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Marta Akar: „Erfolg ist abhängig vom Mindset”

2020-07-07T08:45:55+02:006. Juli 2020|

„Wirtschaftsin­ge­nieurin mit Wow-Effekt”, das kommt einem unweiger­lich in den Sinn, wenn man zum ersten Mal auf Mar­ta Akar trifft. Per­fekt gestylt und doch sehr entspan­nt, präsen­tiert sich die Mut­ter zweier Kinder und erfol­gre­iche Unternehmerin. Doch das war nicht immer so.

Im Courage-Inter­view erzählt Mar­ta Akar, Unternehmens­ber­a­terin & Coach „Finanzielle Fit­ness”, wie sie sich aus dem Ham­ster­rad als angestellte Führungskraft befre­ite. Durch pos­i­tive Glaubenssätze − auch beim The­ma Geld − änderte sie ihr beru­flich­es, aber auch ihr pri­vates Leben. Und fühlt sich heute freier denn je.

Von Michaela Stem­per

Viele Frauen kennen das Gefühl im Hamsterrad zu stecken. Warum waren Sie unzufrieden?

Mar­ta Akar: Ich arbeit­ete als Führungskraft in Teilzeit, zer­rieben zwis­chen Fam­i­lie und Job. Noch schlim­mer sah es bei meinem Mann aus, der mehrere Abteilun­gen gle­ichzeit­ig leit­ete.

Gemein­sam kamen wir ger­ade ein­mal auf zwei Wochen Ferien im Jahr. Alles war mit Stress ver­bun­den. So habe ich mir mein Leben nicht vorgestellt.

Und was haben Sie geändert?

Wir woll­ten dieses Ham­ster­rad ver­lassen und haben deshalb bere­its 2012 Sem­i­nare zur finanziellen Bil­dung und später dann auch Sem­i­nare zur Per­sön­lichkeit­sen­twick­lung, unter anderem NLP Neu­ro-Lin­guis­tis­ches Pro­gram­mieren, und Hyp­nose besucht.

Wir befassten uns mit Fragestel­lun­gen wie: Wie gehe ich mit Äng­sten um? Was block­iert mich im beru­flichen Weit­erkom­men? Was in der Part­ner­schaft? Seit­dem haben wir als Paar und auch beru­flich ein enormes Wach­s­tum erlebt…

Sie haben eine Unternehmensberatung gegründet und das Programm „Finanzielle Fitness“ entwickelt. Wie kam es dazu?

Unsere Unternehmens­ber­atung hat­ten wir bere­its erfol­gre­ich aufge­baut, als wir 2017 ehre­namtlich eine Gruppe rund um das The­ma NLP ins Leben riefen. Auf Basis unser­er eige­nen Erfahrun­gen woll­ten wir Men­schen unter­stützen, eben­falls per­sön­lich zu wach­sen.

In diesem Kreis kamen dann irgend­wann auch Fra­gen zu Finanzthe­men auf. Das gab den Anstoß.

Erinnern Sie sich noch daran, wie Sie Finanzthemen zum ersten Mal in diesem Kreis besprochen haben?

Das war ein langer inten­siv­er Abend, denn dieses The­ma beschäftigt nahezu jeden. Wir legten unsere pri­vat­en Zahlen und unsere Drei-Säulen-Strate­gie offen. Auch im Nach­gang erre­icht­en uns noch Fra­gen.

An einem Woch­enende bat­en uns Fre­unde bezüglich eines Immo­bilienkaufs um Rat. Sofort wurde wieder disku­tiert, gerech­net. Bis spät am Abend der entschei­dende Satz fiel: Wenn ihr dafür ein Pro­gramm hät­tet, würde ich es sofort buchen.

Da fiel der Startschuss?

Defin­i­tiv! Mein Mann war Feuer und Flamme. Er hat in dieser Nacht nicht geschlafen und die Ideen direkt zu Papi­er gebracht. Unmit­tel­bar danach haben wir eine What­sapp-Gruppe für Inter­essierte ins Leben gerufen, ein kosten­los­es Ein­steiger­we­bi­nar ange­boten und das Pro­gramm „Finanzielle Fit­ness“ vorgestellt.

Worum geht es im Programm?

Das Pro­gramm ermöglicht Men­schen eine Abkürzung zur finanziellen Frei­heit. Wir arbeit­en mit den Teil­nehmern an ihren drei Säulen: am eige­nen Unternehmen (Busi­ness), im Trad­ing an der Börse und bei Immo­bilien­in­vest­ments.

Der nach­haltige Erfolg in allen drei Bere­ichen ist let­z­tendlich abhängig vom Mind­set. Wir nen­nen es „das Fun­da­ment“. Hier liegt unser beson­deres Augen­merk. Denn du brauchst eine pos­i­tive Ein­stel­lung, damit du dich über­haupt traust, an der Börse aktiv zu wer­den, dein Busi­ness neu zu skalieren oder in eine Immo­bilie zu investieren.

Das Programm kostet 40.000 Euro für ein halbes Jahr. Das ist viel Geld.

Wir haben gese­hen, welchen finanziellen Mehrw­ert das Pro­gramm bietet – und unsere Kun­den auch. Auch als Unternehmens­ber­ater arbeit­en wir ergeb­nisori­en­tiert und kalkulieren nicht mit Stun­den­sätzen.

Wir interessieren uns für alle drei Themen: Business, Börse und Immobilien. Was sind Ihre Tipps?

Im Busi­ness: Stelle dein Unternehmen so effizient wie möglich auf! Was wir im Mit­tel­stand häu­fig beobachteten: es gibt einen Eng­pass im Unternehmen oder beim Unternehmer selb­st, den es aufzulösen gilt. Der Unternehmer sieht lim­i­tierende Fak­toren oft nicht. Jed­er hat doch seinen blind­en Fleck.

Bei Börs­en­in­vest­ments propagieren wir ein Risiko­man­age­ment. Wir arbeit­en in der Umset­zung beispiel­sweise mit soge­nan­nten Stop-Loss-Orders.

Bei Immo­bilien muss man sich über­legen, was das Ziel ist: Kauf und Ver­mi­etung oder eher Kauf, Aufhüb­schen und Verkauf. Wir zeigen, wie man Ren­diten aus­rech­net oder wo man ren­dites­tarke Immo­bilien find­et.

Bevor man irgend­was kauft, sollte man sich ausken­nen. Wenn im Exposé sechs Prozent Ren­dite ste­hen, sollte man nachrech­nen. Sechs Prozent, sind nicht immer sechs Prozent.

Ihr Programm wird zusätzlich von mentalem Coaching begleitet?

Mind­set macht 90 bis 95 Prozent des Erfol­gs aus. Wenn Deine Angst zu groß ist, das Invest­ment einzuge­hen, ist alles vergebens.

Wie arbeiten Sie daran?

Ein­mal wöchentlich ste­hen wir mit allen Teil­nehmern per Zoom in Kon­takt. Hier reflek­tieren wir die indi­vidu­ellen monatlichen Ziele und brin­gen die Teil­nehmer von Woche zu Woche auf das näch­ste Lev­el. Nach ein paar Fra­gen weiß ich ganz genau, wo die Block­ade sitzt.

Manch­mal funk­tion­ieren die Fra­gen in der Gruppe, ein anderes Mal nur in einem Eins-zu-Eins-Call, wenn die neg­a­tiv­en Glaubenssätze tief ver­ankert sind.

Woher rührt Ihr Gefühl?

Es ist eine Mis­chung aus NLP-Aus­bil­dung, Erfahrung und Empathie. Durch meine beson­dere Gabe, ein fein­füh­liger Men­sch zu sein, erkenne ich sehr schnell, wo jemand fest­steckt und kann ihn dort raus­führen.

Sie arbeiten darüber hinaus mit Hypnose. Wie kam es dazu?

Mit Hyp­nose habe ich mich eigentlich wegen mein­er Kinder befasst: bei Lern­schwierigkeit­en, als Ein­schlafhil­fe oder gegen die Migräne meines Sohnes. Im Unter­be­wusst­sein zu arbeit­en, bringt viel.

Auch bei Ihren Teilnehmern?

Ich beherrsche die Tech­nik, wende sie aber sel­ten an. Erst später habe ich erkan­nt, dass die Aus­bil­dung dazu ver­hil­ft, schneller Äng­ste und Block­aden aufzus­püren − und das, ohne Hyp­nose aktiv anzuwen­den. Das bringt die langjährige Erfahrung irgend­wann mit sich.

Was kann im Trading so schwer sein, dass es sich auf der bewussten Ebene nicht lösen lässt?

Manche sind gelähmt vor Angst. Einen Kan­di­dat­en befiel schi­er Panik, wenn er nur auf einem Demokon­to mit virtuellem Geld traden sollte. Er wusste nicht, was ihn block­ierte.

Da gilt es her­auszufind­en: Was hat er früher in Bezug auf Geld erlebt? In den Gesprächen höre ich Glaubenssätze wie: „Reiche sind über­he­blich. Sie manip­ulieren, um an Geld zu kom­men.“ Das schauen sich Kinder ab.

Von welchen Ängsten befreien Sie insbesondere Frauen?

Weib­liche Teil­nehmer fühlen sich häu­fig abhängig: vom Part­ner, Job oder Staat. Diese Abhängigkeit belastet viele Frauen. Die Lösung ist nicht, sich vom Part­ner zu tren­nen. Vielmehr kann man gemein­sam Strate­gien entwick­eln.

Wir begleit­en viele Paare, die sich die Säulen aufteilen. Sie küm­mert sich beispiel­sweise um die Immo­bilien und er ums Trad­ing. Oder umgekehrt. Frauen sollte bewusst wer­den, wie sie ihren eige­nen Weg mit Part­ner­schaft und Kindern gehen kön­nen. Ich wün­sche allen Frauen den Mut, sich auf den Weg in die finanzielle Frei­heit zu machen.

Wann sind Sie sich Ihrer Unabhängigkeit bewusst geworden?

„Mach Dir bewusst, was passiert, wenn Dein Part­ner einen Autoun­fall hat. Wie schaffst Du es zu über­leben?“ Dieser Satz in einem Train­ing von Kim Kiyosa­ki (Anm. der Redak­tion: Unternehmerin, Bucher­folg „Rich Woman“) war mein Schlüs­sel­er­leb­nis. Da wusste ich, dass ich im schlimm­sten Fall nicht nur über­leben, son­dern auch gut leben will.

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Ziehen Sie Ihren Erfolg bereits an?

Die Wahl des Out­fits kann Kopfzer­brechen bere­it­en. Ins­beson­dere dann, wenn es um die Klei­dung im beru­flichen Umfeld geht. Was geht und was sind No-Gos? Was wirkt zwar ser­iös, aber nicht spießig? Vor allem kommt es auf Ihre Per­sön­lichkeit, Ihren Beruf und Ihre Inten­tion an, wie Sie wahrgenom­men wer­den möcht­en. Denn wie heißt es so schön: „Klei­den Sie sich für den Job, den Sie wollen, nicht den Sie haben.“

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