Startseite/Baufinanzierung: Kein Geld verschenken

Baufinanzierung: Kein Geld verschenken

2021-06-07T08:13:37+02:006. Juni 2021|

Bei einer Bau­fi­nan­zie­rung kos­ten schon klei­ne Zins­un­ter­schie­de Tau­sen­de Euro extra.

Von Simo­ne Gröneweg

Vor dem Immo­bi­li­en­kauf ist ein per­sön­li­cher Kas­sen­sturz not­wen­dig. Ob Bau­spar­ver­trag, Fest­geld­kon­to, Ries­ter-Ver­trag – alles gehört auf den Prüf­stand. Nur wer sich einen Über­blick über die eige­nen finan­zi­el­len Gren­zen ver­schafft hat, kann Kre­dit­an­ge­bo­te son­die­ren, ein­ho­len und vergleichen.

Die meis­ten Erwer­ber finan­zie­ren ihre Immo­bi­lie mit einem Annui­tä­ten­dar­le­hen. Dabei han­delt es sich um einen Kre­dit mit gleich­blei­ben­den Raten aus Zins und Til­gung. Die übli­chen Zins­bin­dun­gen lie­gen zwi­schen fünf und 20 Jahren.

Gene­rell gilt: In einer Nied­rig­zins­pha­se soll­te man eine lan­ge Zins­bin­dung wäh­len. Zudem soll­ten sich Käufer:innen für einen hohen Til­gungs­satz ent­schei­den, nur so tra­gen sie ihren Schul­den­berg zügig ab, wie die Gra­fik unten zeigt. Außer­dem soll­te man so viel Eigen­ka­pi­tal wie mög­lich mit­brin­gen. Wenn über 80 oder 90 Pro­zent des Kauf­prei­ses einer Immo­bi­lie als Kre­dit auf­ge­nom­men wer­den, ver­langt die Bank Zins­auf­schlä­ge. Die Neben­kos­ten soll­te man eben­falls mit Erspar­tem zahlen.

Bei einer Bau­fi­nan­zie­rung machen sich schon klei­ne Zins­un­ter­schie­de bemerk­bar. Nimmt eine Fami­lie ein Dar­le­hen in Höhe von 400 000 Euro für zehn Jah­re auf, zahlt sie unter Umstän­den nur 0,6 Pro­zent Zin­sen. Til­gen die Eig­ner drei Pro­zent, haben sie nach zehn Jah­ren etwas mehr als 20 000 Euro Zin­sen an die Bank über­wie­sen. Liegt der Zins­satz bei 1,1 Pro­zent, sum­mie­ren sich die­se Kos­ten auf 37 000 Euro. Für die monat­li­che Rate eines Immo­bi­li­en­kre­dits soll­te nicht mehr als ein Drit­tel des monat­li­chen Net­to­ein­kom­mens weg­ge­hen. Oben­drein brau­chen Eigentümer:innen Geld für Steu­ern, Instand­hal­tung und bei Eigen­tü­mer­ge­mein­schaf­ten für die Ver­wal­tung. Wer hier­für je nach Grö­ße und Zustand des Eigen­heims drei bis fünf Euro im Monat pro Qua­drat­me­ter Wohn­flä­che kal­ku­liert, ist auf der siche­ren Seite.

Um jun­ge Fami­li­en zu unter­stüt­zen, hat der Gesetz­ge­ber 2018 das Bau­kin­der­geld ein­ge­führt. Über die För­der­bank KfW gibt es gene­rell Unter­stüt­zung beim Erwerb von Wohn­ei­gen­tum, etwa mit zins­ver­güns­tig­ten Dar­le­hen. Das geschieht mit dem Pro­gramm 124. Es ist an weni­ge Bedin­gun­gen geknüpft. So spielt kei­ne Rol­le, ob die Immo­bi­lie alt oder neu, reno­vie­rungs­be­dürf­tig oder ein­zugs­fer­tig ist. Da die Wohn­ge­bäu­de in Deutsch­land spar­sa­mer und effi­zi­en­ter wer­den sol­len, hat der Staat die För­de­run­gen (Pro­gramm 153 bei der KfW) für Effi­zi­enz­häu­ser auf­ge­stockt. Bei die­sen Bau­ten liegt der Ener­gie­ver­brauch gemäß der Ener­gie­ein­spar­ver­ord­nung unter der zuläs­si­gen Gren­ze für Neu­bau­ten. Die maxi­ma­le Höhe der För­der­dar­le­hen wur­de auf 120 000 Euro ange­ho­ben. Zudem gibt es Til­gungs­zu­schüs­se bis zu 30 000 Euro.

Schneller schuldenfrei

So lan­ge dau­ert die Rück­zah­lung des Immo­bi­li­en­dar­le­hens; Dar­le­hens­sum­me: 250.000 Euro

Zinssatz für Kredit Grafik

Noch mehr Infos für dich

Hinterlasse einen Kommentar

Nach oben