Startseite/Dein Weg zum ETF-Sparplan

Dein Weg zum ETF-Sparplan

2020-03-20T09:04:24+02:0019. März 2020|

Gel­dan­lage ist gar nicht so kom­pliziert, wie viele glauben. Börsen­neulin­gen bieten ETFs eine her­vor­ra­gende Möglichkeit, mit dem Ver­mö­gen­sauf­bau zu begin­nen und sich um ihre Altersvor­sorge zu küm­mern. In nur sieben Schrit­ten kannst du deinen ersten ETF-Spar­plan ein­richt­en.

Von Astrid Zehbe

ETFs sind in aller Munde – aus gutem Grunde. Ins­beson­dere für Ein­steiger bilden sie eine her­vor­ra­gende Möglichkeit, mit dem Ver­mö­gen­sauf­bau zu starten: Sie sind gün­stig, trans­par­ent und streuen das investierte Kap­i­tal bre­it über den Markt, da sie einen Wert­pa­pierindex – in der Regel einen Aktienin­dex wie den DAX oder den MSCI World – nach­bilden. Kein Wun­der, dass sich das Vol­u­men, das weltweit in den ver­gan­genen zehn Jahren in ETFs geflossen ist, mehr als vervier­facht hat und 2018 bei umgerech­net rund 4,1 Bil­lio­nen Euro lag. Invest­ments in solche ETFs sind gar nicht so schwierig.

Und es gibt noch einen weit­eren Vorteil: In ETFs zu investieren ist sehr ein­fach. Die bequem­ste Art und Weise, damit Ver­mö­gen­sauf­bau zu betreiben, ist ein ETF-Spar­plan Dabei wird in regelmäßi­gen Abstän­den – meist monatlich – ein fest­gelegter Betrag vom Kon­to abge­zo­gen und in den gewün­scht­en ETF investiert.

1. Schritt – Voraussetzungen für einen ETF-Sparplan schaffen

Bevor du einen ETF-Spar­plan ein­richt­est, ist es wichtig, dass du für die finanziellen Unwäg­barkeit­en des All­t­ags gewapp­net bist. Das heißt, du soll­test einen finanziellen Puffer für unvorherse­hbare Not­fälle auf deinem Kon­to haben, etwa falls das Auto repari­ert wer­den muss, die Waschmas­chine kaputt geht oder du eine uner­wartet hohe Zah­narztrech­nung begle­ichen musst. Als Faus­tregel gilt, einen Not­groschen von etwa drei bis sechs Monats­ge­häl­tern anzus­paren. Der Not­groschen wird am besten auf dem Tages­geld­kon­to geparkt. Dort kommt man jed­erzeit schnell ran und erhält auch mehr Zin­sen, als auf dem Girokon­to – auch wenn der Unter­schied wegen der niedri­gen Zin­sen mit­tler­weile mar­gin­al ist. Zudem diszi­plin­iert es: Die Bar­riere, das Geld anzu­tas­ten, ist höher, wenn es auf dem Tages­geld­kon­to und damit außer­halb des Ver­fü­gungsraums der EC-Karte liegt.

2. Schritt: Sparziel definieren

Ein neues Auto, ein Sab­bat­i­cal oder – ganz klas­sisch – der Ver­mö­gen­sauf­bau zur Altersvor­sorge: Die Sparziele jedes Einzel­nen sind unter­schiedlich und entsprechend indi­vidu­ell ist die finanzielle Herange­hensweise. Pauschal gilt: Je mehr Zeit man hat für die Real­isierung des Sparziels, desto risiko­r­e­ich­er darf das Geld angelegt wer­den. Sprich: Für langfristige Anlageziele mit einem Anlage­hor­i­zont ab zehn, bess­er 15 Jahren bieten sich darum Invest­ments am Aktien­markt, also auch ETFs, an. Diese kön­nen kurz- bis mit­tel­fristig zwar schwanken, über die lange Laufzeit erwirtschaften sie jedoch mehr Ren­dite als die meis­ten anderen Anlage­for­men, zumin­d­est wenn man auf Indizes set­zt, die den bre­it­en Aktien­markt abbilden. Den Ver­mö­gen­sauf­bau über Aktien zu bestre­it­en, ist darum sehr sin­nvoll und angesichts der Niedrigzin­sen auch alter­na­tiv­los.

3. Schritt – Sparrate für den Sparplan bestimmen

Einen ETF-Spar­plan kann man bei vie­len Banken ab 25 Euro monatlich ein­richt­en. Das ist ein guter Betrag, um erst­mal loszule­gen, auf Dauer reichen dürfte diese Spar­rate aber bei den wenig­sten. Eine vernün­ftige Spar­rate festzule­gen, ist aber gar nicht so ein­fach. Ein­er­seits sollte sie hoch genug sein, um damit die entste­hende Renten­lücke zumin­d­est teil­weise auszu­gle­ichen, ander­er­seits sollte sie einen im All­t­ag nicht über die Maße beein­trächti­gen. Die Fra­gen nach dem „Was ist nötig?“ und „Was ist möglich?“ sind darum ele­men­tar und wer­den hier beant­wortet.

4. Schritt – Welchen Index soll mein ETF abbilden?

Wenn klar ist, mit welch­er Summe investiert wer­den soll, geht es im näch­sten Schritt an die Pro­duk­t­suche. 2018 wur­den weltweit rund 6500 ETFs ver­wal­tet, die alle möglichen großen und kleinen Indizes ver­schieden­er Anlageklassen nach­bilden. Für den Ver­mö­gen­sauf­bau ist es rat­sam mit ETFs auf Aktienin­dizes zu starten, da Aktien auf lange Sicht die meiste Ren­dite brin­gen. Wichtig ist vor allem am Anfang, dass der abge­bildete Index bre­it über Regio­nen und Branchen streut. Der Klas­sik­er ist der MSCI World. Er fasst rund 1600 Unternehmen aus 23 Indus­trielän­dern zusam­men. Wer ergänzend auf den MSCI Emerg­ing Mar­kets (Schwellen­län­der) set­zt, hat bere­its einen Großteil der glob­alen Mark­tkap­i­tal­isierung abgedeckt und ist für den Start gut aufgestellt. Für einen ETF-Spar­plan ist es zudem wichtig, dass es für den aus­gewählten Index über­haupt Sparpläne gibt. Bei großen Indizes ist dies aber meist gegeben.

5. Schritt – ETF für den Sparplan bestimmen

Ist die Entschei­dung für einen Index gefall­en, muss im näch­sten Schritt ein dazu passender ETF gesucht wer­den. Für bekan­nte Indizes wie den MSCI World gibt es in der Regel mehrere ETF-Anbi­eter. Den­noch kön­nen sich die einzel­nen Pro­duk­te unter­schei­den, sodass man sich fol­gende Fra­gen stellen muss, die hier aus­führlich beant­wortet wer­den:

- Ist der ETF spar­plan­fähig?

- Hat der ETF ein aus­re­ichen­des Anlagevol­u­men?

- Soll der ETF auss­chüt­tend oder the­sauri­erend sein?

- Welche Rep­lika­tion­s­meth­ode soll der ETF haben?

- Bei welchem Anbi­eter ist der ETF am gün­stig­sten?

6. Schritt – Depot eröffnen

Um Wert­pa­piere zu kaufen und aufzube­wahren, benötigt man ein Wert­pa­pierde­pot. Dort wer­den die ETF-Anteile einge­bucht und ver­wal­tet — auch bei einem ETF-Spar­plan. Ob Bank, Sparkasse oder Onlinebanken, ein Depot gibt es fast über­all – bei Onlinebanken häu­fig sog­ar kosten­los, wenn man dort ein­mal pro Quar­tal han­delt oder einen Spar­plan ein­richtet. Allerd­ings unter­schei­den sich die Gebühren für den Kauf und Verkauf von Wert­pa­pieren – ein Ver­gle­ich lohnt sich zugun­sten der langfristi­gen Ren­dite. Die Ein­rich­tung eines Depots ist in der Regel kom­p­lika­tion­s­los.

7. Schritt – Einrichtung des ETF-Sparplans

Ist das Depot eröffnet, der ETF aus­gewählt und die Spar­rate bes­timmt, ste­ht der Ein­rich­tung des ETFs nichts mehr im Weg. Das geht am ein­fach­sten online. Der Ablauf ist bei den meis­ten Anbi­etern ähn­lich. Zur Hand haben sollte man die soge­nan­nte ISIN oder WKN (Wert­pa­pierkennnum­mer) des gewün­scht­en ETFs. Zudem wer­den einige weit­ere Dinge abge­fragt, unter anderem an welchem Börsen­platz der ETF gehan­delt wer­den soll. ETFs kön­nen sowohl über Par­ket­tbörsen wie in Frank­furt oder Stuttgart gekauft wer­den als auch im elek­tro­n­is­chen Han­del über Xetra oder außer­börslichen Direk­thandel. Hier entste­hen noch ein­mal niedrige börsen­platz­ab­hängige Gebühren.

Zudem wird abge­fragt, ob eine Dynamisierung gewün­scht ist – das bedeutet, ob sich die Spar­rate regelmäßig um einen bes­timmten Prozentsatz erhöhen soll. Das bietet sich zum Beispiel an, wenn jährliche Lohn­er­höhun­gen direkt in den Ver­mö­gen­sauf­bau fließen sollen. Am Ende wird die Ein­rich­tung des Spar­plans mit der Eingabe ein­er TAN bestätigt und los geht es mit dem Ver­mö­gen­sauf­bau. Änderun­gen am Spar­plan, etwa die Anpas­sung der Spar­rate, sind jed­erzeit möglich.

Noch mehr Infos für dich

Buch des Monats

Hinterlassen Sie einen Kommentar

This Is A Custom Widget

This Sliding Bar can be switched on or off in theme options, and can take any widget you throw at it or even fill it with your custom HTML Code. Its perfect for grabbing the attention of your viewers. Choose between 1, 2, 3 or 4 columns, set the background color, widget divider color, activate transparency, a top border or fully disable it on desktop and mobile.

This Is A Custom Widget

This Sliding Bar can be switched on or off in theme options, and can take any widget you throw at it or even fill it with your custom HTML Code. Its perfect for grabbing the attention of your viewers. Choose between 1, 2, 3 or 4 columns, set the background color, widget divider color, activate transparency, a top border or fully disable it on desktop and mobile.