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Ein Ehrenamt eröffnet neue Perspektiven

2021-01-13T15:10:15+01:0012. Januar 2021|

Eli­sa­beth Freun­del (37) arbei­te­te über 20 Jah­re lang als Kata­log-Foto­gra­fin. 2019 zog sie einen Schluss­strich unter ihr altes Leben. Heu­te ist Eli­sa­beth Freun­del in einem ganz ande­ren Bereich tätig – und auch pri­vat hat sich viel ver­än­dert. Eine ent­schei­den­de Rol­le spielt dabei ihr ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment. 

Von Syl­via Peter­sen

Frau Freundel, Sie haben Ihr Leben komplett umgekrempelt. Wie kam es dazu?

Ich habe für Kata­lo­ge foto­gra­fiert und war die­ses gan­ze Kon­sum­ver­hal­ten irgend­wann satt. Ich habe 2019 mei­nen Job nach über 20 Jah­ren an den Nagel gehängt und befand mich danach in einer Pha­se der Neu­ori­en­tie­rung.

Mei­ne Ehren­äm­ter haben dazu bei­getra­gen, dass ich jetzt weiß, was mir im Leben wirk­lich wich­tig ist: der Schutz unse­res Pla­ne­ten.

Wie sind Sie zu Ihren ehrenamtlichen Tätigkeiten gekommen?

Noch im sel­ben Jahr der Kün­di­gung bin ich Mit­glied im All­ge­mei­nen Deut­schen Fahr­rad-Club Mün­chen ADFC gewor­den. Da hat­te ich aber noch kei­ne Ahnung, ob oder wie ich mich in dem Ver­ein ehren­amt­lich enga­gie­ren könn­te. Dann bin ich zum Neu­mit­glie­der-Emp­fang gegan­gen und dort wur­den ver­schie­de­ne AGs vor­ge­stellt. Ich habe mich sofort für das „Event“-Team und das „Aktions“-Team ange­mel­det. Ich dach­te mir, das passt – auch mit mei­nem Back­ground als gelern­te Foto­gra­fin. Das könn­te ja viel­leicht von Nut­zen sein.

Was genau machen Sie?

Ich unter­stüt­ze den ADFC bei der Durch­füh­rung von Ver­an­stal­tun­gen und küm­me­re mich um den Insta­gram-Auf­tritt. Außer­dem enga­gie­re ich mich bei Green City. Ich hel­fe bei dem Pro­jekt „Piaz­za Zenet­ti“, das der Ver­ein initi­iert hat. Park­plät­ze wur­den mit Hoch­bee­ten, Sitz­flä­chen und Bäu­men zu einem Begeg­nungs­ort für Men­schen umge­stal­tet und müs­sen nun natür­lich wei­ter­ge­pflegt wer­den.

Ihr Engagement ist zur Lebensphilosophie geworden?

Ja, das stimmt. Frü­her bin ich jeden Tag 100 Kilo­me­ter mit dem Auto zur Arbeit gefah­ren – heu­te besit­ze ich gar kein Auto mehr, son­dern fah­re Rad. Ich lebe mitt­ler­wei­le auch Plas­tik-frei.

Was schätzen Sie an Ihren Ehrenämtern besonders?

Ich fin­de es super, gemein­sam mit ande­ren etwas zu bewe­gen. Ich ler­ne durch die gan­zen Events stän­dig neue Leu­te und auch ande­re Umwelt-Ver­bän­de ken­nen. Das fin­de ich sehr span­nend.

Aus dem Ehrenamt beim ADFC ist ein Teilzeitjob geworden. Wo sehen Sie Ihre berufliche Zukunft?

Ich wer­de oft gefragt: „Willst du nicht irgend­wann mal wie­der Voll­zeit arbei­ten? Reicht das Geld denn?“ Im Moment möch­te ich es so belas­sen, wie es ist, und ich habe mei­nen Lebens­stan­dard an den Ver­dienst ange­passt. Ich wer­de mich auf alle Fäl­le wei­ter­hin beim ADFC enga­gie­ren, aber wer weiß, wo mich mein Weg noch hin­führt.

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