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Allianz-Vorständin Jacqueline Hunt: Manager sollen sich für Lohngerechtigkeit einsetzen

2021-05-10T13:59:31+02:0020. April 2021|

Alli­anz-Vor­stän­din Jac­que­line Hunt for­dert Füh­rungs­kräf­te dazu auf, sich für die Lohn­ge­rech­tig­keit in Unter­neh­men ein­zu­set­zen. „Alle Mana­ger haben die glei­che Ver­ant­wor­tung, geschlechts­spe­zi­fi­sche Lohn­un­ter­schie­de zu ver­rin­gern, unab­hän­gig davon, ob sie Män­ner oder Frau­en sind“, sag­te die 52-Jäh­ri­ge gegen­über „Cou­ra­ge“ (Aus­ga­be vom 22. April).

Von Tobi­as Aigner

Bei der Alli­anz habe die Ent­gelt­gleich­heit obers­te Prio­ri­tät, erklärt sie wei­ter.  Zudem ach­te der Kon­zern auch in ande­ren Berei­chen auf die Gleich­stel­lung der Geschlech­ter. „Wir haben 38 Pro­zent Frau­en in Füh­rungs­po­si­tio­nen“, sagt Hunt, die seit 2016 im zehn­köp­fi­gen Vor­stand der Alli­anz SE sitzt und dort eine von zwei Frau­en ist. Sie weist dar­auf hin, dass zahl­rei­che Stu­di­en die Vor­tei­le der Geschlech­ter­di­ver­si­tät in Unter­neh­men bele­gen. Kon­kret nennt sie unter ande­rem ein „bes­se­res Ver­ständ­nis der Kun­den, weni­ger Grup­pen­den­ken und eine bes­se­re und nach­hal­ti­ge­re Leistung“.

Von einer staat­li­chen Quo­te für Frau­en im Manage­ment ist Hunt jedoch nicht über­zeugt. „Die bes­te Situa­ti­on ist, wenn die­se Ver­pflich­tung frei­wil­lig gege­ben wird“, erklärt sie.

Dass Gleich­stel­lung und Respekt in einem Unter­neh­men nicht selbst­ver­ständ­lich sind, hat Hunt in ihrer Kar­rie­re auch selbst schon erfah­ren, als sie nach eige­nen Anga­ben einen Me-Too-Fall erleb­te. „Es war ein gro­ßer Schock für mich zu sehen, wel­ches Beneh­men eini­ge Men­schen im Arbeits­um­feld für akzep­ta­bel hal­ten“, erzählt sie. Ihre Stel­lung kün­dig­te sie dar­auf­hin. „Es gibt den Spruch: Love it, chan­ge it or lea­ve it“, sagt sie. „Und wenn man merkt, dass man eine Situa­ti­on oder Unter­neh­mens­kul­tur nicht ver­än­dern kann, soll­te man die Lea­ve-it-Opti­on wählen.“

Die gebür­ti­ge Süd­afri­ka­ne­rin Jac­que­line Hunt ist bei der Alli­anz für die Ver­mö­gens­ver­wal­tung ver­ant­wort­lich. Im Coro­na-Jahr 2020 stieg das ver­wal­te­te Ver­mö­gen in die­sem Geschäfts­feld auf einen Rekord­wert von 2,39 Bil­lio­nen Euro.

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