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Liebeserklärung an den Giersch

2020-04-27T22:32:42+02:0024. April 2020|

Auch wenn wir momen­tan nicht in die Ferne schweifen kön­nen, das Gute liegt so nah. Bei uns vor der Haustür wach­sen Hun­derte von ess­baren Wildpflanzen. Es ist sehr wichtig, sich am Anfang auf wenige zu konzen­tri­eren. Der Gier­sch ist hier die ide­ale Ein­stiegspflanze. 

Von Michaela Marx 

Bei jedem Spazier­gang in der Natur, oder auch nur Rundgang durch den Garten, sieht man sie. Mit unge­heur­er Leben­skraft find­en die Triebe ihren Weg hin­auf in die Hel­ligkeit. Hell­grün und zusam­mengeklappt begrüßen sie die Früh­lingssonne.

So manch ein­er mag das Wort „Unkraut“ im Zusam­men­hang mit dem Gier­sch benutzen, aber die Wis­senden nen­nen ihn zu Recht „Wild­kraut“ oder „Wildgemüse“. Sein fein­er Geschmack erin­nert an den der Gel­ben Rübe oder Sel­l­erie. Mit den bei­den ist er auch weitschichtig ver­wandt, alle drei gehören zur großen Dold­en­blütler-Fam­i­lie.

Giersch als Heilkraut

Der Gier­sch ist eine Pflanze mit Geschichte. In der Volk­sheilkunde ver­wen­dete man die Pflanze inner­lich und äußer­lich bei Gicht. Man legte das zu Brei zer­stoßene Kraut auf schmerzende Gelenke und trank den frischen Pflanzen­saft. Auf lateinisch heißt der Gier­sch Aegopodi­um poda­graria. Poda­graria bedeutet Gicht, so trägt diese Pflanze den Namen der Krankheit, gegen die sie einge­set­zt wurde.

Der Gier­sch wächst immer da, wo der Boden ein biss­chen nährstof­fre­ich­er. Direkt im Beet, unter der Hecke, am Rande der Wiese. Diese Pflanze bre­it­et sich gemütlich und bisweilen unge­niert zwis­chen gepflanzten Blu­men, Gemüse im Beet oder im Gewächshaus aus. Erken­nen kann man sie zum Beispiel, wenn man den Blattstiel durch­schnei­det: Dann zeigt die Schnit­tfläche ein Dreieck. Die Kan­ten des Dreiecks spürt man auch, wenn man den Blattstiel zwis­chen den Fin­gern dreht.

Immer mit allen Sinnen sammeln

Foto: Xenia Schaad/iStock

Sam­meln sollte man aber an Plätzen, die keine Hun­de­gas­sistreck­en sind. Und ver­wech­seln kön­nte man den Gier­sch, der auch Erd­holler genan­nt wird, mit den jun­gen Trieben des Schwarzen Hol­un­ders. Dieser ist giftig, aber er riecht so streng muf­fig, dass es eigentlich nicht zu Ver­wech­slun­gen kommt. Immer mit allen Sin­nen sam­meln, der Geruchssinn kann uns da oft weit­er­helfen! Im eige­nen Garten kann man seine Gier­schfleckchen pfle­gen. Wenn die Blät­ter schon größer und der­ber wer­den, mäht man ganz ein­fach mit dem Rasen­mäher drüber, und in weni­gen Tagen kommt er wieder.

Frühstückssmoothie für einen guten Stoffwechsel

Das Wildgemüse schmeckt sehr mild, sodass man es der ganzen Fam­i­lie kre­den­zen kann. Aus ein­er Hand­voll junger Gier­schblät­ter, 300 ml Wass­er, ein­er Banane, einen Apfel, ein­er hal­ben Ananas und einem kleinen Stück Ing­w­er zaubere ich einen hell­grü­nen Früh­stückss­mooth­ie. Die Natur­pow­er beste­ht aus Vit­a­mi­nen, Min­er­al­stof­fen, ätherischen Ölen, die in ihrer Gesamtheit den Stof­fwech­sel des Kör­pers pos­i­tiv bee­in­flussen.

Ein Frühjahrs-Power-Trunk

Sehr leck­er schmeckt das wilde Grün auch so: 500 ml But­ter­milch (oder Joghurt mit Wass­er verdün­nt) mit ein­er Hand­voll Gier­sch und ein­er Prise Salz püri­eren. Schön kühl genießen, das ist ein Früh­jahrs-Pow­er-Trunk.

Die Biolo­gin Michaela Marx bietet in ihrem Unternehmen Nah­tour ein bre­ites Ange­bot an Naturver­anstal­tun­gen an. Sie bildet Kräuter­päd­a­gogen und Natur­päd­a­gogen aus, leit­et Natur­reisen und Fort­bil­dun­gen, ver­anstal­tet Work­shops zum The­ma Naturkos­metik und Kräuterküche, organ­isiert Nat­u­range­bote für Fir­men und begeis­tert Kinder, Schulen und Kitas für die Umwelt. Michaela Marx zeigt, wie man die Leben­skraft der Natur für sich nutzen kann, ken­nt sich mit Heilkräutern aus und weiß zu jedem Tier oder jed­er Pflanze eine Geschichte zu erzählen. Ihr Ziel ist es, Erwach­se­nen und Kindern mit Naturevents Lebens­freude zu schenken, ihre Begeis­terung für die Natur zu weck­en und Lust auf Draußen zu machen. Mehr auf ihrer Web­seite.

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Panda Mama — Esther Wojcicki

Die inten­sive Zeit, die wir aktuell mit unseren Kindern ver­brin­gen, lässt uns den eige­nen Erziehungsstil über­denken. Der Erziehungsrat­ge­ber „Pan­da Mama“ kommt da ger­ade recht. Glück­lich ist, wer die Zeit auf­brin­gen kann, ihn zu lesen. Esther Woj­ci­c­ki, Mut­ter dreier erfol­gre­ich­er Töchter, bekan­nte Jour­nal­istin und Päd­a­gogin aus dem Sil­i­con Val­ley und propagiert: Entspann Dich! Sei eine Pan­da Mut­ter!

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