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Meine Gelderziehung

2019-11-13T16:05:08+01:005. Oktober 2019|

In mein­er Kind­heit wurde nie über Geld gesprochen. Aktien und Börse gal­ten in mein­er Fam­i­lie als unberechen­bar und gefährlich. Ich habe es den­noch geschafft, mein Mon­ey-Mind­set zu ändern. Und du kannst das auch!

Von Daniela Mey­er

Ich bin ein Kind der 80er- und 90er-Jahre, aufgewach­sen – wie ver­mut­lich einige von euch – in ein­er typ­is­chen Kle­in­stadt in West­deutsch­land. Erst Woh­nung, dann Ein­fam­i­lien­haussied­lung. Meine Eltern, die Häusle­bauer.

In mein­er Fam­i­lie wurde das Geld in Küchen­schränken, unter Matratzen und ja, auch in Sofakissen auf­be­wahrt. Das Ver­rück­teste, was meine Eltern jemals hat­ten, war ein Spar­buch. Begriffe wie Börse, Aktien, Ver­mö­gen­sauf­bau waren Fremd­wörter für mich. Ich glaube nicht, dass ich sie in mein­er Kind­heit jemals auch nur gehört habe. Bei uns wurde so gut wie nie über Geld gesprochen. Bei den Nach­barn übri­gens auch nicht. Und bei dir, wie ist deine Erfahrung?

Ich wusste bis ins Erwach­se­nenal­ter nicht, was meine Eltern ver­di­enen, was eigentlich ein gutes und was ein geringes Einkom­men ist. Geschweige denn, dass man – ger­ade als Mäd­chen und Frau – fürs Alter vor­sor­gen und Geld anle­gen muss.

Irgend­wie komisch, denn meine Eltern waren bei­de Lehrer und haben anson­sten großen Wert auf eine gute Bil­dung bei mein­er jün­geren Schwest­er und mir gelegt. Das Fach Finanzen oder Wirtschaft wurde aber nie durchgenom­men – nicht Zuhause am Abend­brot­tisch und auch nicht in der Schule. Dabei wäre es so wichtig, bere­its als Kind eine Finanz­bil­dung zu bekom­men. Ich ver­ste­he es auch über­haupt nicht, dass Finanzen und Börse neben Deutsch, Mathe und Geschichte immer noch keinen fes­ten Platz im Lehrplan haben.

Vielle­icht liegt es daran, dass in Deutsch­land das The­ma Geld ein­er No-go-Area gle­ichkommt. Dabei wäre es in Zeiten von niedri­gen Zin­sen und dro­hen­der Alter­sar­mut, von der vor allem Frauen betrof­fen sind, extrem hil­fre­ich, offen über Geld, Sparen, Anlages­trate­gien und Vor­sorge zu reden, und – ganz wichtig – auch endlich etwas zu tun. Nur was?

Das habe ich mich auch sehr lange gefragt. Irgend­wann als Teenag­er bei der Geburt­stags­feier mein­er Oma Elli – von der ich zum Glück zumin­d­est gel­ernt habe, wie man ein Haushalts­buch führt und richtig spart – bekam ich zwis­chen Kaf­fee und Kuchen mit, dass irgen­dein Onkel – „der richtig Ahnung von der Börse hat“ – mit Teleko­mak­tien stein­re­ich gewor­den ist.

Mein Vater erzählte mir viele Jahre später ein­mal, dass daraufhin einige unser­er Ver­wandten von der großen Gier gepackt wur­den. Völ­lig kopf­los kauften sie – zu dem Zeit­punkt schon völ­lig über­teuerte – Teleko­mak­tien, die kurz darauf kom­plett ein­brachen. Das Ergeb­nis: Alle ver­loren viel Geld, teil­weise ihre gesamten Erspar­nisse fürs Alter. Immer­hin weiß ich nun, warum besagter Telekom-Onkel sei­ther auf Fam­i­lien­feiern nicht mehr gese­hen wurde.

Die Börse ist in mein­er Fam­i­lie sei­ther nicht nur ein Fremd­wort, son­dern der Inbe­griff von Gefahr und Unberechen­barkeit. Das Böse schlechthin. Meine Eltern waren gelinde gesagt extrem über­rascht, als ich ihnen vor ein paar Jahren erzählte, dass ich mich – nach monate­lan­gen Recherchen und langem Rin­gen mit mir selb­st – dazu entschlossen hatte, Aktien zu kaufen.

Das Kind stürzt sich ins Unglück, das Kind schmeißt sein hart erar­beit­etes Geld zum Fen­ster raus. Aber ein biss­chen ver­rückt war sie ja schon immer. Zum Glück, möchte ich an dieser Stelle anmerken. Denn nur so habe ich es geschafft, meine innere Hal­tung zum The­ma Geld und Ver­mö­gen­sauf­bau grundle­gend zu ändern.

Mein aner­zo­genes Mind­set zu über­denken und schließlich über Bord zu wer­den, war nicht leicht. Aber ich habe es geschafft.

Und du kannst das auch schaf­fen. Denn es ist wirk­lich nicht schwierig und bedarf kein großes Vor­wis­sen. Alles, was du tun musst, kannst du hier, bei Courage ler­nen. Wir möcht­en sowohl unsere per­sön­lichen Erfahrun­gen als auch unser Fach­wis­sen mit dir teilen. Es ist uns wichtig, dass du etwas für deine Altersvor­sorge tust, dass du dir einen Not­groschen zurück­le­gen kannst oder genug Geld sparst, um dir einen lang gehegten Traum wie beispiel­sweise eine tolle Reise zu erfüllen. Auch, wenn du etwas für deine Kinder anle­gen, deinen Part­ner bei der Gel­dan­lage mit ins Boot holen oder einen Kar­ri­ereschritt wagen möcht­est, helfen wir dir gern.

Wie hat deine Erziehung deine Ein­stel­lung zu Geld bee­in­flusst? Schreib uns hier!

Autorin - Daniela Meyer
Über die Autorin

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