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Kathi gründet: Endlich eine Idee!

2019-11-22T08:22:22+02:0019. November 2019|

Katha­ri­na Fre­un­dor­fer ist 33 Jahre alt und lebt in München. Sie hat BWL mit Fokus auf Inno­va­tion, Mar­ket­ing, Nach­haltigkeit sowie Ver­braucher­recht in München und Aarhus (Däne­mark) studiert. Anschließend arbeit­ete sie jahre­lang bei ver­schiede­nen Banken und Unternehmens­ber­atun­gen. Im Früh­jahr 2019 hat sie beschlossen, sich endlich mit einem Zero Waste Café selb­st­ständig zu machen und zu grün­den. Bei Courage berichtet sie regelmäßig über ihre Geschäft­sidee, die Grün­dungsphase und die Entwick­lung ihres Unternehmens. Eine Inspi­ra­tion für alle, die auch gerne eine eigene Idee ver­wirk­lichen möcht­en. Kathi macht Mut und zeigt, wie es geht. Heute erzählt sie, wie sie auf ihre Grün­dungsidee kam.

Von Katha­ri­na Fre­un­dor­fer

Wie find­et man eine Grün­dungsidee? Tja, das ist eine schwierige Frage. Meine Idee ist unter anderem in der Über­legung geboren wor­den, dass wir einen Großteil unseres Lebens in der Arbeit ver­brin­gen und diese daher auch zu uns passen sollte, damit man ein erfülltes Leben führt. Mich hat es immer gestört, wenn ich Arbeit machen musste, die ich nicht für sin­nvoll oder sog­ar für falsch hielt, oder die nicht meinen Werten entsprach. Ich habe schon immer einen sehr aus­geprägten Gerechtigkeitssinn. Mir tut es im Herzen weh, wenn jemand schlecht behan­delt wird.

Außer­dem liebe ich Authen­tiz­ität und Acht­samkeit. Ich finde, es ist das größte Geschenk, wenn man sich selb­st und anderen die Zeit geben kann, sich zu entwick­eln und auszu­drück­en. Zur Acht­samkeit und Authen­tiz­ität gehört für mich Nach­haltigkeit. Denn mit nach­haltigem und sin­nvollem Han­deln beziehe ich die Auswirkun­gen meines Han­delns auf die Umwelt mit ein. Dafür muss ich mir die Zeit nehmen, gründlich meine Pro­duk­te und meine Prozesse zu bedenken.

Meine Gründungsidee muss nachhaltig sein

Das ist jet­zt vielle­icht ein rel­a­tiv weit gezo­gen­er Bogen. Aber aus diesen Grün­den begeis­tert mich Nach­haltigkeit. Und neben der Selb­st­bes­tim­mung, die eine Selb­st­ständigkeit ermöglicht, ist dies die Vision für meine Grün­dungsidee. Ich hat­te ver­schiedene konkrete Ideen im Bere­ich Nach­haltigkeit, die ich in Betra­cht gezo­gen habe.

Neben der nach­halti­gen Café-Idee – genauer: einem Zero-Waste-Café – hat­te ich auch die Idee, nach­haltige T‑Shirts zu bedruck­en, mit poli­tis­chen und aktivis­tis­chen Logos und Sprüchen. Mit dem Kauf sollte auch eine Spende für den jew­eili­gen Zweck ver­bun­den sein. Ich finde es näm­lich eben­falls super span­nend, mit Men­schen ver­schiedene Mei­n­un­gen und Stand­punk­te zu disku­tieren. Außer­dem finde ich, dass mehr junge Men­schen ihre (pos­i­tiv­en) Ansicht­en nach außen tra­gen soll­ten. Ich denke näm­lich, es hätte einen pos­i­tiv­en Effekt auf unsere Welt, wenn die Men­schen diese pos­i­tiv­en Mei­n­un­gen auf ihrem Shirt nach außen tra­gen wür­den und zugle­ich gespendet wird.

Diese Grün­dungsidee habe ich aber immer eher als Hob­by-Idee ange­se­hen, da der T‑Shirt-Markt recht stark umkämpft ist. Ein nach­haltiges Café zu grün­den, sehe ich als noch sin­nvoller an, aber auch als schwieriger. Die Idee ist schon in Städten wie Ham­burg, Berlin und Lon­don umge­set­zt, aber noch nicht in München. Durch meinen betrieb­swirtschaftlichen Hin­ter­grund bin ich es gewohnt, Grün­dungsideen auch mon­etär zu bew­erten.

Cafés sind da immer so eine Sache, denn auch hier ist der Markt heiß umkämpft, und ein Café zu grün­den und zu man­a­gen, bedeutet sehr viel Arbeit – meis­tens ohne dass am Ende das ganz große Geld fließt. Ich sehe es allerd­ings so, dass sich mein Unternehmen sehr gut tra­gen soll. Der finanzielle Gewinn ist jedoch nicht meine Haupt­mo­ti­va­tion. Wichtiger ist mir,  die Dinge so gut wie möglich nach­haltig ohne Müll umzuset­zen. Die T‑Shirt-Idee hätte natür­lich den Vorteil gehabt, dass ich nicht an einem Stan­dort bleiben muss, während mich  ein Café natür­lich erst mal an einen Ort – in meinem Fall München – binden wird.

Meine Gäste sollen Impulse mit nach Hause nehmen

Anfangs hat mich das sehr stark abgeschreckt. In der ersten Nacht vor mein­er Arbeit­slosigkeit habe ich allerd­ings geträumt, dass ich die Café-Idee umset­zte. Ins­ge­heim finde ich diese Grün­dungsidee auch toller und kann mich noch bess­er damit iden­ti­fizieren. Gespräche und Diskus­sio­nen mit Men­schen wer­den hier genau­so entste­hen wie durch die T‑Shirts mit Botschaften. Daneben wer­den meine Gäste die Kleinigkeit­en bemerken, die das Café nach­haltiger machen. Ich werde zum Beispiel Stoff­servi­et­ten nutzen oder Pfand­be­häl­ter für Essen zum Mit­nehmen aus­geben. Meine Moti­va­tion ist auch, dass meine Gäste solche Impulse auf­greifen und zu Hause umset­zen.

Ins­ge­samt macht es mir viel Spaß, auf das Pos­i­tive im Men­schen und unsere Verbindung zur Natur zu set­zen. Ohne jet­zt ganz eso­ter­isch zu klin­gen, denke ich, die Zeit ist nun reif für so ein Café. Und trotz ein­er kleinen Angst, die ab und zu an mein­er Tür klopft, freue ich mich auf die Umset­zung und die näch­sten Schritte.

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