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Vermögensaufbau: Viel Sparpotenzial im Alltag

2019-11-13T16:04:42+02:004. November 2019|

Bewusster Kon­sum zahlt sich beim Ver­mö­gen­sauf­bau aus – im wahrsten Sinne des Worts: Mit der soge­nan­nten 752-Regel sowie der 173-Regel lässt sich rasch über­schla­gen, wie viel Poten­zial eine Spar­maß­nahme auf Zehn­jahres­sicht hat. Das erle­ichtert Kaufentschei­dun­gen.

Von Astrid Zehbe

Schon mit kleinen Beträ­gen lässt sich ein Ver­mö­gen auf­bauen – vor allem, wenn man bere­its in jun­gen Jahren mit dem Sparen begin­nt. Der Zins­eszin­sef­fekt sorgt langfristig dafür, dass aus den einst ver­meintlich mick­ri­gen Beträ­gen über die Jahre und Jahrzehnte ein stat­tlich­es Ver­mö­gen wach­sen kann.

Vie­len Men­schen fällt es jedoch schw­er zu erken­nen, wo sie sparen kön­nen – ganz ein­fach, weil sie glauben, man benötige hohe Spar­rat­en, um Ver­mö­gen aufzubauen. Dabei zählen auch kleine Beträge, die im All­t­ag fast schon unbe­merkt durch einen Cof­fee to go hier und ein Crois­sant da ver­schwinden. Ganz nach dem Mot­to: Klein­vieh macht auch Mist.

Haushaltsbuch führen und Konsumgewohnheiten erkennen

Um ein Bewusst­sein für die tat­säch­liche Größenord­nung solch­er Beträge zu erhal­ten, ist es sin­nvoll, für einige Zeit – auch wenn es etwas alt­back­en anmuten mag – ein Haushalts­buch zu führen. In ihm wer­den Gelde­ingänge und Gel­daus­gänge reg­istri­ert und am Monat­sende aus­gew­ertet. Auf diese Weise lassen sich Aus­gaben kon­trol­lieren und – noch wichtiger – teure Kon­sumge­wohn­heit­en erken­nen. Der Cof­fee to go ist dabei wohl das stra­pazierteste Beispiel. Aber auch ungenutzte Abos (Klas­sik­er: Fit­nessstu­dio), Impul­skäufe nicht benötigter Dinge oder regelmäßige Restau­rantbe­suche in der Mit­tagspause (gesunde und gün­stige Alter­na­tive: Meal Prep sind Kon­sumge­wohn­heit­en, die auf lange Sicht teuer sind.

Was uns der täglich Coffee to go wirklich kostet

Es ist darum rat­sam, sich die soge­nan­nten Oppor­tu­nität­skosten wiederkehren­der Aus­gaben vor Augen zu führen. Das sind jene Kosten, die durch den Kauf entste­hen – und zwar, weil das Geld nicht an ander­er Stelle zur Ver­fü­gung ste­ht – zum Beispiel zum Investieren.

Einge­fleis­chte Spar­füchse bedi­enen sich daher zweier ein­fach­er Regeln, die auf den bekan­nten amerikanis­chen Finanz-Blog­ger Mr. Mon­ey Mus­tache zurück­ge­hen: die 752-Regel und die 173-Regel. Mit ihnen lässt sich das Ver­mö­gen berech­nen, welch­es einem durch wiederkehrende, aber vielle­icht unnötige Aus­gaben in zehn Jahren schätzungsweise ent­ge­ht. Dabei mul­ti­pliziert man regelmäßige wöchentliche Aus­gaben mit dem Fak­tor 752. Monatlich anfal­l­ende Kosten wer­den mit der Zahl 173 mul­ti­pliziert.

Wer zum Beispiel jede Woche auf dem Weg zur Arbeit 20 Euro für Kaf­fee aus­gibt, dem geht in zehn Jahren ein Ver­mö­gen von 15.040 Euro (= 20 Euro x 752) durch die Lap­pen. Es lohnt sich also finanziell, seinen Kaf­fee entwed­er noch zu Hause oder, falls möglich, auf der Arbeit zu trinken. Das Geld, das man auf diese Weise spart, wird investiert.

Das monatliche Fit­nessstu­dio-Abo in Höhe von 40 Euro schlägt auf Zehn­jahres­sicht mit 6920 Euro zu Buche. Dabei lässt sich auch wun­der­bar ohne Train­ings­geräte Sport treiben, beispiel­sweise mit Freelet­ics. Bei diesem Fit­nesspro­gramm trainiert man in der Regel lediglich mit seinem eige­nen Kör­pergewicht. Das kostet nichts und ist darüber hin­aus auch noch sehr flex­i­bel.

Vermögensaufbau: Langfristiges Sparpotenzial erkennen

Natür­lich geben die Zahlen nur eine grobe Ori­en­tierung, denn bei bei­den Regeln wird vere­in­facht angenom­men, dass das Geld am Aktien­markt investiert wird und dort im Schnitt eine Ren­dite von sieben Prozent pro Jahr erzielt, die wiederum rein­vestiert wird – der Zins­eszin­sef­fekt lässt grüßen. Allerd­ings bleiben bei der Rech­nung einige Sachen unberück­sichtigt, weshalb die Berech­nung nur als grobe Faus­tregel taugt: Transak­tion­skosten, also Gebühren, die beim Kauf von Wert­pa­pieren anfall­en, sowie Steuern wer­den der Ein­fach­heit hal­ber nicht berück­sichtigt, Schwankun­gen am Aktien­markt, welche die Ren­dite maßge­blich bee­in­flussen, ver­nach­läs­sigt. Den­noch helfen bei­de Formeln, ein Gefühl dafür zu bekom­men, was das eigene Kon­sumver­hal­ten langfristig kostet.

Und sie motivieren, das eigene Spar­poten­zial auszu­loten: Was würde es auf Zehn­jahres­sicht brin­gen, wenn es einem beispiel­sweise gelingt, seine Handge­bühren zu reduzieren, weniger Geld für Klei­dung auszugeben oder mit den öffentlichen Verkehrsmit­teln zu fahren statt mit dem Auto? Wer seine Aus­gaben kri­tisch prüft und opti­miert, hat am Monat­sende mehr Geld zum Sparen und Investieren – nicht zwin­gend nur in die Altersvor­sorge, son­dern beispiel­sweise auch in die eigene Aus- und Weit­er­bil­dung, für die anson­sten kein Geld da wäre. Das rech­net sich langfristig eben­falls.

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