­sie­ren wer­de – lei­der der fal­sche Ansatz. Denn beim Abschluss einer Ver­si­che­rung soll­te fol­gen­de Fra­ge im Vor­der­grund ste­hen: „Ist das Risi­ko, das mit der Poli­ce abge­si­chert wer­den soll, exis­tenz­be­dro­hend?“ Trifft das zu, ist der Preis eher zweit­ran­gig. Ist es dage­gen nicht exis­ten­zi­ell: Fin­ger weg! Denn dann pro­fi­tiert von der Poli­ce nur einer: der Versicherer.

Doch wel­che Poli­cen kann man sich eigent­lich spa­ren? Zum Bei­spiel die Rei­se­rück­tritts­ver­si­che­rung. Wenn eine Rei­se wirk­lich mal nicht ange­tre­ten wer­den kann, fal­len halt Stor­no­kos­ten an. Das dürf­te nie­man­den in sei­ner finan­zi­el­len Exis­tenz erschüt­tern. Wei­te­re über­flüs­si­ge Poli­cen aus Sicht des Bunds der Ver­si­cher­ten (BdV): die Glasbruch‑, die Reisegepäck‑, die Krankenhaustagegeld‑, die Brillen‑, die Handy‑, die Insas­sen­un­fall- und die Ster­be­geld­ver­si­che­rung. Auch Ver­si­che­run­gen gegen häus­li­che Not­fäl­le (Schlüs­sel­dienst) und Unfall­ver­si­che­run­gen mit Bei­trags­rück­ge­währ sieht der BdV äußerst kri­tisch. Es gibt aber auch Poli­cen, die wirk­lich jeder haben soll­te. Wel­che das sind und auf wel­che Punk­te man beson­ders ach­ten muss, möch­ten wir dar­um aus­führ­lich darstellen.

Privathaftpflichtversicherung

Beschreibung

Jeder und jede, der einen ande­ren oder eine ande­re schä­digt, ist grund­sätz­lich zum finan­zi­el­len Aus­gleich des Scha­dens ver­pflich­tet. Stößt man eine Vase um, sind das viel­leicht 50 oder 100 Euro. Das wird nie­man­den rui­nie­ren. Aber was, wenn man als Rad­le­rin eine Fuß­gän­ge­rin umfährt und sie danach quer­schnitts­ge­lähmt ist? Auch hier ist die Ver­ur­sa­che­rin zum Aus­gleich des Scha­dens ver­pflich­tet. Ver­dienst­aus­fall, medi­zi­ni­sche Behand­lun­gen, Schmer­zens­geld – das geht schnell in die Mil­lio­nen. Ohne Haft­pflicht­po­li­ce ist der finan­zi­el­le Ruin prak­tisch unausweichlich.

Wichtig

Auf aus­rei­chen­de Deckungs­sum­men ach­ten. Die Poli­ce soll­te je Scha­dens­fall mög­lichst zehn Mil­lio­nen Euro absi­chern, bes­ser noch sind 50 oder 100 Mil­lio­nen Euro, zumal das die Poli­ce oft kaum teu­rer macht. War­um so viel? Weil Ver­si­che­run­gen den Worst Case absi­chern soll­ten. So ver­ur­sach­ten in der Sil­ves­ter­nacht von 2019 auf 2020 drei Frau­en einen ver­hee­ren­den Brand im Affen­haus des Kre­fel­der Zoos, mehr als 30 Tie­re star­ben. Sie hat­ten fünf Him­mels­la­ter­nen aus Papier auf­stei­gen las­sen, eine stürz­te auf das Affen­haus. Neben einer Stra­fe wegen fahr­läs­si­ger Brand­stif­tung dro­hen den Frau­en Scha­den­er­satz­for­de­run­gen in zwei­stel­li­ger Mil­lio­nen­hö­he. Zudem soll­te die Poli­ce eine For­de­rungs­aus­fall­de­ckung ent­hal­ten. Dann zahlt der Ver­si­che­rer, wenn man selbst geschä­digt wird, der Schä­di­ger den Scha­den aber nicht erset­zen kann und kei­ne Haft­pflicht­po­li­ce hat.

Vorteile

Haft­pflicht­po­li­cen sind recht güns­tig. Eine gute Fami­li­en­po­li­ce mit aus­rei­chen­der Deckung ist schon für deut­lich unter 100 Euro im Jahr zu haben. Sin­gle­po­li­cen sind noch etwas günstiger.

Nachteile

Die Pri­va­te Haft­pflicht­po­li­ce deckt nur übli­che Haf­tungs­ri­si­ken ab. Für alles, was dar­über hin­aus­geht, sind spe­zi­el­le Poli­cen not­wen­dig. Dies beginnt schon bei Hun­den: Je nach Ras­se oder Grö­ße müs­sen Sie für Ihren Lieb­ling eine spe­zi­el­le Poli­ce abschlie­ßen. Eben­so als Besit­ze­rin von Pfer­den. Wer eine Droh­ne nutzt, soll­te über eine Ver­si­che­rung mit Droh­nen­schutz ver­fü­gen. Bei älte­ren Poli­cen meist nicht ver­si­chert sind Schä­den, die durch unwis­sent­lich ver­brei­te­te Com­pu­ter­vi­ren oder ande­re Schad­soft­ware ver­ur­sacht wurden.

Beratungsbedarf

Gering.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Beschreibung

Die meis­ten Men­schen müs­sen von ihrer Arbeit leben. Doch was, wenn man schon in jun­gen Jah­ren nicht mehr arbei­ten kann? Der gesetz­li­che Schutz für alle ab 1961 Gebo­re­nen ist dürf­tig. Er greift nur, wenn man gar kei­nen Job mehr aus­üben kann. Zudem sind die Leis­tun­gen der Erwerbs­un­fä­hig­keits­ren­te (EU) gering: Im Schnitt erhal­ten Frau­en, die 2019 erst­mals eine vol­le gesetz­li­che EU-Ren­te bezo­gen, 814 Euro im Monat. Vie­le bekom­men aber nur eine EU-Teil­ren­te von durch­schnitt­lich 440 Euro. Gut, wenn pri­vat vor­ge­sorgt wur­de: Eine pri­va­te Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung (BU) zahlt monat­lich den ver­ein­bar­ten Betrag, wenn der Ver­si­cher­te sei­nen Beruf län­ger nicht aus­üben kann. Etwa jede/r vier­te Arbeitnehmer:in wird in seinem/ihrem Berufs­le­ben zumin­dest zeit­wei­se berufsunfähig.

Wichtig

BU-Poli­cen sind sehr kom­plex, daher soll­ten Sie beim Abschluss unbe­dingt eine/n unabhängige/n Versicherungsvermittler:in zura­te zie­hen. Bei der Antrag­stel­lung soll­te man alle Fra­gen – beson­ders zu Vor­er­kran­kun­gen – kor­rekt beant­wor­ten, sonst wird der Ver­si­che­rer im Leis­tungs­fall die Zah­lung womög­lich ableh­nen. Eini­ge Ver­si­che­rer fra­gen Vor­er­kran­kun­gen nur für einen gewis­sen Zeit­raum ab. Je frü­her eine BU abge­schlos­sen wird, des­to cle­ve­rer. Denn in jun­gen Jah­ren ist der Gesund­heits­zu­stand meist noch bes­ser, und das wirkt sich güns­tig auf die Bei­trä­ge aus.

Vorteile

Der Leis­tungs­fall tritt ein, wenn Sie in Ihrem zuletzt aus­ge­üb­ten Beruf auf Dau­er nicht mehr arbei­ten kön­nen. Ob Sie noch in einem ande­ren Job tätig sein könn­ten, spielt bei neue­ren Poli­cen meist kei­ne Rol­le. Egal ob Unfall, kör­per­li­che oder psy­chi­sche Erkran­kung oder kör­per­li­cher Ver­fall – die Ver­si­che­rung zahlt.

Nachteile

BU-Poli­cen sind je nach aus­ge­üb­tem Beruf, aber auch bei schwe­ren Vor­er­kran­kun­gen sehr teu­er. Über­steigt die Prä­mie Ihre finan­zi­el­len Mög­lich­kei­ten, über­le­gen Sie mit pro­fes­sio­nel­ler Hil­fe, ob Alter­na­ti­ven für Sie infra­ge kom­men. Etwa eine Grund­fä­hig­kei­ten-Poli­ce (zahlt, wenn bestimm­te Grund­fä­hig­kei­ten wie Sehen oder Trep­pen­stei­gen nicht mehr vor­han­den sind), eine Dread-Dise­a­se-Poli­ce (zahlt ein­ma­lig eine ver­ein­bar­te Sum­me aus, wenn man an einer bei Ver­trags­schluss fest­ge­leg­ten schwe­ren Krank­heit lei­det; je nach Ver­si­che­rer bis zu 50 abge­si­cher­te Lei­den), eine pri­va­te Erwerbs­un­fä­hig­keits­po­li­ce (zahlt nur, wenn man über­haupt nicht mehr arbei­ten kann) oder eine Unfall­po­li­ce (leis­tet nur bei schwe­rem Unfall).

Beratungsbedarf

Sehr hoch.

Risikolebensversicherung

Beschreibung

Eine Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung (RLV) zahlt beim Tod der ver­si­cher­ten Per­son die ver­ein­bar­te Todes­fall­sum­me an die begüns­tig­te Per­son aus. Da sonst kei­ne Leis­tun­gen flie­ßen, kos­ten die Poli­cen oft nur ein Zehn­tel des­sen, was für kapi­tal­bil­den­de Lebens­ver­si­che­run­gen mit glei­cher Todes­fall­sum­me fäl­lig wür­de. Mit sol­chen Poli­cen kann man eine Fami­lie güns­tig für den Fall absi­chern, dass der Haupt­ver­die­ner oder die Haupt­ver­die­ne­rin plötz­lich stirbt. Beson­ders wich­tig ist das für Paa­re ohne Trau­schein, da hier der/die über­le­ben­de Partner:in kei­nen Anspruch auf Wit­wen­ren­te hat. Auch für Allein­er­zie­hen­de sowie für Geschie­de­ne oder getrennt­le­ben­de Paa­re mit Kin­dern ist die Ver­si­che­rung inter­es­sant, um den Nach­wuchs abzu­si­chern. Wer kei­ne Ange­hö­ri­gen hat, die abzu­si­chern sind, benö­tigt sie nicht.

Wichtig

Bei Risi­ko­le­bens­ver­si­che­run­gen ist eine mög­lichst hohe Ver­si­che­rungs­sum­me – also der Betrag, der im Todes­fall an den Begüns­tig­ten fließt – das A und O. Als Faust­re­gel soll­te man das Drei- bis Fünf­fa­che der Brut­to­jah­res­ein­künf­te der ver­si­cher­ten Per­son absi­chern – bei 60 000 Euro Jah­res­brut­to also 180 000 Euro bis 300 000 Euro.

Zudem ist zu über­le­gen, bis zu wel­chem Alter der ver­si­cher­ten Per­son die Ver­si­che­rung zah­len soll. Hin­ter­grund: Je län­ger die Poli­ce läuft, des­to grö­ßer wird das Risi­ko, dass die ver­si­cher­te Per­son wäh­rend der Ver­trags­lauf­zeit stirbt. Das ver­teu­ert die Poli­ce deutlich.

Vorteile

RLV-Poli­cen sind ver­gleichs­wei­se güns­tig. Ein Bei­spiel: Für eine 30-jäh­ri­ge Ver­si­che­rungs­kauf­frau mit Kind, die Nicht­rau­che­rin ist, gibt es Poli­cen mit 20 Jah­ren Lauf­zeit und einem Todes­fall­schutz von 180 000 Euro bereits für unter sechs Euro im Monat.

Nachteile

Per­so­nen mit schwe­ren Vor­er­kran­kun­gen wer­den häu­fig gar nicht ver­si­chert. Wer raucht, zahlt zudem hohe Auf­schlä­ge. So müss­te unse­re Modell­kun­din, soll­te sie rau­chen, min­des­tens eine dop­pelt so hohe Monats­prä­mie zah­len. Lan­ge Ver­trags­lauf­zei­ten ver­teu­ern die Poli­ce über­pro­por­tio­nal. Für die nicht rau­chen­de Mus­ter­kun­din wür­den bei 40 Jah­ren Ver­trags­lauf­zeit min­des­tens knapp 20 Euro im Monat fäl­lig. Zum Ver­gleich: Für die rau­chen­de Modell­ver­si­cher­te fal­len sogar mehr als 50 Euro an.

Beratungsbedarf

Gering.

Private Pflegeversicherung

Beschreibung

Immer mehr Men­schen wer­den zum Pfle­ge­fall. Der­zeit sind es bun­des­weit 4,25 Mil­lio­nen, im Jahr 2050 sol­len es sogar etwa sechs Mil­lio­nen sein. Doch die seit 1995 obli­ga­to­ri­schen Pfle­ge­ver­si­che­run­gen bie­ten ledig­lich einen Teil­schutz vor den finan­zi­el­len Fol­gen. So kos­tet ein Heim­pfle­ge­platz alles in allem – also Pfle­ge, Kost und Logis sowie zu zah­len­de Inves­ti­ti­ons­kos­ten – leicht 4500 Euro bis 5000 Euro. Das Pro­blem: Davon tra­gen die ver­pflich­ten­den Pfle­ge­ver­si­che­run­gen maxi­mal 2005 Euro. 

Alle wei­te­ren Kos­ten müs­sen die Pfle­ge­be­dürf­ti­gen zah­len. Dafür aber reicht die gesetz­li­che Ren­te in den aller­meis­ten Fäl­len nicht aus. Und das Sozi­al­amt springt erst ein, wenn das eige­ne Ver­mö­gen auf­ge­braucht ist und der oder die Ehepartner:in oder ein­ge­tra­ge­ne Lebenspartner:in sei­nen oder ihren Teil zum Pfle­ge­un­ter­halt leis­tet. Wer bei­des nicht möch­te, soll­te eine pri­va­te Pfle­ge­ver­si­che­rung abschließen.

Wichtig

Je frü­her eine Pfle­ge­po­li­ce abge­schlos­sen wird, des­to güns­ti­ger ist sie. Aber: Wird die Poli­ce gekün­digt, sind die ein­ge­zahl­ten Bei­trä­ge meist verloren.

Es gibt vier Arten pri­va­ter Pfle­ge­po­li­cen. Zwei davon sind Nischen­pro­duk­te: die Pfle­ge­kos­ten­ver­si­che­rung, da alle Pfle­ge­kos­ten detail­liert nach­zu­wei­sen sind, und die Pfle­ger­en­ten­ver­si­che­rung, weil sie sehr teu­er ist. Blei­ben die Pfleg­ta­ge­geld­po­li­ce – die­se zahlt im Pfle­ge­fall ein nach Pfle­ge­grad und Art der Ver­sor­gung gestaf­fel­tes Tages­geld – und der nach Ex-Gesund­heits­mi­nis­ter Dani­el Bahr benann­te „Pfle­ge-Bahr“, eine staat­lich geför­der­te Pflegezusatzversicherung. 

Vorteile

Pfle­ge­ta­ge­geld­po­li­ce: Wofür das aus­ge­zahl­te Tage­geld ver­wen­det wird, ist egal. 

Pfle­ge-Bahr: Ableh­nun­gen wegen Vor­er­kran­kun­gen gibt es nicht, auch kei­ne Risi­ko­zu­schlä­ge und Leis­tungs­aus­schlüs­se. Der Staat zahlt im Monat fünf Euro zu, wenn man selbst min­des­tens zehn Euro überweist.

Nachteile

Pfle­ge­ta­ge­geld­ver­si­che­rung: Im Pfle­ge­fall muss der Bei­trag oft wei­ter­ge­zahlt wer­den. Es gibt kaum Tari­fe, die ab Pfle­ge­grad 1 Bei­trags­frei­heit gewäh­ren. Wenn über­haupt, dann erst ab Pfle­ge­grad 4 oder 5. Pfle­ge-Bahr: Die Pfle­ge­lü­cke lässt sich damit nicht kom­plett schlie­ßen. Frü­hes­tens fünf Jah­re nach Abschluss der Poli­ce darf erst­mals Geld flie­ßen. Auch im Pfle­ge­fall muss der Bei­trag wei­ter­ge­zahlt wer­den. Bei nied­ri­gem Pfle­ge­grad kann daher die Leis­tung sogar gerin­ger sein als der zu zah­len­de Beitrag.

Beratungsbedarf

Mit­tel bis hoch.

Kfz-Versicherung

Beschreibung

Kein Auto oder Motor­rad darf ohne Haft­pflicht­po­li­ce auf die Stra­ße. Wird mit dem ver­si­cher­ten Fahr­zeug ein Unfall ver­ur­sacht, zahlt die Kfz-Haft­pflicht den Scha­den des ande­ren. Über­nom­men wer­den etwa Behand­lungs­kos­ten, Schmer­zens­geld, Ver­dienst­aus­fall, Repa­ra­tur, Kos­ten für Miet­wa­gen oder der Wie­der­be­schaf­fungs­preis für das Auto des Unfall­geg­ners. Die Deckungs­sum­me muss min­des­tens 7,5 Mil­lio­nen Euro für Per­so­nen­schä­den, eine Mil­li­on für Sach­schä­den und 50 000 Euro für Ver­mö­gens­schä­den betra­gen. Vie­le Ver­si­che­rer bie­ten Poli­cen mit höhe­ren Deckungs­sum­men. Schä­den am eige­nen Auto las­sen sich über Kas­ko­po­li­cen absi­chern: Die Voll­kas­ko zahlt bei selbst ver­schul­de­ten Schä­den und mut­wil­li­gen Beschä­di­gun­gen durch Frem­de, die Teil­kas­ko leis­tet etwa nach Schä­den durch Hagel oder Unfäl­len mit Wild.

Wichtig

Kas­ko­po­li­cen sind vor allem bei neu­en und teu­ren Fahr­zeu­gen zu emp­feh­len. Bei älte­ren Autos, für die sich eine Repa­ra­tur kaum lohnt, reicht in den meis­ten Fäl­len eine rei­ne Haft­pflicht­po­li­ce. Wer „Rabatt­schutz“ mit ver­ein­bart, hat einen Unfall pro Jahr „frei“. Das bedeu­tet: Er muss trotz eines Unfalls kei­nen höhe­ren Bei­trag zah­len. Wer im euro­päi­schen Aus­land ein Auto mie­tet, soll­te sei­ne Kfz-Haft­pflicht um die soge­nann­te Mal­lor­ca-Poli­ce erwei­tern. Die schließt die Lücke zwi­schen den oft nied­ri­gen gesetz­li­chen Deckungs­sum­men im Aus­land und den tat­säch­li­chen Ansprü­chen eines Unfallopfers.

Vorteile

Durch Ver­ein­ba­rung von Selbst­be­hal­ten kann man sowohl in der Haft­pflicht als auch in der Voll- und Teil­kas­ko kräf­tig spa­ren. Wei­te­res Spar­po­ten­zi­al in der Kas­ko bie­ten soge­nann­te Werk­statt­ta­ri­fe. Bei denen muss das Auto im Scha­dens­fall in einer vom Ver­si­che­rer bestimm­ten Werk­statt repa­riert werden.

Nachteile

Damit bei selbst oder mit­ver­ur­sach­ten Unfäl­len die Fah­re­rin nicht finan­zi­ell im Regen steht, benö­tigt man eine Fah­rer­schutz­ver­si­che­rung. Die­se über­nimmt die finan­zi­el­len Unfall­fol­gen bei der Fah­re­rin, für die kein ande­rer auf­kommt, etwa die Kran­ken­ver­si­che­rung. Zudem zahlt sie Ver­dienst­aus­fäl­le, Haus­halts­hil­fen und Hinterbliebenenrenten.

Beratungsbedarf

Gering.

Immobilienpolicen

Beschreibung

Bau oder Kauf einer Immo­bi­lie ist für die meis­ten die größ­te finan­zi­el­le Inves­ti­ti­on ihres Lebens. Daher soll­te das Unter­fan­gen gegen Schä­den ver­si­chert sein. Eine Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung zahlt bei Schä­den, die durch Sturm, Hagel, Feu­er oder Lei­tungs­was­ser am Haus ent­ste­hen. Zusätz­li­chen Schutz bie­tet eine Ele­men­tar­scha­den­ver­si­che­rung. Die leis­tet bei Schä­den durch Stark­re­gen, Über­schwem­mung, Erd­rutsch, Erd­be­ben oder Lawinen. 

Wer baut, haf­tet für alle Schä­den, die von der Bau­stel­le aus­ge­hen. Ver­let­zen her­ab­fal­len­de Zie­gel Pas­san­ten, kann dies teu­er wer­den. Eine Bau­her­ren­haft­pflicht sichert hier ab. Wich­tig: Als Deckungs­sum­me min­des­tens drei, bes­ser fünf Mil­lio­nen Euro ver­ein­ba­ren. Brand, Blitz­schlag oder Explo­si­on kön­nen einen Neu­bau zer­stö­ren. Die finan­zi­el­len Fol­gen über­nimmt eine Feu­er­roh­bau­ver­si­che­rung. Oder man schließt bereits zu Bau­be­ginn eine Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung ab, dann gewährt die­se für den Roh­bau ein Jahr lang bei­trags­frei­en Feu­er­ver­si­che­rungs­schutz. Gegen Dieb­stahl von Bau­ma­te­ri­al oder mut­wil­li­ge Beschä­di­gung bereits fest ein­ge­bau­ter Bau­tei­le schützt eine Bauleistungsversicherung.

Wichtig

Hel­fen Freun­de oder Ver­wand­te beim Bau, sind die­se über die Berufs­ge­nos­sen­schaft Bau mit einer Bau­hel­fer-Unfall­ver­si­che­rung abzu­si­chern. Die Bau­her­rin muss pri­va­te Hel­fer bin­nen einer Woche anmel­den. Die Höhe der Bei­trä­ge rich­tet sich nach den vor­aus­sicht­li­chen Arbeits­stun­den und einem fik­ti­ven Ent­gelt. Der Bei­trag für 100 Hel­fer­stun­den liegt zwi­schen 145 und 160 Euro. 

Kauft man ein Haus schlüs­sel­fer­tig vom Bau­trä­ger, ist meist weder eine Bau­her­ren­haft­pflicht noch eine Bau­leis­tungs­ver­si­che­rung nötig. Plant man Um- oder Anbau­ten, deckt die Risi­ken even­tu­ell bereits die Pri­vat­haft­pflicht ab. Das soll­te man klä­ren. Für Immo­bi­li­en­käu­fe­rin­nen gilt: Fra­gen Sie, ob eine Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung exis­tiert! Falls ja, tre­ten Sie auto­ma­tisch in den alten Ver­trag ein. Prü­fen Sie, ob er Ihren Vor­stel­lun­gen entspricht.

Vorteile

Für ein paar Hun­dert Euro im Jahr las­sen sich selbst mil­lio­nen­teu­re Immo­bi­li­en absi­chern. Mit hohen Selbst­be­hal­ten von 2000 Euro oder mehr kann man die Kos­ten wei­ter senken.

Nachteile

Wohn­ge­bäu­de- und Ele­men­tar­scha­den­ver­si­che­run­gen leis­ten nicht bei einem Kamin­brand oder einem selbst ver­ur­sach­ten Brand, etwa durch Anzün­den einer Ker­ze. Eben­falls nicht ver­si­chert sind Schä­den durch Was­ser, das aus Aqua­ri­en aus­läuft. Wer­den Möbel oder ande­re Ein­rich­tungs­ge­gen­stän­de beschä­digt, ist das ein Fall für die Hausratversicherung.

Beratungsbedarf

Mit­tel.

Krankenversicherung

Beschreibung

In Deutsch­land muss jeder und jede kran­ken­ver­si­chert sein. Die meis­ten Men­schen hier­zu­lan­de sind Mit­glie­der der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung (GKV). Egal bei wel­cher Kas­se man sich ver­si­chert, die Leis­tun­gen sind größ­ten­teils gleich. Wer 2021 ins­ge­samt mehr als 64 350 Euro ver­dient oder wer Beam­tin, Selb­stän­di­ge, Stu­den­tin oder Frei­be­ruf­le­rin ist, kann auch eine pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung (PKV) abschlie­ßen. Hier gibt es unzäh­li­ge Tari­fe mit den unter­schied­lichs­ten Leis­tungs­ni­veaus. Nicht jeder PKV-Tarif bie­tet bes­se­re Leis­tun­gen als die GKV.

Wichtig

Wer sich in der PKV ver­si­chern will, soll­te mit­hil­fe eines unab­hän­gi­gen Bera­ters klä­ren, wel­cher Leis­tungs­um­fang abge­si­chert wer­den soll und was dies kostet.

GKV-Ver­si­cher­te dage­gen, die häu­fig ins Aus­land rei­sen, soll­ten eine Aus­lands­rei­se­kran­ken­ver­si­che­rung abschlie­ßen. Zwar steht GKV-Ver­si­cher­ten in Län­dern der Euro­päi­schen Uni­on und des Euro­päi­schen Wirt­schafts­raums die dor­ti­ge medi­zi­ni­sche Stan­dard­ver­sor­gung offen, aller­dings hat die oft nicht den Stan­dard wie hier­zu­lan­de. Zudem zahlt die GKV nur für medi­zi­nisch not­wen­di­ge Rücktransporte.

Selbst­stän­di­ge soll­ten dar­auf ach­ten, dass ihre Kran­ken­ver­si­che­rung ihnen ein aus­rei­chend hohes Kran­ken­ta­ge­geld zahlt. Falls nicht, soll­ten sie eine Zusatz­po­li­ce abschlie­ßen, die im Fall einer län­ge­ren Krank­heit den eige­nen Ver­dienst­aus­fall zumin­dest teil­wei­se kompensiert.

Eine Kran­ken­haus­zu­satz­po­li­ce ist dage­gen eher ver­zicht­bar, denn dabei geht es doch mehr um die Unter­brin­gung als um die medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung. Bei schwie­ri­gen Fäl­len wird der Chef­arzt oder die Chef­ärz­tin einer Kli­nik­ab­tei­lung auch bei GKV-Pati­en­ten ohne Zusatz­po­li­ce ein­ge­bun­den. Was jedoch für eine Zusatz­po­li­ce spre­chen kann: GKV-Ver­si­cher­te dür­fen das Kran­ken­haus, in dem sie behan­delt wer­den, eigent­lich nicht frei wäh­len, sie müs­sen viel­mehr das nächst­ge­le­ge­ne geeig­ne­te Kran­ken­haus auf­su­chen. Hier schafft eine Zusatz­po­li­ce eine gewis­se Freiheit.

Wer auf alter­na­ti­ve Heil­me­tho­den schwört, kann in der PKV ent­spre­chen­de Tarif­bau­stei­ne dazu­bu­chen, GKV-Ver­si­cher­te müs­sen dafür eine Zusatz­po­li­ce abschlie­ßen. Und wer einen bes­se­ren Zahn-ersatz will als in der GKV vor­ge­se­hen, soll­te eben­falls eine ent­spre­chen­de Zusatz­po­li­ce abschließen.

Vorteile

Die GKV sichert einen ein­heit­li­chen Leis­tungs­stan­dard ab, der durch Zusatz­po­li­cen indi­vi­du­ell auf­ge­stockt wer­den kann. In der PKV ist das gewünsch­te Niveau durch ent­spre­chen­de Tarif­bau­stei­ne indi­vi­du­ell wähl­bar. Kos­ten­lo­se Fami­li­en­ver­si­che­rung: Nur in der GKV sind nicht erwerbs­tä­ti­ge Ehe­part­ner und ein­ge­tra­ge­ne Lebens­part­ner eben­so mit­ver­si­chert wie Kin­der ohne eige­nen Verdienst.

Nachteile

Die Kos­ten für die medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung stei­gen stän­dig. Wäh­rend jedoch in der GKV jähr­lich neu jus­tiert wird, müs­sen die Prä­mi­en von PKV-Tari­fen laut Gesetz nur ange­ho­ben wer­den, wenn die Kos­ten um zehn Pro­zent oder mehr gestie­gen sind, das führt dann alle paar Jah­re zu gro­ßen Beitragsanpassungen.

Der Wech­sel von PKV-Ver­si­cher­ten in die GKV ist schwie­rig – ins­be­son­de­re für alle, die 55 Jah­re oder älter sind. In der PKV gibt es kei­ne kos­ten­lo­se Fami­li­en­ver­si­che­rung. Ehe­part­ner, ein­ge­tra­ge­ne Lebens­part­ner und Kin­der benö­ti­gen damit also eige­ne kos­ten­pflich­ti­ge Verträge.

Beratungsbedarf

Hoch.

Zusätzliche Rentenversicherung

Beschreibung

Alle wol­len mög­lichst lan­ge leben, und nie­mand will im Ruhe­stand den Gür­tel enger schnal­len. Das Pro­blem: Das Geld dafür muss man sich meist selbst erwirt­schaf­ten. Und je län­ger der Ruhe­stand dau­ert, des­to mehr Geld wird benö­tigt. Doch wie viel Geld braucht man im Alter? Als gro­be Faust­re­gel gel­ten etwa 70 bis 80 Pro­zent des letz­ten Net­to­ein­kom­mens. Das heißt: Wer wäh­rend des Arbeits­le­bens im Monat net­to 3000 Euro hat­te, benö­tigt im Alter min­des­tens 2100 Euro, bes­ser 2400 Euro. So viel gesetz­li­che Ren­te bekommt nie­mand. Daher muss prak­tisch jeder zusätz­lich fürs Alter vorsorgen.

Das kann man auf den unter­schied­lichs­ten Wegen tun: ent­we­der staat­lich geför­dert mit­tels Ries­ter- oder Rürup-Ren­te, im Rah­men der betrieb­li­chen Alters­vor­sor­ge (bAV) oder ohne jede För­de­rung mit­tels pri­va­ter Ren­ten­ver­si­che­run­gen. All die­se Alters­vor­sor­ge­pro­duk­te haben eines gemein: Sie zah­len im Alter Monat für Monat eine zusätz­li­che Rente.

Damit enden die Gemein­sam­kei­ten aber auch schon. Es gibt eine Viel­zahl an Vari­an­ten. Allein in der bAV exis­tie­ren sechs ver­schie­de­ne Durch­füh­rungs­we­ge mit den unter­schied­lichs­ten Anfor­de­run­gen; bei Ries­ter- und Rürup-Pro­duk­ten muss man vie­le Ein­schrän­kun­gen hin­neh­men, um die staat­li­che För­de­rung nicht zu ver­lie­ren. Bei pri­va­ten Ren­ten­po­li­cen dürf­te kaum jemand wis­sen, wel­che Unter­schie­de es zwi­schen klas­si­schen Poli­cen, Zwei- und Drei-Topf-Hybri­den, Index­po­li­cen und Fonds­po­li­cen mit und ohne Garan­tie gibt – und wie sich dies auf die Ren­di­te aus­wirkt. Eine fun­dier­te, unab­hän­gi­ge Bera­tung ist des­halb sehr zu empfehlen.

Wichtig

Je frü­her man mit der zusätz­li­chen Alters­vor­sor­ge beginnt, des­to bes­ser. Dank län­ge­rer Anspar­pha­se und Zin­ses­zins­ef­fekt las­sen sich so mit nied­ri­ge­ren Monats­bei­trä­gen statt­li­che Sum­men ansparen.

Vorteile

In der bAV muss der Arbeit­ge­ber seit 2019 bei Neu­ver­trä­gen einen Zuschuss von 15 Pro­zent zah­len, bei Alt­ver­trä­gen ist er dazu erst ab 2022 ver­pflich­tet. Zudem sind bei bAV-Pro­duk­ten in der Anspar­pha­se Bei­trä­ge bis zu einer gewis­sen Höhe steu­er- und sozialabgabenfrei.

Nachteile

Wegen der Nied­rig­zins­pha­se sind vie­le Alters­vor­sor­ge­pro­duk­te der­zeit äußerst ren­di­te­schwach. Fonds- oder index­ge­bun­de­ne Lösun­gen kön­nen hier mehr bie­ten, jedoch ist ihre Kon­struk­ti­on oft schwer verständlich.

Beratungsbedarf

Sehr hoch.

Rechtsschutzpolice

Beschreibung

Eine Rechts­schutz­po­li­ce über­nimmt im Ernst­fall die Kos­ten von Gerichts­ver­fah­ren. Man kann also um sein gutes Recht strei­ten, ohne den Ruin befürch­ten zu müs­sen. Denn sind die Streit­geg­ner finanz­star­ke Unter­neh­men, haben die oft finan­zi­ell den län­ge­ren Atem und fech­ten Urtei­le nur des­halb an, um den Geg­ner zu zer­mür­ben. Rechts­schutz­po­li­cen sind oft nach dem Bau­stein­prin­zip auf­ge­baut. Für abhän­gig Beschäf­tig­te ist Rechts­schutz meist in fol­gen­den Berei­chen sinn­voll: Pri­vat­schutz (ein­schließ­lich Vertrags‑, Schadenersatz‑, Steuer‑, Verwaltungs‑, Straf- und Sozi­al­schutz), Berufs- und Ver­kehrs­schutz sowie even­tu­ell Wohn­rechts­schutz. Man wählt jedoch nur die Bau­stei­ne aus, die man tat­säch­lich benö­tigt. So brau­chen Gewerk­schafts­mit­glie­der kei­nen zusätz­li­chen Berufs­rechts­schutz, und wer im Mie­ter­ver­ein Mit­glied ist, benö­tigt kei­nen Wohnrechtsschutz.

Wichtig

Gute Poli­cen ste­hen auch für außer­ge­richt­li­che Anwalts‑, Ver­fah­rens- und Gut­ach­ter­kos­ten ein. Eini­ge Ver­si­che­rer zah­len nur für Strei­tig­kei­ten, die nach Abschluss der Poli­ce ent­stan­den sind. Bis zu meh­re­ren Mona­ten „War­te­zeit“ sind üblich. Ist ein Streit bei Abschluss der Poli­ce schon vor Gericht anhän­gig, zahlt der Ver­si­che­rer nicht. Wer meint, dass es wegen ande­rer Poli­cen, etwa Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­run­gen, Ärger geben könn­te, soll­te die Recht­schutz­po­li­ce nicht beim sel­ben Anbie­ter abschließen.

Der Ver­si­che­rer muss an Anwalts­ge­büh­ren nur zah­len, was dem Juris­ten laut Rechts­an­walts­ver­gü­tungs­ge­setz zusteht. Schließt der Man­dant mit dem Anwalt einen Hono­rar­ver­trag, kann es sein, dass er einen Teil der Kos­ten trotz Poli­ce aus eige­ner Tasche zah­len muss.

Vorteile

Durch das Bau­kas­ten­sys­tem las­sen sich pass­ge­naue und dadurch kos­ten­güns­ti­ge­re Poli­cen „schnei­dern“.

Wer einen Selbst­be­halt wählt, kann die Kos­ten drü­cken. Fami­li­en und zusam­men­le­ben­de Paa­re benö­ti­gen meist nur eine Poli­ce. Nicht berufs­tä­ti­ge, unver­hei­ra­te­te Kin­der sind in Fami­li­ent­a­ri­fen meist mitversichert.

Nachteile

Man­che Risi­ken wer­den von kei­ner Rechts­schutz­po­li­ce abge­deckt. So wer­den etwa im Bereich Fami­li­en- und Erbrecht meist nur die Kos­ten der anwalt­li­chen Erst­be­ra­tung von bis zu 250 Euro über­nom­men. Für den Bereich Bau­recht müs­sen eige­ne Poli­cen abge­schlos­sen wer­den. Bei den meis­ten neue­ren Poli­cen ist zudem der Bereich Kapi­tal­an­la­ge­recht ausgeschlossen.

Beratungsbedarf

Mit­tel.

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Teil 4: Auf Deine Gesundheit!

„Die Gesund­heit ist ein kost­ba­res Gut – nur sie ist es wert, dass man dafür sei­ne Zeit, sei­nen Schweiß, sei­ne Arbeit und sein Geld ein­setzt“, wuss­te der fran­zö­si­sche Phi­lo­soph Michel de Mon­tai­g­ne. Doch wäh­rend eine lan­ge, schwe­re Krank­heit im 16. Jahr­hun­dert oft den finan­zi­el­len Ruin bedeu­te­te, kann man sich heu­te gegen die finan­zi­el­len Fol­gen schwe­rer Erkran­kun­gen absichern. 

Versichert? – Aber richtig!

Das Leben ist vol­ler Risi­ken. Gegen die finan­zi­el­len Fol­gen vie­ler Risi­ken gibt es Ver­si­che­run­gen. Doch nicht jede Poli­ce ist sinn­voll. Und längst nicht alle exis­ten­zi­el­len Risi­ken sind auch allen bewusst. In die­ser Serie klärt Cou­ra­ge über die wirk­lich gro­ßen Risi­ken auf – und wie man sich gegen deren Fol­gen absichert.



Teil 5: Die Pflegelücke schließen

Durch die stei­gen­de Lebens­er­war­tung wer­den die Deut­schen immer älter. Aber auch immer mehr Men­schen wer­den pfle­ge­be­dürf­tig. Die gesetz­lich vor­ge­schrie­be­nen Pfle­ge­ver­si­che­run­gen sind kei­ne Voll­kas­ko-Poli­cen. Damit hohe Pfle­ge­kos­ten nicht das gesam­te Ver­mö­gen auf­fres­sen, zeigt die Absi­che­rungs­se­rie wel­che Mög­lich­kei­ten es gibt, sich dage­gen abzusichern.

Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung ist ers­te Wahl, wenn es um die Absi­che­rung der Arbeits­kraft geht. Doch was tun, wenn die­se Poli­cen nicht zu bekom­men sind — egal ob aus gesund­heit­li­chen, beruf­li­chen oder finan­zi­el­len Grün­den? Hier eine Rei­he von Alter­na­ti­ven, die immer noch bes­ser sind als gar kei­ne Absi­che­rung. Die Rating­agen­tur Fran­ke und Born­berg hat jeweils emp­feh­lens­wer­te Anbie­ter herausgesucht.

Absichern für den Ernstfall

Sie ist die wich­tigs­te Ver­si­che­rung für alle, die von ihrer Arbeit leben müs­sen, doch nur jeder Vier­te hat sie: eine Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung. Es ist rat­sam, das Risi­ko einer Berufs­un­fä­hig­keit (BU) pri­vat abzu­si­chern. Wor­auf man ach­ten muss und was zu tun ist, falls eine kom­plet­te Absi­che­rung uner­reich­bar ist, erklärt Courage.

Kfz-Policen regelmäßig zu überprüfen lohnt sich

Es ist sinn­voll sei­ne Kfz-Poli­cen regel­mä­ßig zu über­prü­fen. Denn vie­le Auto­fah­re­rin­nen kön­nen mit­un­ter meh­re­re Hun­dert Euro im Jahr spa­ren. Dazu müs­sen sie nur bereit sein, den Ver­si­che­rer zu wech­seln. Wer das zum 1. Janu­ar tun möch­te, muss sei­ne Ver­si­che­rung bis spä­tes­tens 30. Novem­ber kün­di­gen. Andern­falls ver­län­gert sich der Ver­trag auto­ma­tisch um ein Jahr. Cou­ra­ge klärt auf, wel­cher Schutz der rich­ti­ge ist.



Teil 6: Der Tod – ein Risiko für Angehörige

Woo­dy Allen hat es auf den Punkt gebracht: „Ich habe kei­ne Angst vor dem Tod. Ich möch­te nur nicht dabei sein, wenn es pas­siert.“ Der eige­ne Tod ist ein Tabu­the­ma. Doch wer sei­ne Ange­hö­ri­gen liebt, muss sich damit beschäf­ti­gen und über­le­gen, wie man sei­ne Liebs­ten vor finan­zi­el­len Fol­gen schüt­zen kann. Wie das am sinn­volls­ten geht, erläu­tert die Cou­ra­ge-Serie Absicherungen.



Teil 3: Das größte Vermögen? Die eigene Arbeitskraft! 

Neben der pri­va­ten Haft­pflicht­ver­si­che­rung gibt es kei­ne Poli­ce, die wich­ti­ger ist als eine pri­va­te Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung – kurz „BU“. Denn sie sichert das größ­te Ver­mö­gen ab, das die meis­ten Men­schen haben: ihre Arbeits­kraft. Was sich vie­le nicht klar machen: Im Lau­fe eines Arbeits­le­bens ver­die­nen die meis­ten mehr als eine Mil­li­on Euro. 



Teil 2: Damit Schaden nicht arm macht 

Was hat die Brand­ka­ta­stro­phe in der Sil­ves­ter­nacht 2019/2020 im Kre­fel­der Zoo mit Ver­si­che­run­gen zu tun? Recht viel. Zeigt sie doch, wie unver­zicht­bar eine Haft­pflicht­po­li­ce ist. Wor­auf beim Abschluss die­ser Poli­ce zudem zu ach­ten ist, erläu­tert der zwei­te Teil der Cou­ra­ge-Absi­che­rungs­se­rie zu exis­ten­zi­ell wich­ti­gen Versicherungen. 

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