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  • Mit Donuts hat Familie Seker ein Imperium geschaffen, ©timleerookie - stock.adobe.com

Die Donutwelle: Wie aus Royal Donuts ein Imperium wurde

2022-07-18T09:06:02+02:0015. Juli 2022|

170 Läden, die mit­ten in der Coro­na­pan­de­mie ent­stan­den: Wie Fami­lie Seker die­ser Erfolg gelin­gen konn­te und wie die Zucker­krin­gel zu “Roy­al Donuts” wer­den. 

Von Mat­thi­as Lauerer

Wirt­schaft­li­che Hel­den­ge­schich­ten gibt es in der Bun­des­re­pu­blik vie­le. Max Grun­dig wäre da zu nen­nen. Oder Wolf­gang Grupp von „Tri­gema“ oder sicher auch Heinz Nix­dorf. Sie bau­ten Impe­ri­en auf, die mit der Zeit ver­gin­gen.  

Zuckerbomben für die Massen

Insgesamt 170 Royal Donuts-Läden gibt es in Deutschland, ©Matthias Lauerer

Ins­ge­samt 170 Roy­al Donuts-Läden gibt es in Deutsch­land, ©Mat­thi­as Lauerer

Nur, wer erzählt heu­te noch sol­che Erfolgs­ge­schich­ten? Ein Bei­spiel wären Enes und Melis­sa Seker aus Aachen. Die bei­den Rhein­län­der schu­fen, mit­ten in der Coro­na­pan­de­mie, ein klei­nes Impe­ri­um. Im Ver­kauf haben sie Donuts. Die­se Zucker­krin­gel schwapp­ten als Mode aus den Ver­ei­nig­ten Staa­ten als Trend zu uns. Die Idee: Lie­ße sich damit nicht auch bei uns Geld ver­die­nen? Sekers Laden­ket­te nennt sich „Roy­al Donuts“, der Fir­men­na­me ist noch ehr­li­cher: „Roy­al Donuts Sugar GmbH“. Und wer ver­ste­hen will, wes­halb Deutsch­lands Bevöl­ke­rung gewichts­mä­ßig so augen­schein­lich zuge­legt hat, der kommt an einem Blick auf die süßen Zucker- und Kalo­rien­rin­ge nicht vor­bei. Was dabei sehr erstaunt: 170 Läden fir­mie­ren im Fran­chise­sys­tem heu­te unter der Flag­ge von „Roy­al Donut.“     

Explosives Wachstum

Dem „Köl­ner Stadt­an­zei­ger“ erzähl­ten die Fir­men­grün­der bereits 2020: „Es sol­len sich etwa 40 Inter­es­sen­ten pro Tag mel­den, um eine neue Filia­le zu eröff­nen.“ Und wei­ter: „Auch in Köln wird es nicht mehr lan­ge bei dem einen Stand­ort blei­ben, berich­tet Seker und ver­weist auf sechs geplan­te Filia­len in Köln, dar­un­ter auf der Hohe Stra­ße, in Deutz und Kalk/Mülheim. Auch in Hürth-Effe­ren steht eine Filia­le vor der Eröff­nung.“ Heu­te gibt es eine drei­stel­li­ge Zahl von Läden, es ist ein enor­mer Erfolg. 

Studium oder doch lieber Donuts?

Laut der Tages­zei­tung „Welt“ ähnelt Sekers Geschich­te einer ame­ri­ka­ni­schen „vom Tel­ler­wä­scher zum Mil­lio­när “-Kar­rie­re. Wei­ter heißt es: „Nach dem Abitur stu­dier­te er „Mobi­li­tät und Ver­kehr“ an der „RWTH“ Aachen. ´Ich wuss­te nicht, was aus mir wer­den soll­te. Einer mei­ner bes­ten Freun­de ging zur Poli­zei, einer zur Feu­er­wehr, einer hat Phy­sik stu­diert. Jeder schlug einen Weg ein. Also wähl­te ich, was mir am inter­es­san­tes­ten schien.´ Doch die Vor­stel­lung vom Stu­di­um war falsch.“ Seker ver­lässt die Uni und arbei­tet in einem Han­dy­la­den. Dann kommt der Fami­lie der Ein­fall mit den Donuts. Mit 8.000 Euro legt man los und „eröff­net im Novem­ber 2018 den ers­ten ´Roy­al Donuts´.“ 

Früher Handarbeit

Im „Express“ hieß es über das Paar wei­ter: „Zu Beginn buken die Sekers die Süßig­keit noch selbst, nun lie­fert ein Groß­bä­cker die nack­ten Donuts. Die Mit­ar­bei­ter in den Filia­len machen dar­aus dann einen ´Roy­al Donut´. Das funk­tio­niert nach dem Bau­kas­ten­prin­zip, es braucht dafür kei­ne jah­re­lan­ge Erfah­rung in der Gas­tro­no­mie.“ 

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