• Constanze Hintze, Geschäftsführerin von Svea Kuschel + Kolleginnen
    Constanze Hintze, Geschäftsführerin von Svea Kuschel + Kolleginnen, ©Svea Kuschel + Kolleginnen

Die weiteren Aussichten: es bleibt wechselhaft bis stürmisch, aber zunehmend freundlicher

2022-06-23T08:54:42+02:0015. Juni 2022|

Lan­ge Zeit haben wir gehofft, dass sich die Welt von den aktu­el­len viel­fäl­ti­gen Kri­sen wie­der selbst erholt und ord­net. Doch spä­tes­tens seit Mit­te Juni, als der US-Noten­bank­prä­si­dent Powell über­ra­schend eine neue Zei­ten­wen­de ein­ge­lei­tet hat, wis­sen wir das dem nicht so ist. 

Von Con­stan­ze Hintze

Spon­so­red Post

Die Noten­bank der USA hat den Leit­zins um 75 Basis­punk­te erhöht. Das ist der stärks­te Anstieg seit 1994 und ein deut­li­ches Signal an die Welt- und Finanz­wirt­schaft. Die USA möch­te der Infla­ti­on so schnell wie mög­lich Ein­halt gebie­ten und nimmt dabei alle Risi­ken für die Bör­sen und die glo­ba­le Kon­junk­tur in Kauf. Viel­leicht wer­den wir rück­bli­ckend auf jenen 15. Juni 2022 als das Ende einer gol­de­nen Ära schau­en. Wir wis­sen es heu­te noch nicht.Soviel ist aber jetzt schon klar: die Akti­en­märk­te reagie­ren auf die­sen Ein­griff sehr nervös.

Ich hal­te es für Pri­vat­an­le­ger: innen den­noch für sinn­voll, gera­de in die­sen har­ten Zei­ten in Akti­en zu inves­tie­ren. Inves­ti­tio­nen in Akti­en sind und blei­ben auf lan­ge Sicht die Anla­ge­klas­se, die für lang­fris­ti­ge Anleger:innen am ertrags­reichs­ten sind. Wich­tig ist nur, beson­nen, stra­te­gisch klug und mit der Bereit­schaft zu einem län­ger­fris­ti­gen Anla­ge­zeit­raum vor­zu­ge­hen. Das heißt vor allem: Diver­si­fi­ka­ti­on und nicht alles auf eine Kar­te zu set­zen. Eine mög­lichst brei­te Inves­ti­ti­on, die vie­le Ein­zel­wer­te, Bran­chen und Regio­nen ent­hält, um so das Chan­ce-Risi­ko-Ver­hält­nis trotz unsi­che­rem Markt­ge­sche­hen zu bewah­ren. Für unge­üb­te Anleger:innen bie­tet sich daher die Mög­lich­keit in akti­ve gema­nag­te Akti­en- und Misch­fonds ein­zu­stei­gen. Die­se wer­den von erfah­re­nen Fondsmanager:innen geführt, die auch in Kri­sen­zei­ten die Chan­cen und Risi­ken fest im Blick haben und täg­lich ihr Port­fo­lio anpas­sen. So kön­nen sie jeder­zeit gegen den Abwärts­trend reagie­ren und die Akti­en­quo­te aktiv redu­zie­ren – ganz im Gegen­teil zu pas­si­ven Fonds (ETFs). Die­se bil­den näm­lich je nach Schwer­punkt­the­men den Index an den Bör­sen ab und kön­nen lei­der gera­de in Abwärts­pha­sen die hohen Ver­lus­te nicht aus­glei­chen. Ein beson­de­res Merk­mal von aktiv gema­nag­ten Fonds ist zum Bei­spiel die Inves­ti­ti­ons­stra­te­gie in sub­stanz­star­ke Qua­li­täts­ak­ti­en jener Unter­neh­men, die als Welt­markt­füh­rer das Poten­zi­al auf­wei­sen, sich auch in schwie­ri­gem Markt­um­feld zu behaupten.

Ich rate des­halb gera­de jetzt Anleger:innen ihre aktu­el­le Stra­te­gie zu über­prü­fen, um ihre Depots, die sie über Jah­re erfolg­reich auf­ge­baut haben, abzu­si­chern. Damit sie auch durch stür­mi­sche­re Zei­ten sicher navigieren.

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