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Geld sparen

Geld spielt im täglichen Leben eine wichtige Rolle – und zwar mehr, als es eini­gen Men­schen lieb ist. Denn mit Geld wird nicht nur Pos­i­tives verknüpft, son­dern auch vieles, das als lästig emp­fun­den wird: Steuern, Gel­dan­lage und Vor­sorge. Dabei sind das genau die The­men, die wichtig sind – denn wer finanziell gut aufgestellt ist, hat im Alter weniger Sor­gen. Doch wie packt man seine Finanzen an?

Finanzielle Situation

Im ersten Schritt ist es wichtig, sich über seine finanzielle Sit­u­a­tion im Klaren zu wer­den. Wie hoch sind die Ein­nah­men, wie hoch sind die Aus­gaben? Über einen bes­timmten Zeitraum ein Haushalts­buch zu führen hil­ft dabei, einen guten Überblick über das eigene Kon­sumver­hal­ten zu erhal­ten. Und es eröffnet Spar­po­ten­tial. Häu­fig lässt sich im All­t­ag viel Geld sparen, indem man regelmäßige aber eigentlich unnötige Aus­gaben ver­mei­det. Wer einige Spar­regeln beachtet, dem wird es leicht fall­en, mehr Geld zurück zu leg­en. Auch Maß­nah­men wie frei­willig eine Steuer­erk­lärung zu machen, lohnt sich.

ETF-Sparpläne

Im näch­sten Schritt sollte ein Not­groschen angelegt wer­den – meis­tens 3–6 Net­to-Gehäl­ter für unge­plante Aus­gaben. Der Not­groschen gehört auf das Tages­geld­kon­to, damit er im Fall des Fall­es rasch ver­füg­bar ist. Ist der Not­groschen anges­part, geht es an den Ver­mö­gen­sauf­bau. Für Ein­steiger eignen sich ETF-Sparpläne. ETFs (Exchange Trad­ed Funds) sind Index­fonds, die einen vorgebe­nen Korb von Aktien und anderen Wert­pa­pieren abbildet – einen Index eben. ETFs haben einige Vorteile: Sie sind kostengün­stig und ein­fach zu ver­ste­hen.

Wichtig­ster Unter­schied zu einem Fonds ist das Fehlen eines Man­agers, der nach ver­schiede­nen Ansätzen (zum Beispiel Bot­tom-Up) sein Port­fo­lio zusam­menset­zt. Das ist der Grund, weshalb ETFs kostengün­stiger sind – allerd­ings kann bei Börsen­tur­bu­len­zen nicht aktiv gegen ges­teuert wer­den, wie es ein Fonds­man­ag­er eines aktiv gem­anagten Fonds könnte.Der Klas­sik­er der ETFs ist der MSCI World, der rund 1600 Aktien aus Indus­trien­atio­nen. Für ihn gibt es eine Rei­he von ETFs. Als Ergänzung wird häu­fig der MSCI Emerg­ing Mar­kets emp­fohlen, der Aktien aus Schwellen­län­dern abbildet. Bei­de Indizes zusam­men wer­den oft als Welt­port­fo­lio beze­ich­net. Bei der Auswahl des ETF ist es wichtig, auf einige weit­ere Punk­te zu acht­en: Das Anlagevol­u­men des ETF sollte min­destens 100 Mil­lio­nen Euro betra­gen. Anleger soll­ten zudem die Gebühren berück­sichti­gen und sich entschei­den, ob der ETF seine Erträge auss­chüt­tet oder rein­vestiert (the­sauri­eren­der ETF).

Die Rep­lika­tion­s­meth­ode – physisch oder syn­thetisch replizierend – ist eben­falls von Belang. Ist die Entschei­dung für einen ETF (oder auch einen Fonds) gefall­en, ste­ht die Frage im Raum, ob man sich für ein Einzel-Invest­ment oder einen Spar­plan entschei­den soll. Sparpläne haben den Vorteil, dass der Cost-Aver­age-Effekt zum Tra­gen kommt – also der Durch­schnittskosten­ef­fekt.

Vermögen streuen

Zudem lassen sich Sparpläne – je nach Depot-Anbi­eter – sehr gün­stig, oft sog­ar kosten­los, ein­richt­en. Langfristig ist es sin­nvoll, sein Ver­mö­gen noch weit­er zu streuen – auch über andere Anlageklassen hin­weg. Eine gute Port­fo­lioal­loka­tion macht das Port­fo­lio sta­bil­er. Anlei­hen und Rohstoffe – allen voran Gold – bieten gute Möglichkeit­en, das Depot abzu­sich­ern. Für erfahrene Anleger kom­men auch Strate­gien mit Derivat­en in Frage. Über Zer­ti­fikate – gegebe­nen­falls sog­ar gehe­belt – lässt sich das Depot beispiel­sweise absich­ern.