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Was du schon vor der Trennung wissen musst

2019-11-13T16:04:54+01:0017. Oktober 2019|

Die gute Nachricht vor­weg: In Deutsch­land wer­den immer weniger Ehen geschieden. Für die Betrof­fe­nen ist die Tren­nung dadurch aber nicht weniger schlimm. Zu emo­tionalen gesellen sich schnell finanzielle Sor­gen. Nicht sel­ten endet eine Ehe in Stre­it und Chaos. In unser­er Serie „Schei­dungs-Rat­ge­ber“ bekommst du daher wertvolle Tipps zu deinen Recht­en und Pflicht­en im Fall der Schei­dung. Im ersten Teil erfährst du, wie du dich auf eine Tren­nung vor­bere­it­en kannst.

Von Daniela Mey­er

Tat­säch­lich nimmt die Anzahl der Eheschei­dun­gen in Deutsch­land laut Sta­tis­tis­chem Bun­de­samt stetig ab. Trotz­dem wur­den im Jahr 2018 ins­ge­samt noch 148.066 Ehen geschieden (2003: 213.975). Den fast 150.000 Schei­dun­gen standen im ver­gan­genen Jahr allerd­ings knapp 450.000 Hochzeit­en gegenüber. Die meis­ten Ehen gehen auch nicht, wie oft angenom­men, nach kurz­er Zeit auseinan­der, son­dern nach ein­er durch­schnit­tlichen Ehedauer von 26 Jahren. Betrof­fen sind dabei lei­der oft nicht nur die Ehep­art­ner, son­dern auch die Kinder des Paares, das sich tren­nt. So waren im ver­gan­genen Jahr 121.300 Min­der­jährige von der Schei­dung ihrer Eltern betrof­fen. Häu­fig bleiben die Kinder dann bei nur einem Eltern­teil. Daher gibt es in Deutsch­land rund 2,17 Mil­lio­nen allein­erziehende Müt­ter und etwa 410.000 allein­erziehende Väter.

In unser­er Serie „Schei­dungs-Rat­ge­ber“ bekommst du leben­sna­he und prak­tis­che Tipps von unser­er Exper­tin, der Fam­i­lien­recht­lerin und Autorin Andrea Pey­erl.

Scheidungs-Ratgeber, Teil 1: Erste Vorbereitungen

In den meis­ten Fällen kündigt sich eine Tren­nung ja schon über einen län­geren Zeitraum hin­weg an. Es kriselt in der Beziehung, selb­st Kleinigkeit­en führen zu Stre­it und Uneinigkeit. Doch bevor es ganz aus ist und man gar nicht mehr miteinan­der reden kann, sollte man einige Dinge regeln und schon mal die wichtig­sten Unter­la­gen zusam­men­stellen.

Am Besten informieren Sie sich schon vor oder spätestens bei ein­er Tren­nung über Ihre Rechte. Wed­er die Akzep­tanz noch die Ablehnung von Ansprüchen kann ohne pro­fes­sionelle Beratung sachgerecht erfol­gen.

Was ist also zu tun? Zuerst ist es wichtig, dass Sie sich einen Ein­druck über Ihre gesamten wirtschaftlichen Ver­hält­nisse ver­schaf­fen. Im Wesentlichen soll­ten Sie fol­gende Unter­la­gen schnell­st­möglich, zum Beispiel in ein­er Mappe, sam­meln. Es sieht auf den ersten Blick viel aus, ist aber in der Regel nicht schwierig zusam­men­zustellen. Diese Doku­menten­mappe wird Ihnen im weit­eren Ver­lauf sehr helfen. Denn die gesam­melten Unter­la­gen dienen als gute Basis und bieten Ihnen einen Überblick für Ihr weit­eres Vorge­hen.

  • Einkün­fte aus Erwerb­stätigkeit (die let­zten 12 Gehaltsabrech­nun­gen bei Angestell­ten, bzw. die let­zten drei Gewin­ner­mit­tlun­gen bei Selb­st­ständi­gen)
  • Einkün­fte aus Ver­mi­etung und Ver­pach­tung (Mietverträge/Kosten)
  • Einkün­fte aus Kap­i­talver­mö­gen (Mit­teilun­gen der Banken am Jahre­sende über Zin­sen, Div­i­den­den etc.)
  • Einkom­men­steuer­erk­lärun­gen und Steuerbeschei­de der let­zten drei Jahre
  • Auflis­tung der monatlichen Zahlungsverpflich­tun­gen
  • Depotauszüge (Aktien, Fonds etc.)
  • Rück­kauf­swerte und Gewin­nan­teile bei Lebensver­sicherun­gen
  • Kon­tenstände bei Girokon­ten, Sparkon­ten und son­sti­gen Gel­dan­la­gen
  • Baus­parguthaben
  • Immo­bilien (Kaufverträge, Wertgutacht­en, Grund­buchauszüge)
  • Dar­lehensverträge
  • Ehev­er­trag (falls ein solch­er notariell geschlossen wurde)
  • Tes­ta­ment (falls ein solch­es ver­fügt wurde)

Gehen Sie mit diesen Unter­la­gen zu einem qual­i­fizierten Schei­dungsan­walt. Diesen erken­nen Sie daran, dass er oder sie Fachan­walt oder Fachan­wältin für Fam­i­lien­recht ist. Er oder sie wird Sie fach­lich kom­pe­tent berat­en kön­nen und opti­mal durch diese für Sie schwierige Zeit begleit­en und Ihnen mit Rat und Tat zur Seite ste­hen kön­nen.

Im zweit­en Teil unser­er Serie „Schei­dungs-Rat­ge­ber“ erfährst du, warum es wichtig ist, den genauen Zeit­punkt ein­er Tren­nung zu ken­nen und festzule­gen.


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„Ver­mö­gen­steilung bei Schei­dung – So sich­ern Sie sich Ihre Ansprüche“, 3. Auflage, Edmonde Charles-Roux, dtv, ISBN 978–3‑423–50786‑8, Preis: 11,90 Euro

* Bei diesem Pro­dukt han­delt es sich um ein Affil­i­ate-Link. Wenn du auf so einen Affil­i­ate-Link klickst und über diesen Link einkauf­st, bekom­men wir von dem betr­e­f­fend­en Online-Shop oder Anbi­eter eine Pro­vi­sion. Für dich verän­dert sich der Preis nicht.

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“Man muss immer vorwärtsgehen.”

Ver­sace war lange eine der weni­gen ital­ienis­chen Luxu­s­marken, die sich mehrheitlich in Fam­i­lienbe­sitz befand. 2018 verkaufte Donatel­la Ver­sace das leg­endäre Label an eine Hold­ing. “Ich habe nicht verkauft, um Geld zu machen und es auf die Bank zu brin­gen. Ich habe verkauft, um der Marke Ver­sace Zugang zu Investi­tio­nen zu ermöglichen, die es ihr erlauben, zu wach­sen. Ich fürchte, Fam­i­lienun­ternehmen wer­den ohne­hin mehr und mehr ver­schwinden.”

Teil 2: Geld für Eltern

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Es ist sin­nvoll seine Kfz-Poli­cen regelmäßig zu über­prüfen. Denn viele Aut­o­fahrerin­nen kön­nen mitunter mehrere Hun­dert Euro im Jahr sparen. Dazu müssen sie nur bere­it sein, den Ver­sicher­er zu wech­seln. Wer das zum 1. Jan­u­ar tun möchte, muss seine Ver­sicherung bis spätestens 30. Novem­ber kündi­gen. Andern­falls ver­längert sich der Ver­trag automa­tisch um ein Jahr. Courage klärt auf, welch­er Schutz der richtige ist.

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