• Der Musiker Mark Forster besitzt nach eigener Aussage über 200 Caps. Vor drei Jahren verriet er, warum: "Die Mütze habe ich an, weil ich mit Mütze cooler aussehe. Meine Haare werden langsam grau, fallen aus und werden licht. Wenn ich morgens eine Mütze aufsetze, habe ich ein Problem weniger." Foto: Jens Koch

Baseball-Caps als Sammlerobjekte

2021-05-10T10:26:22+02:0020. April 2021|

Base­ball-Caps trägt heu­te jeder. Bei pro­mi­nen­ten Vor­be­sit­zern kön­nen sie rich­tig teu­er wer­den. Auch extra­va­gan­te und limi­tier­te Designs las­sen die Schirm­müt­zen zu begehr­ten Samm­ler­ob­jek­ten werden.

Von Fide­lis Hannwacker

Als ehe­ma­li­ger Prä­si­dent von Ame­ri­ka hat Donald Trump sich laut­stark selbst ver­mark­tet. Zu sei­nen erprob­ten Wer­be­mit­teln gehört sein aggres­siv rotes Base­ball-Cap. War­um? Weil es bleibt, weil es, ein­mal auf­ge­setzt, immer sicht­bar ist.

Ein von Donald Trump unter­schrie­be­nes Base­ball-Cap konn­te zuletzt bei Hol­ly­wood Memo­ra­bi­lia für schlap­pe 13.126 Dol­lar erwor­ben wer­den. Doch auch ohne pro­mi­nen­te Vor­be­sit­zer sind Base­ball-Caps mit­un­ter begehr­te Sammlerobjekte.

Baseball-Caps als Sonnenschutz

Die Geschich­te der Schirm­müt­ze beginnt 1858, natur­ge­mäß auf einem Base­ball­feld, genau­er auf dem „Home­turf“ der Brook­lyn Excel­si­ors. Weil sie die Mann­schaft vor der Son­ne schütz­te, setz­te sich die Kopf­be­de­ckung mit dem gro­ßen Schild rasch durch.

Immer mehr Ver­ei­ne nah­men die­se Base­ball-Caps dann in ihre Aus­stat­tung auf. Fast ein Jahr­hun­dert nach der Erfin­dung wur­de sie 1954 schließ­lich in den offi­zi­el­len Dress­code der Major League, der ers­ten ame­ri­ka­ni­schen Base­ball­li­ga, integriert.

Jetzt ent­deck­ten auch Fans den Kopf­putz für sich. Zunächst woll­ten sie mit Caps ihres Ver­eins ihre Unter­stüt­zung zur Schau tra­gen. Spä­ter über­nah­men sie auch Musi­ker wie die Beas­tie Boys oder Public Enemy. Bald danach, ob mit fla­chem oder gebo­ge­nem Schild, waren die Kap­pen in und nicht nur in den USA auf jeder­manns Kopf.

Limitierte Designs von Baseball-Caps

Beson­de­re Base­ball-Caps kön­nen beson­ders teu­er wer­den. 2016, zur Fei­er des letz­ten Auf­tritts des jüngst ver­stor­be­nen Bas­ket­ball­stars Kobe Bryant etwa, schuf die Fir­ma New Era, die übri­gens 72.000 Kopf­be­de­ckun­gen pro Woche her­stellt, zwei teil­wei­se mit Schlan­gen­haut bezo­ge­ne Caps aus Kasch­mir in einer Auf­la­ge von jeweils acht.

Beson­de­rer Hin­gu­cker: fünf Dia­man­ten auf der Ver­si­on für 24.000 Dol­lar oder eine 24, die Rücken­num­mer des Gefei­er­ten, aus 100 Gramm mas­si­vem Gold für 38.000 Dollar.

Viel bezahlt wird auch in der Kate­go­rie „Pro­mi­nen­ter Trä­ger“. Eine Kap­pe des Schrift­stel­lers Ernest Heming­way brach­te 2016 bei RR Auc­tions beacht­li­che 8800 Dol­lar ein. Und erst Ende ver­gan­ge­nen Jah­res schlug das Spor­t­auk­ti­ons­haus Lelands in New Jer­sey ein Cap, das Schau­spie­ler Char­lie Sheen 1989 in dem Film „Der India­ner von Cleve­land“ trug, für gut 14.000 Dol­lar zu.

Einen gro­ßen Preis­sprung gibt es zudem für Kap­pen, die von berühm­ten Base­ball­spie­lern getra­gen wur­den. 2012 konn­te SCP Auc­tions, ein auf Sport­me­mo­ra­bi­li­en spe­zia­li­sier­tes Auk­ti­ons­haus bei Los Ange­les, eine Schild­müt­ze der New-York-Yan­kees-Legen­de Babe Ruth für 537.000 Dol­lar zuschlagen.

Knap­pe 591.000 Dol­lar, und damit die bis heu­te höchs­te Sum­me für ein Cap, bezahl­te ein Fan in der Nacht des 28. Okto­bers 2017 beim SCP-Mit­be­wer­ber Lelands in New Jer­sey für eine Kap­pe, die sein dun­kel­häu­ti­ges Idol Jackie Robin­son auch vor der Son­ne, aber pri­mär vor Stein­wür­fen ras­sis­ti­scher Zuschau­er schüt­zen sollte.

Tipps für Sammler

Die Base­ball Hall of Fame in dem knapp 2000 Ein­woh­ner zäh­len­den Coo­pers­town im Bun­des­staat New York hat auch Caps in ihren Aus­stel­lungs­räu­men. War­um das Muse­um genau dort steht? Man nahm irr­tüm­lich an, dass der Sport auf einer nahen Kuh­wei­de „erfun­den“ wurde.

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