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ETF-Sparplan — Guter Vorsatz im neuen Jahr

2021-01-05T10:32:06+01:004. Januar 2021|

Dein Weg zum ETF-Spar­plan. Gel­dan­lage ist gar nicht so kom­pliziert, wie viele glauben. Börsen­neulin­gen bieten ETFs eine her­vor­ra­gende Möglichkeit, mit dem Ver­mö­gen­sauf­bau zu begin­nen und sich um die Altersvor­sorge zu küm­mern. In nur sieben Schrit­ten kannst Du Deinen ersten ETF-Spar­plan ein­richt­en.

Von Astrid Zehbe

ETFs sind in aller Munde – aus gutem Grunde. Ins­beson­dere für Ein­steiger bilden sie eine her­vor­ra­gende Möglichkeit, mit dem Ver­mö­gen­sauf­bau zu starten: Sie sind gün­stig, trans­par­ent und streuen das investierte Kap­i­tal bre­it über den Markt, da sie einen Wert­pa­pierindex – in der Regel einen Aktienin­dex wie den DAX oder den MSCI World – nach­bilden. Kein Wun­der, dass sich das Vol­u­men, das weltweit in den ver­gan­genen zehn Jahren in ETFs geflossen ist, mehr als vervier­facht hat und 2018 bei umgerech­net rund 4,1 Bil­lio­nen Euro lag. Invest­ments in solche ETFs sind gar nicht so schwierig.

Und es gibt noch einen weit­eren Vorteil: In ETFs zu investieren ist sehr ein­fach. Die bequem­ste Art und Weise, damit Ver­mö­gen­sauf­bau zu betreiben, ist ein ETF-Spar­plan Dabei wird in regelmäßi­gen Abstän­den – meist monatlich – ein fest­gelegter Betrag vom Kon­to abge­zo­gen und in den gewün­scht­en ETF investiert.

1. Schritt – Voraussetzungen für einen ETF-Sparplan schaffen

Bevor Du einen ETF-Spar­plan ein­richt­est, ist es wichtig, dass Du für die finanziellen Unwäg­barkeit­en des All­t­ags gewapp­net bist. Das heißt, Du soll­test einen finanziellen Puffer für unvorherse­hbare Not­fälle auf Deinem Kon­to haben, etwa falls das Auto repari­ert wer­den muss, die Waschmas­chine kaputt geht oder Du eine uner­wartet hohe Zah­narztrech­nung begle­ichen musst. Als Faus­tregel gilt, einen Not­groschen von etwa drei bis sechs Monats­ge­häl­tern anzus­paren. Der Not­groschen wird am besten auf dem Tages­geld­kon­to geparkt. Dort kommt man jed­erzeit schnell ran und erhält auch mehr Zin­sen als auf dem Girokon­to – auch wenn der Unter­schied wegen der niedri­gen Zin­sen mit­tler­weile mar­gin­al ist. Zudem diszi­plin­iert es: Die Bar­riere, das Geld anzu­tas­ten, ist höher, wenn es auf dem Tages­geld­kon­to und damit außer­halb des Ver­fü­gungsraums der EC-Karte liegt.

2. Schritt: Sparziel definieren

Ein neues Auto, ein Sab­bat­i­cal oder – ganz klas­sisch – der Ver­mö­gen­sauf­bau zur Altersvor­sorge: Die Sparziele jedes Einzel­nen sind unter­schiedlich und entsprechend indi­vidu­ell ist die finanzielle Herange­hensweise. Pauschal gilt: Je mehr Zeit man hat für die Real­isierung des Sparziels, desto risiko­r­e­ich­er darf das Geld angelegt wer­den. Sprich: Für langfristige Anlageziele mit einem Anlage­hor­i­zont ab zehn, bess­er 15 Jahren bieten sich darum Invest­ments am Aktien­markt, also auch ETFs, an. Diese kön­nen kurz- bis mit­tel­fristig zwar schwanken, über die lange Laufzeit erwirtschaften sie jedoch mehr Ren­dite als die meis­ten anderen Anlage­for­men, zumin­d­est wenn man auf Indizes set­zt, die den bre­it­en Aktien­markt abbilden. Den Ver­mö­gen­sauf­bau über Aktien zu bestre­it­en, ist darum sehr sin­nvoll und angesichts der Niedrigzin­sen auch alter­na­tiv­los.

3. Schritt – Sparrate für den Sparplan bestimmen

Einen ETF-Spar­plan kann man bei vie­len Banken ab 25 Euro monatlich ein­richt­en. Das ist ein guter Betrag, um erst mal loszule­gen, auf Dauer reichen dürfte diese Spar­rate aber bei den wenig­sten. Eine vernün­ftige Spar­rate festzule­gen, ist aber gar nicht so ein­fach. Ein­er­seits sollte sie hoch genug sein, um damit die entste­hende Renten­lücke zumin­d­est teil­weise auszu­gle­ichen, ander­er­seits sollte sie einen im All­t­ag nicht über die Maße beein­trächti­gen. Die Fra­gen nach dem „Was ist nötig?“ und „Was ist möglich?“ sind darum ele­men­tar und wer­den hier beant­wortet.

4. Schritt – Welchen Index soll mein ETF abbilden?

Wenn klar ist, mit welch­er Summe investiert wer­den soll, geht es im näch­sten Schritt an die Pro­duk­t­suche. 2018 wur­den weltweit rund 6500 ETFs ver­wal­tet, die alle möglichen großen und kleinen Indizes ver­schieden­er Anlageklassen nach­bilden. Für den Ver­mö­gen­sauf­bau ist es rat­sam mit ETFs auf Aktienin­dizes zu starten, da Aktien auf lange Sicht die meiste Ren­dite brin­gen. Wichtig ist vor allem am Anfang, dass der abge­bildete Index bre­it über Regio­nen und Branchen streut. Der Klas­sik­er ist der MSCI World. Er fasst rund 1600 Unternehmen aus 23 Indus­trielän­dern zusam­men. Wer ergänzend auf den MSCI Emerg­ing Mar­kets (Schwellen­län­der) set­zt, hat bere­its einen Großteil der glob­alen Mark­tkap­i­tal­isierung abgedeckt und ist für den Start gut aufgestellt. Für einen ETF-Spar­plan ist es zudem wichtig, dass es für den aus­gewählten Index über­haupt Sparpläne gibt. Bei großen Indizes ist dies aber meist gegeben.

5. Schritt – ETF für den Sparplan bestimmen

Ist die Entschei­dung für einen Index gefall­en, muss im näch­sten Schritt ein dazu passender ETF gesucht wer­den. Für bekan­nte Indizes wie den MSCI World gibt es in der Regel mehrere ETF-Anbi­eter. Den­noch kön­nen sich die einzel­nen Pro­duk­te unter­schei­den, sodass man sich fol­gende Fra­gen stellen muss, die hier aus­führlich beant­wortet wer­den:

- Ist der ETF spar­plan­fähig?

- Hat der ETF ein aus­re­ichen­des Anlagevol­u­men?

- Soll der ETF auss­chüt­tend oder the­sauri­erend sein?

- Welche Rep­lika­tion­s­meth­ode soll der ETF haben?

- Bei welchem Anbi­eter ist der ETF am gün­stig­sten?

6. Schritt – Depot eröffnen

Um Wert­pa­piere zu kaufen und aufzube­wahren, benötigt man ein Wert­pa­pierde­pot. Dort wer­den die ETF-Anteile einge­bucht und ver­wal­tet – auch bei einem ETF-Spar­plan. Ob Bank, Sparkasse oder Onlinebanken, ein Depot gibt es fast über­all – bei Onlinebanken häu­fig sog­ar kosten­los, wenn man dort ein­mal pro Quar­tal han­delt oder einen Spar­plan ein­richtet. Allerd­ings unter­schei­den sich die Gebühren für den Kauf und Verkauf von Wert­pa­pieren – ein Ver­gle­ich lohnt sich zugun­sten der langfristi­gen Ren­dite. Die Ein­rich­tung eines Depots ist in der Regel kom­p­lika­tion­s­los.

7. Schritt – Einrichtung des ETF-Sparplans

Ist das Depot eröffnet, der ETF aus­gewählt und die Spar­rate bes­timmt, ste­ht der Ein­rich­tung des ETFs nichts mehr im Weg. Das geht am ein­fach­sten online. Der Ablauf ist bei den meis­ten Anbi­etern ähn­lich. Zur Hand haben sollte man die soge­nan­nte ISIN oder WKN (Wert­pa­pierkennnum­mer) des gewün­scht­en ETFs. Zudem wer­den einige weit­ere Dinge abge­fragt, unter anderem an welchem Börsen­platz der ETF gehan­delt wer­den soll. ETFs kön­nen sowohl über Par­ket­tbörsen wie in Frank­furt oder Stuttgart gekauft wer­den als auch im elek­tro­n­is­chen Han­del über Xetra oder außer­börslichen Direk­thandel. Hier entste­hen noch ein­mal niedrige börsen­platz­ab­hängige Gebühren.

Zudem wird abge­fragt, ob eine Dynamisierung gewün­scht ist – das bedeutet, ob sich die Spar­rate regelmäßig um einen bes­timmten Prozentsatz erhöhen soll. Das bietet sich zum Beispiel an, wenn jährliche Lohn­er­höhun­gen direkt in den Ver­mö­gen­sauf­bau fließen sollen. Am Ende wird die Ein­rich­tung des Spar­plans mit der Eingabe ein­er TAN bestätigt und los geht es mit dem Ver­mö­gen­sauf­bau. Änderun­gen am Spar­plan, etwa die Anpas­sung der Spar­rate, sind jed­erzeit möglich.

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