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ETF-Sparplan — Guter Vorsatz im neuen Jahr

2021-03-16T18:25:51+01:0025. Januar 2021|

Dein Weg zum ETF-Spar­plan. Geld­an­la­ge ist gar nicht so kom­pli­ziert, wie vie­le glau­ben. Bör­sen­neu­lin­gen bie­ten ETFs eine her­vor­ra­gen­de Mög­lich­keit, mit dem Ver­mö­gens­auf­bau zu begin­nen und sich um die Alters­vor­sor­ge zu küm­mern. In nur sie­ben Schrit­ten kannst Du Dei­nen ers­ten ETF-Spar­plan ein­rich­ten.

Von Astrid Zeh­be

ETFs sind in aller Mun­de – aus gutem Grun­de. Ins­be­son­de­re für Ein­stei­ger bil­den sie eine her­vor­ra­gen­de Mög­lich­keit, mit dem Ver­mö­gens­auf­bau zu star­ten: Sie sind güns­tig, trans­pa­rent und streu­en das inves­tier­te Kapi­tal breit über den Markt, da sie einen Wert­pa­pier­in­dex – in der Regel einen Akti­en­in­dex wie den DAX oder den MSCI World – nach­bil­den. Kein Wun­der, dass sich das Volu­men, das welt­weit in den ver­gan­ge­nen zehn Jah­ren in ETFs geflos­sen ist, mehr als ver­vier­facht hat und 2018 bei umge­rech­net rund 4,1 Bil­lio­nen Euro lag. Invest­ments in sol­che ETFs sind gar nicht so schwie­rig.

Und es gibt noch einen wei­te­ren Vor­teil: In ETFs zu inves­tie­ren ist sehr ein­fach. Die bequems­te Art und Wei­se, damit Ver­mö­gens­auf­bau zu betrei­ben, ist ein ETF-Spar­plan Dabei wird in regel­mä­ßi­gen Abstän­den – meist monat­lich – ein fest­ge­leg­ter Betrag vom Kon­to abge­zo­gen und in den gewünsch­ten ETF inves­tiert.

1. Schritt – Voraussetzungen für einen ETF-Sparplan schaffen

Bevor Du einen ETF-Spar­plan ein­rich­test, ist es wich­tig, dass Du für die finan­zi­el­len Unwäg­bar­kei­ten des All­tags gewapp­net bist. Das heißt, Du soll­test einen finan­zi­el­len Puf­fer für unvor­her­seh­ba­re Not­fäl­le auf Dei­nem Kon­to haben, etwa falls das Auto repa­riert wer­den muss, die Wasch­ma­schi­ne kaputt geht oder Du eine uner­war­tet hohe Zahn­arzt­rech­nung beglei­chen musst. Als Faust­re­gel gilt, einen Not­gro­schen von etwa drei bis sechs Monats­ge­häl­tern anzu­spa­ren. Der Not­gro­schen wird am bes­ten auf dem Tages­geld­kon­to geparkt. Dort kommt man jeder­zeit schnell ran und erhält auch mehr Zin­sen als auf dem Giro­kon­to – auch wenn der Unter­schied wegen der nied­ri­gen Zin­sen mitt­ler­wei­le mar­gi­nal ist. Zudem dis­zi­pli­niert es: Die Bar­rie­re, das Geld anzu­tas­ten, ist höher, wenn es auf dem Tages­geld­kon­to und damit außer­halb des Ver­fü­gungs­raums der EC-Kar­te liegt.

2. Schritt: Sparziel definieren

Ein neu­es Auto, ein Sab­ba­ti­cal oder – ganz klas­sisch – der Ver­mö­gens­auf­bau zur Alters­vor­sor­ge: Die Spar­zie­le jedes Ein­zel­nen sind unter­schied­lich und ent­spre­chend indi­vi­du­ell ist die finan­zi­el­le Her­an­ge­hens­wei­se. Pau­schal gilt: Je mehr Zeit man hat für die Rea­li­sie­rung des Spar­ziels, des­to risi­ko­rei­cher darf das Geld ange­legt wer­den. Sprich: Für lang­fris­ti­ge Anla­ge­zie­le mit einem Anla­ge­ho­ri­zont ab zehn, bes­ser 15 Jah­ren bie­ten sich dar­um Invest­ments am Akti­en­markt, also auch ETFs, an. Die­se kön­nen kurz- bis mit­tel­fris­tig zwar schwan­ken, über die lan­ge Lauf­zeit erwirt­schaf­ten sie jedoch mehr Ren­di­te als die meis­ten ande­ren Anla­ge­for­men, zumin­dest wenn man auf Indi­zes setzt, die den brei­ten Akti­en­markt abbil­den. Den Ver­mö­gens­auf­bau über Akti­en zu bestrei­ten, ist dar­um sehr sinn­voll und ange­sichts der Nied­rig­zin­sen auch alter­na­tiv­los.

3. Schritt – Sparrate für den Sparplan bestimmen

Einen ETF-Spar­plan kann man bei vie­len Ban­ken ab 25 Euro monat­lich ein­rich­ten. Das ist ein guter Betrag, um erst mal los­zu­le­gen, auf Dau­er rei­chen dürf­te die­se Spar­ra­te aber bei den wenigs­ten. Eine ver­nünf­ti­ge Spar­ra­te fest­zu­le­gen, ist aber gar nicht so ein­fach. Einer­seits soll­te sie hoch genug sein, um damit die ent­ste­hen­de Ren­ten­lü­cke zumin­dest teil­wei­se aus­zu­glei­chen, ande­rer­seits soll­te sie einen im All­tag nicht über die Maße beein­träch­ti­gen. Die Fra­gen nach dem „Was ist nötig?“ und „Was ist mög­lich?“ sind dar­um ele­men­tar und wer­den hier beant­wor­tet.

4. Schritt – Welchen Index soll mein ETF abbilden?

Wenn klar ist, mit wel­cher Sum­me inves­tiert wer­den soll, geht es im nächs­ten Schritt an die Pro­dukt­su­che. 2018 wur­den welt­weit rund 6500 ETFs ver­wal­tet, die alle mög­li­chen gro­ßen und klei­nen Indi­zes ver­schie­de­ner Anla­ge­klas­sen nach­bil­den. Für den Ver­mö­gens­auf­bau ist es rat­sam mit ETFs auf Akti­en­in­di­zes zu star­ten, da Akti­en auf lan­ge Sicht die meis­te Ren­di­te brin­gen. Wich­tig ist vor allem am Anfang, dass der abge­bil­de­te Index breit über Regio­nen und Bran­chen streut. Der Klas­si­ker ist der MSCI World. Er fasst rund 1600 Unter­neh­men aus 23 Indus­trie­län­dern zusam­men. Wer ergän­zend auf den MSCI Emer­ging Mar­kets (Schwel­len­län­der) setzt, hat bereits einen Groß­teil der glo­ba­len Markt­ka­pi­ta­li­sie­rung abge­deckt und ist für den Start gut auf­ge­stellt. Für einen ETF-Spar­plan ist es zudem wich­tig, dass es für den aus­ge­wähl­ten Index über­haupt Spar­plä­ne gibt. Bei gro­ßen Indi­zes ist dies aber meist gege­ben.

5. Schritt – ETF für den Sparplan bestimmen

Ist die Ent­schei­dung für einen Index gefal­len, muss im nächs­ten Schritt ein dazu pas­sen­der ETF gesucht wer­den. Für bekann­te Indi­zes wie den MSCI World gibt es in der Regel meh­re­re ETF-Anbie­ter. Den­noch kön­nen sich die ein­zel­nen Pro­duk­te unter­schei­den, sodass man sich fol­gen­de Fra­gen stel­len muss, die hier aus­führ­lich beant­wor­tet wer­den:

  • Ist der ETF spar­pl­an­fä­hig?
  • Hat der ETF ein aus­rei­chen­des Anla­ge­vo­lu­men?
  • Soll der ETF aus­schüt­tend oder the­sau­rie­rend sein?
  • Wel­che Repli­ka­ti­ons­me­tho­de soll der ETF haben?
  • Bei wel­chem Anbie­ter ist der ETF am güns­tigs­ten?

6. Schritt – Depot eröffnen

Um Wert­pa­pie­re zu kau­fen und auf­zu­be­wah­ren, benö­tigt man ein Wert­pa­pier­de­pot. Dort wer­den die ETF-Antei­le ein­ge­bucht und ver­wal­tet – auch bei einem ETF-Spar­plan. Ob Bank, Spar­kas­se oder Online­ban­ken, ein Depot gibt es fast über­all – bei Online­ban­ken häu­fig sogar kos­ten­los, wenn man dort ein­mal pro Quar­tal han­delt oder einen Spar­plan ein­rich­tet. Aller­dings unter­schei­den sich die Gebüh­ren für den Kauf und Ver­kauf von Wert­pa­pie­ren – ein Ver­gleich lohnt sich zuguns­ten der lang­fris­ti­gen Ren­di­te. Die Ein­rich­tung eines Depots ist in der Regel kom­pli­ka­ti­ons­los.

7. Schritt – Einrichtung des ETF-Sparplans

Ist das Depot eröff­net, der ETF aus­ge­wählt und die Spar­ra­te bestimmt, steht der Ein­rich­tung des ETFs nichts mehr im Weg. Das geht am ein­fachs­ten online. Der Ablauf ist bei den meis­ten Anbie­tern ähn­lich. Zur Hand haben soll­te man die soge­nann­te ISIN oder WKN (Wert­pa­pier­kenn­num­mer) des gewünsch­ten ETFs. Zudem wer­den eini­ge wei­te­re Din­ge abge­fragt, unter ande­rem an wel­chem Bör­sen­platz der ETF gehan­delt wer­den soll. ETFs kön­nen sowohl über Par­kett­bör­sen wie in Frank­furt oder Stutt­gart gekauft wer­den als auch im elek­tro­ni­schen Han­del über Xetra oder außer­börs­li­chen Direkt­han­del. Hier ent­ste­hen noch ein­mal nied­ri­ge bör­sen­platz­ab­hän­gi­ge Gebüh­ren.

Zudem wird abge­fragt, ob eine Dyna­mi­sie­rung gewünscht ist – das bedeu­tet, ob sich die Spar­ra­te regel­mä­ßig um einen bestimm­ten Pro­zent­satz erhö­hen soll. Das bie­tet sich zum Bei­spiel an, wenn jähr­li­che Lohn­er­hö­hun­gen direkt in den Ver­mö­gens­auf­bau flie­ßen sol­len. Am Ende wird die Ein­rich­tung des Spar­plans mit der Ein­ga­be einer TAN bestä­tigt und los geht es mit dem Ver­mö­gens­auf­bau. Ände­run­gen am Spar­plan, etwa die Anpas­sung der Spar­ra­te, sind jeder­zeit mög­lich.

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