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Diese Klicks können kosten

2020-05-22T09:33:39+02:0020. Mai 2020|

Jed­er zweite Onli­neshop­per nutzt Pay­pal. Der Zahlungs­di­enst ist beliebt, denn er gilt als prak­tisch und schnell. Es gibt aber Gefahren sowie unlieb­same Gebühren. Die sollte man ken­nen, um ohne Reue online zu shop­pen.

Von Simone Gröneweg

Gehst Du auch gerne online shop­pen? Willkom­men im Club! Obwohl die meis­ten Läden mit­tler­weile wieder geöffnet haben, kon­sum­ieren viele Deutsche weit­er vom heimis­chen Sofa. Der Online­han­del boomt. Beim Gang an die virtuelle Kasse zeigen die Onlinekun­den klare Präferen­zen.

Ein beliebtes Bezahlver­fahren ist Pay­pal. 57 Prozent der Onli­neshop­per zahlen am lieb­sten damit, gefol­gt vom Bezahlen per Rech­nung mit 22 Prozent, ergab die Studie eines Insti­tuts an der Uni­ver­sität Regens­burg.

Klicken und zahlen

Diese Beliebtheit wun­dert nicht, denn der Zahlungs­di­enst bietet dur­chaus Vorteile: Mit einem Klick kann man online – qua­si in Echtzeit – die Rech­nung begle­ichen. Die Bank­dat­en wer­den nicht direkt an den Händler über­mit­telt.

Wenn Du gerne in aus­ländis­chen Shops stöberst und kauf­st, kannst Du in ver­schiede­nen Währun­gen zahlen. Dieser Ser­vice birgt aber Tück­en.

Viele Kun­den wür­den nicht merken, dass der Bezahl­dienst eine Gebühr ver­an­schlage, um zum Beispiel einen Preis von Euro in US-Dol­lar umzurech­nen, warnt jeden­falls Jen­nifer Kaiser von der Ver­braucherzen­trale Rhein­land-Pfalz.

Die Angaben dazu ste­hen in den All­ge­meinen Geschäfts­be­din­gun­gen. Aber die seien so umfan­gre­ich, dass ver­mut­lich nur wenige Ver­brauch­er sie genau lesen wür­den, meint Kaiser. „Anson­sten wür­den sie ent­deck­en, dass die Wech­selkurs­ge­bühr oft bei vier Prozent liegt“, ergänzt sie.

Das ist ärg­er­lich. Aber diese Kosten lassen sich unter Umstän­den reduzieren. Statt 148 Euro habe das Ganze nur 144 Euro gekostet, freut sich zum Beispiel ein Pay­pal-Nutzer in einem Diskus­sions­fo­rum.

Seine Lösung: Er hat seinen Kred­itkar­te­nan­bi­eter die Währung umrech­nen lassen. Diese Möglichkeit ste­ht aber nur Kun­den offen, deren Pay­pal-Zahlun­gen durch eine Kred­itkarte gedeckt sind.

Zum Hin­ter­grund: Für ein Pay­pal-Kon­to benötigt man ein Bankkon­to oder eine Kred­itkarte als Zahlungsquelle.

Wird das Ganze durch eine Kred­itkarte gedeckt, kön­nen Kun­den also für einzelne Zahlun­gen beim Kau­fab­schluss entschei­den, wer umrech­net. „Und zwar an dem Punkt, an dem die zu zahlende Summe und mögliche Gebühren angezeigt wer­den”, antwortet Pay­pal auf Anfrage von Courage – ohne jedoch nähere Details zu nen­nen.

Der Vorteil: In der Regel liege die Gebühr des Kred­itkar­te­nan­bi­eters bei max­i­mal zwei Prozent, erk­lärt Kaiser. Wenn Ihr online gerne im Aus­land einkauft, kön­nt Ihr mit dieser Maß­nahme auf Dauer einiges an Geld sparen. Dient ein Bankkon­to als Zahlungsquelle, beste­ht die Möglichkeit lei­der nicht.

Zahlen auf Raten

Seit dem Herb­st ver­gan­genen Jahres wartet der Zahlungs­di­enst mit einem zusät­zlichen Ser­vice auf: Pay­pal-Nutzern, die knapp bei Kasse sind, bietet sich die Möglichkeit zum Ratenkauf. Möglich ist das für Einkäufe von 199 Euro bis zu 5000 Euro. Das wirkt auf den ersten Blick sog­ar prak­tisch. Wer ger­ade kein Geld hat, kommt auf diese Weise zumin­d­est schnell zu einem Kred­it.

Bevor Ihr einen solchen Ratenkauf einge­ht, soll­tet Ihr euch vorher aber unbe­d­ingt die Kon­di­tio­nen genauer anschauen. Auf der Inter­net­seite von Pay­pal heißt es dazu: Die Laufzeit betrage zwölf Monate, der effek­tive Jahreszins liege bei 9,99 Prozent.

Im Ver­gle­ich zu anderen Ratenkred­iten ist das nicht ger­ade gün­stig. So gibt es dur­chaus ein­jährige Dar­lehen, die um die drei Prozent kosten.

Freunde & Familie

Wer Pay­pal nutzt, wird eine Option des Zahlungsan­bi­eters beson­ders schätzen: Es ist die Fre­unde & Fam­i­lie-Funk­tion. Sie ist für pri­vate Zwecke gedacht.

Teilt Ihr Euch mit mehreren Fre­undin­nen eine Rech­nung, kön­nt Ihr Euch gegen­seit­ig kosten­los Geld über­weisen, damit nur eine den Haupt­posten begle­ichen muss. Sehr prak­tisch.

Die Funk­tion ist beliebt, lei­der haben einige Betrüger diese Zahlungsvari­ante aber eben­falls für sich ent­deckt. So gab es einige Fälle, bei denen Verkäufer Kun­den gezielt darum bat­en, im Inter­net gekaufte Waren über diese Funk­tion zu bezahlen. Sie argu­men­tierten damit, dass das Kosten spare.

Wer sich die Bedin­gun­gen durch­li­est, merkt aber: Die Kosten spart erst ein­mal der Verkäufer oder Händler.

Keine Ware und kein Geld

Eine wichtige Infor­ma­tion für die Käufer und Käuferin­nen: „Es gibt bei dieser Funk­tion keinen Käufer­schutz“, betont David Riech­mann von der Ver­braucherzen­trale Nor­drhein-West­falen.

Anders sieht es aus, wenn man Pro­duk­te via Waren & Dien­stleis­tun­gen bezahlt. Dann greift der Käufer­schutz, wenn etwas schief geht – zum Beispiel wenn die Ware gar nicht ankommt oder stark beschädigt ist. „Kun­den kön­nen bei Pay­pal beantra­gen, dass ihnen in solchen Fällen der Kauf­preis samt Ver­sand­kosten erstat­tet wird“, erk­lärt Riech­mann.

So warnt die Polizei in Bay­ern aus­drück­lich davor, die Zahlungsmeth­ode Fre­unde & Fam­i­lie-Funk­tion bei per­sön­lich nicht bekan­nten Leuten zu nutzen. „Die Täter brin­gen ihre Opfer unter anderem in Verbindung mit Anzeigen von Online-Verkauf­s­plat­tfor­men dazu, Geld zu über­weisen“, beschreiben die Ord­nung­shüter das Vorge­hen.

Das Prob­lem: Das Pay­pal-Kon­to wird von den Tätern nur kurzfristig ein­gerichtet, das erhal­tene Geld sogle­ich an Dritte weit­ergeleit­et und das Kon­to wieder gelöscht. Um glaub­hafter zu wirken, senden die Betrüger das Bild ihres ange­blichen Per­son­al­doku­ments zu, um ihre Iden­tität zu bestäti­gen. Allerd­ings sind auch diese Doku­mente ergaunert.

Am Ende kommt die bestellte Ware niemals an und die Summe wird von Pay­pal nicht zurück­er­stat­tet. Wenig ver­wun­der­lich also, dass Pay­pal, Polizei und Ver­brauch­er­schützer davor war­nen, die Fre­unde & Fam­i­lie-Funk­tion zu nutzen, um bei Frem­den Waren zu bezahlen. Hal­tet Euch daran, denn so lässt sich viel Ärg­er ver­mei­den.

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