Startseite/Versicherungen für Kinder: Worauf Eltern achten sollten

Versicherungen für Kinder: Worauf Eltern achten sollten

2021-04-10T21:46:06+02:008. April 2021|

Wenn Kin­der kom­men, ändert sich fast alles im Leben. Auch der Ver­si­che­rungs­schutz muss ange­passt wer­den. Haft­pflicht, Kran­ken­ver­si­che­rung, Kin­der­inva­li­di­tät: Auf die­se Poli­cen soll­ten (wer­den­de) Eltern unbe­dingt ach­ten. 

Von Ste­phan Habe­rer

Eltern geben Kin­dern Lie­be und Gebor­gen­heit. Kuscheln, umsor­gen, spie­len, hel­fen, unter­stüt­zen – kaum eine Mut­ter, kaum ein Vater, die das nicht Tag für Tag tun.

Was Eltern manch­mal nicht auf dem Radar haben: Auch Kin­der brau­chen Ver­si­che­run­gen, damit sie im Ernst­fall wenigs­tens finan­zi­ell abge­si­chert sind. Eini­ge Poli­cen soll­ten (wer­den­de) Eltern für Kin­der unbe­dingt abschlie­ßen, bei ande­ren genügt die Anpas­sung an die neue Situa­ti­on. Ein Über­blick.

1. Krankenversicherung

Ob ein Neu­ge­bo­re­nes gesetz­lich oder pri­vat kran­ken­ver­si­chert wer­den muss, hängt davon ab, wie sei­ne Eltern ver­si­chert sind. Wenn bei­de in der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung (GKV) sind, genügt ein Antrag bei der Kran­ken­kas­se, und das Kind kann über die kos­ten­lo­se Fami­li­en­ver­si­che­rung der GKV abge­si­chert wer­den. Sind bei­de Eltern in der pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rung (PKV), muss auch für das Kind ein PKV-Ver­trag abge­schlos­sen wer­den.

Ist dage­gen ein Eltern­teil in der PKV und einer in der GKV, wird es kom­pli­ziert: Sind die Eltern ver­hei­ra­tet oder ver­part­nert und der gesetz­lich Ver­si­cher­te ver­dient weni­ger als der pri­vat Ver­si­cher­te, dann kommt es dar­auf an, ob das Monats­ein­kom­men des PKV-Ver­si­cher­ten höher ist als ein Zwölf­tel der Ver­si­che­rungs­pflicht­gren­ze, im Jahr 2021 also höher als 5362,50 Euro.

In die­sem Fall muss das Kind pri­vat ver­si­chert wer­den. Andern­falls kann es kos­ten­los in der GKV mit­ver­si­chert wer­den. Letz­te­res gilt auch, wenn der gesetz­lich Ver­si­cher­te mehr ver­dient als der pri­vat Ver­si­cher­te. Bei unver­hei­ra­te­ten Eltern kann der Nach­wuchs immer beim gesetz­lich ver­si­cher­ten Eltern­teil mit­ver­si­chert wer­den, unab­hän­gig von den Ein­kom­men.

2. Haftpflicht- und Risikolebenspolice

Ein­fa­cher ist die Situa­ti­on bei der Haft­pflicht. Wer eine Fami­li­en­haft­pflicht hat, soll­te nach­schau­en, ob die­se auch bei Schä­den durch delikt­un­fä­hi­ge Kin­der (oder delikt­un­fä­hi­ge Per­so­nen) ein­springt. Falls nicht, soll­te man die­sen Bau­stein nach­träg­lich ein­fü­gen.

Für Schä­den, die Kin­der unter sie­ben Jah­ren ver­ur­sa­chen, müs­sen Eltern zwar nur dann finan­zi­ell ein­ste­hen, wenn sie ihre Auf­sichts­pflicht ver­letzt haben, aller­dings füh­len sich vie­le mora­lisch ver­pflich­tet, für den Scha­den ihres Nach­wuch­ses ein­zu­ste­hen. Oder sie wol­len zum Bei­spiel das Ver­hält­nis zu den Nach­barn nicht belas­ten, wenn das Kind deren Auto zer­kratzt hat.

Wer kei­ne (Familien-)Haftpflicht hat, soll­te unbe­dingt eine abschlie­ßen. Zudem ist eine Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung für Eltern in spe über­le­gens­wert, um die Fami­lie finan­zi­ell abzu­si­chern, falls der Haupt­ver­die­ner stirbt – auch wenn sich das nie­mand vor­stel­len will.

3. Kinderinvalidität

Das gilt auch für den Fall, dass das eige­ne Kind durch Unfall oder Krank­heit schwer behin­dert wird. Zwar kann eine Ver­si­che­rung sol­che Schick­sals­schlä­ge nicht ver­hin­dern, aber die finan­zi­el­len Fol­gen abfe­dern. Denn die Hil­fen von Kranken‑, Pfle­ge­kas­se und Sozi­al­amt decken meist nicht alle Kos­ten ab.

Doch wel­che Absi­che­rung ist hier sinn­voll? Zur Aus­wahl ste­hen: Unfall­ver­si­che­rung
mit und ohne Bei­trags­rück­ge­währ, Kin­der­inva­li­di­täts­po­li­cen, Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­run­gen für Schü­ler, Grund­fä­hig­keits-ver­si­che­run­gen und even­tu­ell auch noch Pfle­ge­zu­satz­po­li­cen.

Unfall­po­li­cen zah­len nur, wenn der Ver­si­cher­te durch einen Unfall zum Schwer­be­hin­der­ten wur­de. Laut Sta­tis­ti­schem Bun­des­amt sind nur knapp ein Pro­zent aller schwe­ren Behin­de­run­gen auf Unfäl­le zurück­zu­füh­ren. Das heißt: Bei den aller­meis­ten schwer-behin­der­ten Kin­dern und Jugend­li­chen zahlt eine sol­che Ver­si­che­rung nichts.

Auch mit Bei­trags­rück­ge­währ wird dar­aus noch kei­ne sinn­vol­le Absi­che­rung, da die­se Vari­an­ten (oft über­teu­er­te) Unfall­po­li­cen mit schlecht ver­zins­ten Spar­plä­nen kom­bi­nie­ren.

Kin­der­inva­li­di­täts­po­li­cen (KI) zah­len dage­gen in der Regel ab einer Behin­de­rung von min­des­tens 50 Pro­zent eine monat­li­che Ren­te oder eine ein­ma­li­ge Sum­me. Dabei ist es egal, ob ein Unfall oder eine Krank­heit Ursa­che der Behin­de­rung ist. Aller­dings soll­te man dar­auf ach­ten, dass Ver­si­che­rungs­schutz bei mög­lichst vie­len Krank­hei­ten besteht. In den der­zeit ange­bo­te­nen KI-Poli­cen sind Leis­tun­gen bei Neu­ro­sen, Per­sön­lich­keits- und Ver­hal­tens­stö­run­gen sowie bei Unfäl­len auf­grund epi­lep­ti­scher Anfäl­le aus­ge­schlos­sen.

Wich­tig: Die monat­li­che Ren­ten­zah­lung ist der Ein­mal­zah­lung fast immer vor­zu­zie­hen. Zudem soll­te die Ren­te lebens­lang flie­ßen. Eben­falls ent­schei­dend: ein früh­zei­ti­ger Abschluss. Denn Ent­wick­lungs­stö­run­gen und schwe­re Krank­hei­ten stel­len sich oft schlei­chend ein. Besteht bereits der Ver­dacht auf eine schwe­re Krank­heit, kann es mit dem Abschluss schwie­rig wer­den.

Übri­gens: Vie­le Kin­der­inva­li­di­täts­po­li­cen enden – sofern der Ver­si­che­rungs­fall nicht ein­tritt – mit der Voll­jäh­rig­keit. Spä­tes­tens dann ist es rat­sam, das Risi­ko durch eine Berufs­un­fä­hig­keits­po­li­ce (BU) abzu­de­cken.

BU-Poli­cen gibt es aber auch für Schü­ler ab etwa zehn Jah­ren. Die Poli­cen leis­ten, wenn man län­ger berufs­un­fä­hig ist. Doch wann ist ein Schul­kind berufs­un­fä­hig? Gute Poli­cen defi­nie­ren das etwa so: Das Kind kann vor­aus­sicht­lich sechs Mona­te lang unun­ter­bro­chen min­des­tens die Hälf­te der Zeit nicht am Unter­richt teil­neh­men oder konn­te bereits ein hal­bes Jahr lang nicht teil­neh­men.

Bei Schü­ler-BU-Poli­cen sind maxi­mal Leis­tun­gen von 1000 Euro im Monat mög­lich. Daher ist es wich­tig, auf gute Nach­ver­si­che­rungs­op­tio­nen ohne erneu­te Gesund­heits­prü­fung zu ach­ten, damit die BU auch im ‑Erwach­se­nen­al­ter mit dann erhöh­ten Leis­tun­gen fort­ge­führt wer­den kann. So sichert man dem eige­nen Kind auch im Erwach­se­nen­al­ter güns­ti­ge­re Bei­trä­ge durch den Abschluss in frü­her Kind­heit.

Alter­na­tiv kann eine Grund­fä­hig­keits­ver­si­che­rung (GF) sinn­voll sein. Hier zahlt der Ver­si­che­rer, wenn der Ver­si­cher­te bestimm­te Grund­fä­hig­kei­ten ver­liert – etwa Gehen, selbst­stän­di­ges Essen, Trin­ken oder Anzie­hen.

GF-Poli­cen sind noch abso­lu­te Nischen­pro­duk­te, gera­de für Kin­der. Ver­ein­zelt kön­nen sie aber bereits für Per­so­nen zwi­schen drei und sechs Jah­ren abge­schlos­sen wer­den.

Letz­ter Tipp: Da die Inva­li­di­täts­ab­si­che­rung kom­plex ist, emp­fiehlt sich der Abschluss sol­cher Poli­cen über unab­hän­gi­ge Bera­ter, die sich auf die­ses The­ma spe­zia­li­siert haben.

Noch mehr Infos für dich

Versichert? – Aber richtig!

Das Leben ist vol­ler Risi­ken. Gegen die finan­zi­el­len Fol­gen vie­ler Risi­ken gibt es Ver­si­che­run­gen. Doch nicht jede Poli­ce ist sinn­voll. Und längst nicht alle exis­ten­zi­el­len Risi­ken sind auch allen bewusst. In die­ser Serie klärt Cou­ra­ge über die wirk­lich gro­ßen Risi­ken auf – und wie man sich gegen deren Fol­gen absi­chert.



Teil 5: Die Pflegelücke schließen

Durch die stei­gen­de Lebens­er­war­tung wer­den die Deut­schen immer älter. Aber auch immer mehr Men­schen wer­den pfle­ge­be­dürf­tig. Die gesetz­lich vor­ge­schrie­be­nen Pfle­ge­ver­si­che­run­gen sind kei­ne Voll­kas­ko-Poli­cen. Damit hohe Pfle­ge­kos­ten nicht das gesam­te Ver­mö­gen auf­fres­sen, zeigt die Absi­che­rungs­se­rie wel­che Mög­lich­kei­ten es gibt, sich dage­gen abzu­si­chern.

Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung ist ers­te Wahl, wenn es um die Absi­che­rung der Arbeits­kraft geht. Doch was tun, wenn die­se Poli­cen nicht zu bekom­men sind — egal ob aus gesund­heit­li­chen, beruf­li­chen oder finan­zi­el­len Grün­den? Hier eine Rei­he von Alter­na­ti­ven, die immer noch bes­ser sind als gar kei­ne Absi­che­rung. Die Rating­agen­tur Fran­ke und Born­berg hat jeweils emp­feh­lens­wer­te Anbie­ter her­aus­ge­sucht.

Zitat der Woche KW13

Buchtipp

Noch mehr Infos für dich

Foodwaste: Für die einen ist es Müll – für andere Essen

Katar­zy­na Swen­d­row­ski geht seit acht Jah­ren con­tai­nern. Das ist ihr Weg, um Essen vor der Müll­ton­ne zu bewah­ren. War­um in Deutsch­land noch viel zu vie­le Lebens­mit­tel ver­schwen­det wer­den und wel­che Initia­ti­ven das zu ver­mei­den ver­su­chen.

Grüne Konten, grünes Geld 

Ver­ant­wor­tungs­vol­le Geld­an­la­ge beginnt schon bei der Wahl des Giro­kon­tos. Öko­lo­gisch und ethisch ori­en­tier­te Ban­ken erle­ben des­halb gera­de einen Boom. Es lohnt sich, ihre Ange­bo­te genau unter die Lupe zu neh­men.

“Dividenden-Aktien haben ein sehr günstiges Risiko-Rendite-Verhältnis”

Wenn ein Unter­neh­men einen Gewinn macht und die Haupt­ver­samm­lung beschließt, die­sen an die Aktionär:innen aus­zu­schüt­ten, wird eine Divi­den­de aus­ge­schüt­tet. Ilga Hau­belt, Lei­te­rin des Equi­ty Inco­me Teams bei New­ton Invest­ment Manage­ment, erklärt im Inter­view, was Anle­ge­rin­nen über die Geld­an­la­ge mit Divi­den­den­ak­ti­en wis­sen soll­ten und was die Coro­na-Kri­se für die Aus­schüt­tun­gen bedeu­tet.

Noch mehr Infos für dich

Foodwaste: Für die einen ist es Müll – für andere Essen

Katar­zy­na Swen­d­row­ski geht seit acht Jah­ren con­tai­nern. Das ist ihr Weg, um Essen vor der Müll­ton­ne zu bewah­ren. War­um in Deutsch­land noch viel zu vie­le Lebens­mit­tel ver­schwen­det wer­den und wel­che Initia­ti­ven das zu ver­mei­den ver­su­chen.

Grüne Konten, grünes Geld 

Ver­ant­wor­tungs­vol­le Geld­an­la­ge beginnt schon bei der Wahl des Giro­kon­tos. Öko­lo­gisch und ethisch ori­en­tier­te Ban­ken erle­ben des­halb gera­de einen Boom. Es lohnt sich, ihre Ange­bo­te genau unter die Lupe zu neh­men.

“Dividenden-Aktien haben ein sehr günstiges Risiko-Rendite-Verhältnis”

Wenn ein Unter­neh­men einen Gewinn macht und die Haupt­ver­samm­lung beschließt, die­sen an die Aktionär:innen aus­zu­schüt­ten, wird eine Divi­den­de aus­ge­schüt­tet. Ilga Hau­belt, Lei­te­rin des Equi­ty Inco­me Teams bei New­ton Invest­ment Manage­ment, erklärt im Inter­view, was Anle­ge­rin­nen über die Geld­an­la­ge mit Divi­den­den­ak­ti­en wis­sen soll­ten und was die Coro­na-Kri­se für die Aus­schüt­tun­gen bedeu­tet.

Wenn Kin­der kom­men, ändert sich fast alles im Leben. Auch der Ver­si­che­rungs­schutz muss ange­passt wer­den. Haft­pflicht, Kran­ken­ver­si­che­rung, Kin­der­inva­li­di­tät: Auf die­se Poli­cen soll­ten (wer­den­de) Eltern unbe­dingt ach­ten. 

Von Ste­phan Habe­rer

Eltern geben Kin­dern Lie­be und Gebor­gen­heit. Kuscheln, umsor­gen, spie­len, hel­fen, unter­stüt­zen – kaum eine Mut­ter, kaum ein Vater, die das nicht Tag für Tag tun.

Was Eltern manch­mal nicht auf dem Radar haben: Auch Kin­der brau­chen Ver­si­che­run­gen, damit sie im Ernst­fall wenigs­tens finan­zi­ell abge­si­chert sind. Eini­ge Poli­cen soll­ten (wer­den­de) Eltern für Kin­der unbe­dingt abschlie­ßen, bei ande­ren genügt die Anpas­sung an die neue Situa­ti­on. Ein Über­blick.

1. Krankenversicherung

Ob ein Neu­ge­bo­re­nes gesetz­lich oder pri­vat kran­ken­ver­si­chert wer­den muss, hängt davon ab, wie sei­ne Eltern ver­si­chert sind. Wenn bei­de in der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung (GKV) sind, genügt ein Antrag bei der Kran­ken­kas­se, und das Kind kann über die kos­ten­lo­se Fami­li­en­ver­si­che­rung der GKV abge­si­chert wer­den. Sind bei­de Eltern in der pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rung (PKV), muss auch für das Kind ein PKV-Ver­trag abge­schlos­sen wer­den.

Ist dage­gen ein Eltern­teil in der PKV und einer in der GKV, wird es kom­pli­ziert: Sind die Eltern ver­hei­ra­tet oder ver­part­nert und der gesetz­lich Ver­si­cher­te ver­dient weni­ger als der pri­vat Ver­si­cher­te, dann kommt es dar­auf an, ob das Monats­ein­kom­men des PKV-Ver­si­cher­ten höher ist als ein Zwölf­tel der Ver­si­che­rungs­pflicht­gren­ze, im Jahr 2021 also höher als 5362,50 Euro.

In die­sem Fall muss das Kind pri­vat ver­si­chert wer­den. Andern­falls kann es kos­ten­los in der GKV mit­ver­si­chert wer­den. Letz­te­res gilt auch, wenn der gesetz­lich Ver­si­cher­te mehr ver­dient als der pri­vat Ver­si­cher­te. Bei unver­hei­ra­te­ten Eltern kann der Nach­wuchs immer beim gesetz­lich ver­si­cher­ten Eltern­teil mit­ver­si­chert wer­den, unab­hän­gig von den Ein­kom­men.

2. Haftpflicht- und Risikolebenspolice

Ein­fa­cher ist die Situa­ti­on bei der Haft­pflicht. Wer eine Fami­li­en­haft­pflicht hat, soll­te nach­schau­en, ob die­se auch bei Schä­den durch delikt­un­fä­hi­ge Kin­der (oder delikt­un­fä­hi­ge Per­so­nen) ein­springt. Falls nicht, soll­te man die­sen Bau­stein nach­träg­lich ein­fü­gen.

Für Schä­den, die Kin­der unter sie­ben Jah­ren ver­ur­sa­chen, müs­sen Eltern zwar nur dann finan­zi­ell ein­ste­hen, wenn sie ihre Auf­sichts­pflicht ver­letzt haben, aller­dings füh­len sich vie­le mora­lisch ver­pflich­tet, für den Scha­den ihres Nach­wuch­ses ein­zu­ste­hen. Oder sie wol­len zum Bei­spiel das Ver­hält­nis zu den Nach­barn nicht belas­ten, wenn das Kind deren Auto zer­kratzt hat.

Wer kei­ne (Familien-)Haftpflicht hat, soll­te unbe­dingt eine abschlie­ßen. Zudem ist eine Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung für Eltern in spe über­le­gens­wert, um die Fami­lie finan­zi­ell abzu­si­chern, falls der Haupt­ver­die­ner stirbt – auch wenn sich das nie­mand vor­stel­len will.

3. Kinderinvalidität

Das gilt auch für den Fall, dass das eige­ne Kind durch Unfall oder Krank­heit schwer behin­dert wird. Zwar kann eine Ver­si­che­rung sol­che Schick­sals­schlä­ge nicht ver­hin­dern, aber die finan­zi­el­len Fol­gen abfe­dern. Denn die Hil­fen von Kranken‑, Pfle­ge­kas­se und Sozi­al­amt decken meist nicht alle Kos­ten ab.

Doch wel­che Absi­che­rung ist hier sinn­voll? Zur Aus­wahl ste­hen: Unfall­ver­si­che­rung
mit und ohne Bei­trags­rück­ge­währ, Kin­der­inva­li­di­täts­po­li­cen, Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­run­gen für Schü­ler, Grund­fä­hig­keits-ver­si­che­run­gen und even­tu­ell auch noch Pfle­ge­zu­satz­po­li­cen.

Unfall­po­li­cen zah­len nur, wenn der Ver­si­cher­te durch einen Unfall zum Schwer­be­hin­der­ten wur­de. Laut Sta­tis­ti­schem Bun­des­amt sind nur knapp ein Pro­zent aller schwe­ren Behin­de­run­gen auf Unfäl­le zurück­zu­füh­ren. Das heißt: Bei den aller­meis­ten schwer-behin­der­ten Kin­dern und Jugend­li­chen zahlt eine sol­che Ver­si­che­rung nichts.

Auch mit Bei­trags­rück­ge­währ wird dar­aus noch kei­ne sinn­vol­le Absi­che­rung, da die­se Vari­an­ten (oft über­teu­er­te) Unfall­po­li­cen mit schlecht ver­zins­ten Spar­plä­nen kom­bi­nie­ren.

Kin­der­inva­li­di­täts­po­li­cen (KI) zah­len dage­gen in der Regel ab einer Behin­de­rung von min­des­tens 50 Pro­zent eine monat­li­che Ren­te oder eine ein­ma­li­ge Sum­me. Dabei ist es egal, ob ein Unfall oder eine Krank­heit Ursa­che der Behin­de­rung ist. Aller­dings soll­te man dar­auf ach­ten, dass Ver­si­che­rungs­schutz bei mög­lichst vie­len Krank­hei­ten besteht. In den der­zeit ange­bo­te­nen KI-Poli­cen sind Leis­tun­gen bei Neu­ro­sen, Per­sön­lich­keits- und Ver­hal­tens­stö­run­gen sowie bei Unfäl­len auf­grund epi­lep­ti­scher Anfäl­le aus­ge­schlos­sen.

Wich­tig: Die monat­li­che Ren­ten­zah­lung ist der Ein­mal­zah­lung fast immer vor­zu­zie­hen. Zudem soll­te die Ren­te lebens­lang flie­ßen. Eben­falls ent­schei­dend: ein früh­zei­ti­ger Abschluss. Denn Ent­wick­lungs­stö­run­gen und schwe­re Krank­hei­ten stel­len sich oft schlei­chend ein. Besteht bereits der Ver­dacht auf eine schwe­re Krank­heit, kann es mit dem Abschluss schwie­rig wer­den.

Übri­gens: Vie­le Kin­der­inva­li­di­täts­po­li­cen enden – sofern der Ver­si­che­rungs­fall nicht ein­tritt – mit der Voll­jäh­rig­keit. Spä­tes­tens dann ist es rat­sam, das Risi­ko durch eine Berufs­un­fä­hig­keits­po­li­ce (BU) abzu­de­cken.

BU-Poli­cen gibt es aber auch für Schü­ler ab etwa zehn Jah­ren. Die Poli­cen leis­ten, wenn man län­ger berufs­un­fä­hig ist. Doch wann ist ein Schul­kind berufs­un­fä­hig? Gute Poli­cen defi­nie­ren das etwa so: Das Kind kann vor­aus­sicht­lich sechs Mona­te lang unun­ter­bro­chen min­des­tens die Hälf­te der Zeit nicht am Unter­richt teil­neh­men oder konn­te bereits ein hal­bes Jahr lang nicht teil­neh­men.

Bei Schü­ler-BU-Poli­cen sind maxi­mal Leis­tun­gen von 1000 Euro im Monat mög­lich. Daher ist es wich­tig, auf gute Nach­ver­si­che­rungs­op­tio­nen ohne erneu­te Gesund­heits­prü­fung zu ach­ten, damit die BU auch im ‑Erwach­se­nen­al­ter mit dann erhöh­ten Leis­tun­gen fort­ge­führt wer­den kann. So sichert man dem eige­nen Kind auch im Erwach­se­nen­al­ter güns­ti­ge­re Bei­trä­ge durch den Abschluss in frü­her Kind­heit.

Alter­na­tiv kann eine Grund­fä­hig­keits­ver­si­che­rung (GF) sinn­voll sein. Hier zahlt der Ver­si­che­rer, wenn der Ver­si­cher­te bestimm­te Grund­fä­hig­kei­ten ver­liert – etwa Gehen, selbst­stän­di­ges Essen, Trin­ken oder Anzie­hen.

GF-Poli­cen sind noch abso­lu­te Nischen­pro­duk­te, gera­de für Kin­der. Ver­ein­zelt kön­nen sie aber bereits für Per­so­nen zwi­schen drei und sechs Jah­ren abge­schlos­sen wer­den.

Letz­ter Tipp: Da die Inva­li­di­täts­ab­si­che­rung kom­plex ist, emp­fiehlt sich der Abschluss sol­cher Poli­cen über unab­hän­gi­ge Bera­ter, die sich auf die­ses The­ma spe­zia­li­siert haben.

Noch mehr Infos für dich

Foodwaste: Für die einen ist es Müll – für andere Essen

Katar­zy­na Swen­d­row­ski geht seit acht Jah­ren con­tai­nern. Das ist ihr Weg, um Essen vor der Müll­ton­ne zu bewah­ren. War­um in Deutsch­land noch viel zu vie­le Lebens­mit­tel ver­schwen­det wer­den und wel­che Initia­ti­ven das zu ver­mei­den ver­su­chen.

Grüne Konten, grünes Geld 

Ver­ant­wor­tungs­vol­le Geld­an­la­ge beginnt schon bei der Wahl des Giro­kon­tos. Öko­lo­gisch und ethisch ori­en­tier­te Ban­ken erle­ben des­halb gera­de einen Boom. Es lohnt sich, ihre Ange­bo­te genau unter die Lupe zu neh­men.

“Dividenden-Aktien haben ein sehr günstiges Risiko-Rendite-Verhältnis”

Wenn ein Unter­neh­men einen Gewinn macht und die Haupt­ver­samm­lung beschließt, die­sen an die Aktionär:innen aus­zu­schüt­ten, wird eine Divi­den­de aus­ge­schüt­tet. Ilga Hau­belt, Lei­te­rin des Equi­ty Inco­me Teams bei New­ton Invest­ment Manage­ment, erklärt im Inter­view, was Anle­ge­rin­nen über die Geld­an­la­ge mit Divi­den­den­ak­ti­en wis­sen soll­ten und was die Coro­na-Kri­se für die Aus­schüt­tun­gen bedeu­tet.

Noch mehr Infos für dich

Foodwaste: Für die einen ist es Müll – für andere Essen

Katar­zy­na Swen­d­row­ski geht seit acht Jah­ren con­tai­nern. Das ist ihr Weg, um Essen vor der Müll­ton­ne zu bewah­ren. War­um in Deutsch­land noch viel zu vie­le Lebens­mit­tel ver­schwen­det wer­den und wel­che Initia­ti­ven das zu ver­mei­den ver­su­chen.

Grüne Konten, grünes Geld 

Ver­ant­wor­tungs­vol­le Geld­an­la­ge beginnt schon bei der Wahl des Giro­kon­tos. Öko­lo­gisch und ethisch ori­en­tier­te Ban­ken erle­ben des­halb gera­de einen Boom. Es lohnt sich, ihre Ange­bo­te genau unter die Lupe zu neh­men.

“Dividenden-Aktien haben ein sehr günstiges Risiko-Rendite-Verhältnis”

Wenn ein Unter­neh­men einen Gewinn macht und die Haupt­ver­samm­lung beschließt, die­sen an die Aktionär:innen aus­zu­schüt­ten, wird eine Divi­den­de aus­ge­schüt­tet. Ilga Hau­belt, Lei­te­rin des Equi­ty Inco­me Teams bei New­ton Invest­ment Manage­ment, erklärt im Inter­view, was Anle­ge­rin­nen über die Geld­an­la­ge mit Divi­den­den­ak­ti­en wis­sen soll­ten und was die Coro­na-Kri­se für die Aus­schüt­tun­gen bedeu­tet.

Hinterlasse einen Kommentar

Nach oben